Sightseers (2012)

Sightseers (2012)

Sightseers - Killers on Tour!
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  2. 88 Minuten

Filmkritik: Ferien der speziellen Art

Wo sind bloss die Tiere?
Wo sind bloss die Tiere? © cineworx

Das junge Paar Chris (Steve Oram) und Tina (Alice Lowe) ist jetzt schon seit einiger Zeit verliebt und spürt die starken Herzensgefühle nach wie vor sehr. Da beschliesst Chris, mit seiner Freundin in die Ferien zu fahren, um ihr dabei seine Welt etwas genauer zu zeigen. Eine Wohnwagen-Tour durch England soll die beiden noch näher zueinander bringen.

Verschiedene Ausflugsziele wie das Crich-Tram-Museum, das Ribblehead-Viadukt oder das Keswick-Bleistift-Museum stehen auf dem Programm. Leider aber werden die beiden schon früh durch lärmige Teenager, vorreservierte Wohnwagen-Plätze, Leute, die den Abfall überall hinschmeissen und letztendlich auch durch Tinas Mutter gestört. Dies ist zu viel für Chris, der bald schon jedes Problem auf seine Weise beseitigt.

Der britische Filmemacher Ben Wheatley hat mit seinem letztjährigen Film einen doch beachtlichen Erfolg feiern können. Kill List ist ein Horror-Thriller der besonderen Art, gefiel dem Publikum aber gut. Um so gespannter konnte man sein, als bekannt wurde, dass sich sein neuer Film Sightseers mehr in Richtung Komödie bewegen solle. Tatsächlich bleibt sein neustes Werk aber etwas unter den Erwartungen.

Der Film beginnt lustig, und die Geschichte kommt schnell vorwärts. Allen voran die Mutter von Tina hat ein paar flotte Sprüche drauf. Mit der Zeit wird dem Film, gerade im Bereich Humor, aber ein wenig Tempo genommen, und so dauert es dann doch wieder eine ganze Zeit, bis man wieder etwas zu lachen bekommt.

Gegen Ende wird es dann eigentlich noch eine Spur schwächer. Der Film bringt ausser ganz am Schluss nichts Neues, und man ahnt vor jeder Tat, was kommen wird. Zu repetitiv wirkt das Ganze. Zum Glück können die beiden Hauptdarsteller aber mit ihren Gesichtsausdrücken und teilweise derben Sprüchen ein paarmal wieder für etwas Unterhaltung sorgen.

Fazit: Nein, wirklich überzeugen tut Sightseers nicht. Der Streifen hat zwar seine lustigen Momente, doch ausser den teilweise brutalen Szenen kann der Film nichts Besonderes bieten. Britischer Humor hin oder her, andere Filme haben es da schon viel besser gemacht. So schaut man sich lieber nochmals Hot Fuzz an, bevor man sich den neusten Film von Wheatley antut. Schade.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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Kommentare Total: 2

yan

Zwei eigene Hauptfiguren, die komischer kaum sein könnten, eine makabere Geschichte und ein gelungenes Finale sind die Anker, dieser Killerkomödie. Der Humor wechselt wunderbar zwischen bitter-schwarz und derb, so dass Lacher immer mit einem gewissen Beigeschmack von statten gehen. Die Brutalität unterstreicht diesem Beigeschmack noch. Die Naivität oder schlichte Dummheit der Hauptfiguren passt vorzüglich.
Sightseers ist nicht immer spannend, manchmal wird man lange hingehalten, was zwar durch coolen Soundtrack etwas wettgemacht wurde. Trotzdem schleicht sich ein paar Mal Langeweile ein. Wenn aber die trockenen Sprüche losgelassen werden, die beiden Verliebten ihrer Liebe fröhnen oder sich im Norden Englands über Leute aufregen und die anschliessend töten, ist dies einfach nur köstlich.

daw

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