Safe (2012)

Safe (2012)

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  2. 94 Minuten

Filmkritik: Des Müllmanns Rache

"Ni hau!"
"Ni hau!" © Studio / Produzent

Das chinesische Mädchen Mei (Catherine Chan) hat die besondere Gabe, mathematische Kniffeleien in Sekunden lösen zu können und sich eine Unmenge an Zahlenreihenfolgen zu merken. Der Triadenboss Han Jiao (James Hong) entführt Mei und setzt sie fortan für seine Geschäfte in New York ein. Das Mädchen hat durch ihr Talent nicht nur die Finanzzahlen im Griff, sondern wird mit einem komplizierten Zahlencode betraut. Dadurch wird die russische Mafia auf Mei aufmerksam. Bei einer Konfrontation kann sie flüchten und irrt in der Grossstadt herum.

Ocean's 6
Ocean's 6 © Studio / Produzent

In der U-Bahn trifft sie auf den Ex-Cop Luke Wright (Jason Statham), welcher mit seinem Leben abschliessen will, nachdem seine Frau von der russischen Mafia ermordet wurde. Er rettet Mei von ihren Verfolgern und beschützt sie. Im Doppelpack flüchten die beiden durch New York. Langsam erkennt Luke dabei den Zusammenhang zwischen dem Mädchen und dem Mord an seiner Frau. Er will aber auch herausfinden, was es mit dem Zahlencode auf sich hat...

Drehbuchveteran Boaz Yakin (The Punisher, Rookie) nimmt bei Safe erstmals Platz auf dem Regiestuhl eines Actionfilmes. Nach seinem flüchtigen Ausflug in die Dramasparte (Death in Love) zieht es den New Yorker wieder zurück zu seinen Wurzeln. Für die Rolle des racheschwörenden Ex-Cops konnte er Genregesicht Jason Statham (Transporter-Reihe) gewinnen, was Safe gewissermassen das Action-Gütesiegel aufsetzt.

Safe erzählt zuerst parallel verlaufend die Stories der beiden Hauptcharaktere Mei und Luke. Man bemerkt, wie wichtig Yakin die Figur des chinesischen Mädchens ist. Mei wird jedoch nicht nur als Opfer, sondern auch als manipulativer Charakter eingeführt, was den Kampf an Seite von Luke interessant macht. Der Ex-Cop hingegen wirkt trotz der dramatischen Ausgangslage aufgesetzt - ein Märtyrer in New York, der sich, anstatt um seine Frau zu trauern, lieber in die Geschäfte der chinesischen Mafia einmischt. Die Backstory, und somit die Identifikation zur Figur, gehen hier flöten.

Weg mit der Frage nach Sinn und Unsinn: Safe ist pure Action, und das beweist der Film bereits in den ersten Minuten. Yakin, der sich in seinem Metier vollends austoben darf, konzentriert sich dabei auf charakterbezogene Action: Luke schwingt vielfach seine Fäuste, während die Russen planlos herumballern und die Chinesen ihre Würgegriffe zum Besten geben. Bei Verfolgungsjagden wird nicht ganz New York in Schutt und Asche gelegt, sondern mal ein Chevi zu Schrott gefahren, eine Hotel-Lobby oder eine Bar auseinander genommen.

Fazit: Mit Safe gelingt Boaz Yakin selbstverständlich kein moderner The French Connection, aber durch Jason Statham und Catherine Chan bietet der rasante Actionthriller wenigstens etwas fürs Auge. Der Rest bleibt erwartungsgemäss im Durchschnittsbereich hängen.

Christian Wolf [woc]

Christian arbeitet seit 2009 als Freelancer bei OutNow. Er mag ultradüstere Filmperlen und süffige Survival Horror Games. Animationsfilme sind ihm ein Gräuel. Christian vertritt als Einziger den smoothen Berner Dialekt im Team.

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Kommentare Total: 6

muri

Blu-ray-Review: Komma her du!

yan

Safe ist ein geradliniger, schneller Actionfilm, der aber keine Höhepunkte aufweist. Unheimlich brutal und ungewöhnlich blutig geht es hier zur Sache, dafür fehlt es oftmals an Spannung. Safe hat das Problem, das Statham keine eigentliche Mission verfolgt und so auch keinen 'Endboss' vor sich hat. Darum bleibt der Film gerade am Ende erstaunlich blass und wirkt irgendwie unfertig.

beethoven44

ach endlich wieder mal action! vor allem mit jason statham, immer sehenswert!

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