Resident Evil: Retribution (2012)

Resident Evil: Retribution (2012)

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  3. 96 Minuten

Filmkritik: ...und sie rennen noch immer davon...

Schluss. Aus. Fertig.
Schluss. Aus. Fertig. © Pathé Films AG

Projekt Alice (Milla Jovovich) findet sich in einem hellen Raum der Umbrella-Company wieder. Eben aufgewacht, weiss sie weder, was nun passiert, noch was die Absichten von Jill Valentine (Sienna Guillroy) sind, die dort oben runterguckt und auf (und in) deren Brust sich eine Maschine befindet. Als plötzlich der Strom ausfällt und sich die Türen öffnen, macht sich Alice auf die Flucht. Erst nach und nach erfährt sie, wie die Sache hier abläuft.

Auf der Jagd nach dem Stäubchen
Auf der Jagd nach dem Stäubchen © Pathé Films AG

Umbrella hat eine Testumgebung geschaffen, in der verschiedene Biowaffen (Monster mit offenen Köpfen, Zombies, Brüderpaar mit gigantischen Waffen) in diversen Städten zum Einsatz kommen. Simulierte Städte wie New York oder Hongkong müssen nun von Alice durchquert werden, wenn sie überleben will. Dabei bekommt sie Unterstützung von alten Kameraden, die sich nun ebenfalls durch die Levels ballern müssen. Neben den wüsten Biowaffen stellen sich ihr allerdings bekannte Gesichter in den Weg, der je länger je ausichtsloser scheint.

Seit 2002 Resident Evil als Film veröffentlicht wurde und die Geschichte von "Alice" erzählte, kommt in schöner Regelmässigkeit ein neuer Teil der Reihe in die Kinos. Wie schon der letzte Teil, Resident Evil: Afterlife, ist auch die neueste Kreation Resident Evil: Retribution in 3D gehalten und präsentiert uns eine Prügelei nach der anderen, häufig in Slow-Motion, und natürlich ein paar hässliche Monster, denen der Kopf umgedreht werden soll.

Milla Jovovich ist keine gute Schauspielerin. Das war sie nie, und ob sie das jemals wird, darf bezweifelt werden. Trotzdem agiert sie unter der Regie ihres Gatten Paul WS Anderson genau so, wie sich das der pubertierende Zuschauer vorstellt: In engen Klamotten, mit lächerlich plumpen Sprüchen um sich werfend und immer schön in Zeitlupe agierend, verdreht "Alice" auch im fünften Aufguss dem jugendlichen Publikum den Kopf. Dazu braucht man keine grosse Mimik oder darstellerische Kunst, sondern muss schlichtweg wissen, dass ein Stiefel im Gesicht des Gegners durchaus seinen Zweck erfüllt.

Neben Jovovich treffen wir in Resident Evil: Retribution auf alte Bekannte, die reaktiviert wurden. Michelle Rodriguez (Machete), Oded Fehr (The Mummy returns) oder Boris Kodjoe (Surrogates) sind dabei nur ein kleiner Teil der Figuren, die man anscheinend einfach der Fanbase nochmals auf der Leinwand zeigen wollte. Sinn oder Unsinn wird nicht hinterfragt.

Resident Evil: Retribution kommt in 3D. Das heisst, dass lange Speerspitzen, fliegende Pistolenkugeln und Bluttropfen in klassischer Manier von der Leinwand ins Publikum spritzen/fliegen/gestreckt werden. Dies macht mitunter Spass, ist häufig aber sichtlich an den Haaren herbeigezogen. Aber Michelle Rodriguez mit hohen Absätzen (und mal ohne Kampfstiefel) darf man sich ruhig auch in 3D anschauen...

Fazit: Resident Evil: Retribution ist für Fans ein kleiner Snack für zwischendurch. Die Monster hätten eine viel grössere Präsenz verdient (vor allem die Hammerbrüder werden viel zu schnell abgehandelt) und die Schockeffekte werden meistens gross angekündigt. Somit verliert der Film an Fahrt und konzentriert sich auf die Action. Da hingegen wird dem Publikum einiges geboten, auch wenn das meiste davon so lachhaft dämlich ist, das man lieber grinst, anstatt sich zu fürchten.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 32

Benster

Die ersten zwei Filme waren spannend und enthielten überraschende, neue Ideen und ich freute mich darauf, den Kampf der Überlebenden gegen die ultimative Apokalypse weiter zu verfolgen. Mit jeder Fortsetzung verlor die Geschichte aber an Ideen und damit an Unterhaltungswert. Ich hätte nicht gedacht, dass Teil 5 noch schlechter werden kann als Teil 4 - wurde er aber. Langweilig, vorhersehbar, konfus, sinnlos, blöd.
Lange Worte kurzer Sinn: Resident Evil wird mit jeder Fortsetzung schlechter und schlechter.

db

Also mir gefallen inzwischen Damnation und Degeneration deutlich besser als die Live-Action-Adaptionen, denn an denen erkennt man das Game wenigstens noch. Allerdings muss ich auch sagen, dass sich die Games wie auch die Film-Serie langsam aber sicher im Kreis drehen und nur noch wenig Neues hinzukommt. Letztendlich könnten sie mit dem nächsten Teil ein spektakuläres Finale zu bieten. Alledings müssten sie dafür wirklich mit grosser Kelle anrühren und genau an die letzte Szene des Filmes ansetzen. Daraus könnte man einen grossartigen Apokalypse-Streifen machen, allerdings sind dafür IMO wirklich die falschen Leute am Steuer, vor allem auf dem Regiestuhl.

Frank sallerie

@ Yan: Ich glaube die Hoffnung liegt schon seit langer Zeit gute 5 Meter unter der Erde begraben :D

Die Streifen haben echt nix mehr mit Story und Fanbase zu tun sondern sind inzwischen zu reinen Werbefilmchen für die Aktuellen Teile der Spielereihe verkommen. Im letzten musste man Unbedingt die Viecher vom 5. Spiel zeigen und im 6. musste man den Leuten unbedingt die Global Operation und "kluge las Plagas Zombies und ein neues Monster" vom 6. Teil Anpreisen damit nur genug Leute das Spiel kaufen.

Das die sich in ihren Filmen durchweg nur noch Lächerlich machen und sich Storytechnisch die Dicksten Plotholes Schaufeln ist denen inzwischen ganz Offensichtlich Komplett Egal.

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