Wreck-It Ralph (2012)

Wreck-It Ralph (2012)

Ralph reicht's
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  2. 101 Minuten

Blu-ray-Review: Please insert Coin!

Die böse Runde
Die böse Runde © Disney

Ralph (Stimme von John C. Reilly) ist über zwei Meter gross und ein richtiger Kasten. Seine Hände sind unverhältnismässig gross, helfen ihm aber bei seiner Arbeit. Denn Ralph ist der Kaputtmacher im Videogame "Fix it Felix Jr.". Doch nachdem er nun seit 30 Jahren täglich seinen Job gemacht und Häuser zerstört hat, die dann von Felix Jr. (Stimme von Jack McBrayer) repariert werden, ist er nun unglücklich geworden. Während der Held seines Games von allen gemocht wird, steht der "Bösewicht" Ralph teilnahmslos daneben und wird ignoriert.

Guguuus
Guguuus © Disney

Nun reicht's! Als ihm gesagt wird, dass sich mit der Belohnung einer Medaille sein Leben ändern wird, macht er sich auf die Suche nach einem solchen Stück. Das heisst in Ralphs Fall, dass er aus seinem Videogame rauskommen und andere Spiele besuchen muss. So zum Beispiel das Ballergame "Hero's Duty" oder das Rennspiel "Sugar Rush". Was Ralph aber noch nicht ahnt, ist, dass er mit seinem Spiele-Springen nicht nur sein eigenes Game in Gefahr bringt, sondern die ganze Arcade.

Sei es im Spielsalon oder daheim vor dem Fernseher: Computerspiele bieten im heutigen Alltag Flucht in fremde Welten, in denen man sich mit Fantasiemonstern prügeln kann, mit Klempnern um die Wette fährt oder im Fussballspiel mit den grossen Stars zusammen spielt. Wie es aber hinter den Kulissen dieser Computerspielwelten aussieht, zeigt uns Disney mit seinem Film Wreck-it Ralph. In den USA alleine wurden damit fast 200 Millionen Dollar eingespielt. Kein Wunder spricht man bereits von einer Fortsetzung.

Die Geschichte von Wreck-it Ralph macht vor allem am Anfang richtig Spass. Der "Hauptbahnhof", in dem alle Spielcharaktere aufkreuzen, und die Auftritte der bekannten Figuren lassen uns auf eine tolle Geschichte mit viel Witz hoffen. Das klappt dann allerdings nur bedingt, denn sobald der Hauptcharakter Ralph sich aufmacht, sein Abenteuer zu bestreiten, fällt Wreck-it Ralph zurück ins lineare Storytelling, das kaum mehr Überraschungen bietet.

Stimmlich werden die Charaktere prominent unterstützt. Mit John C. Reilly, Sarah Silverman oder Jane Lynch hat man passende Sprecher für die Figuren organisiert, denen diese Arbeit hörbar Spass gemacht hat. Dazu kommen die bunten Welten und gelungenen Animationen, wobei auch die Nebenfiguren (OREO-Soldaten...) immer wieder zum Schmunzeln sind. Diese Kleinigkeiten täuschen etwas darüber hinweg, das Wreck-it Ralph zwar nett ist, aber irgendwie halt das "Magische" vermissen lässt.

Fazit: Wreck-it Ralph ist für Animations- und Gamefans natürlich wie gemacht. Die Story ist einfach, die Charaktere sympathisch und selbst dem Bösewicht kann man, fast typisch Disney, nicht wirklich böse sein. Trotzdem, wer die Trailer gesehen hat, hätte sich durchaus vorstellen können, einen flotteren Film vorgesetzt zu bekommen. Aber das hier könnte ja nur der Anfang gewesen sein.

Die Blu-ray von Wreck-it Ralph hat natürlich den Oscar-prämierten Kurzfilm Paperman zu bieten, den es sich anzuschauen lohnt. Daneben wird erklärt, wie die Welten des Films programmiert wurden, und ein paar zusätzliche Sequenzen werden ebenfalls noch präsentiert. Schlussendlich sind auch noch ein paar Trailer zum Videospiel abrufbar und solche für kommende Kinofilme dürfen ebenso nicht fehlen.

Technisch wird man bei Wreck-it Ralph mit einem sehr scharfen und klaren Bild verwöhnt, welches sich mit dem kräftigen und starken Ton optimal vermischt. Für Deutsch und Englisch gibt es das alles in wunderbarem High Definition Sound.

/ tam

Kommentare Total: 15

Reptile

Also ich kann die vielen positiven Bewertungen hier überhaupt nicht nachvollziehen.

"Ralph reichts" ist ein ganz schwacher Disney, voller durchwegs unsympathischer Figuren, allen voran "Fix-it Felix Jr. ", aber auch Ralph selbst und daran ändern auch die vielen Süssigkeiten, welche im Film dauerhaft präsent sind, nichts.

Der Animationsstil, sowie viele Dialoge, sind auf unterstem Kleinkindniveau und begeistern daher bestenfalls 4-5-Jährige... "Was, du hast ein grosses Geschäft gemacht??? haha"... "Nicht diese Art von Geschäft" - No Comment, fällt Disney echt nichts besseres ein?

Ich bin seit den späten 80er-Jahren ein begeisterter (sowie immer noch aktiver) Gamer und habe mir den Film voller Vorfreude angeschaut, weil ich dachte, mir würde eine kleine Reise durch die Welt der Retro-Videogames, gespickt mit dem "Disney-typischen" Charme und Humor serviert.

Tja, da habe ich wohl falsch gedacht und bin im nachhinein leider eines Besseren belehrt worden.

Die einzige Figur in diesem Machwerk, für die man ein kleines Stück Sympathie empfinden kann und darf, ist der "vermeintliche" Glitch Vanellope. Die ist wirklich süss und das nicht bloss wegen dem bunten Zuckerguss mit Streuseln in ihrem Haar, nein, sie heimst auch tutti quanti die besten Sprüche für sich ein, stellt leider aber auch gleichzeitig das einzige Highlight dieses schwachen Films dar.

Aber eine gute Figur allein, macht eben noch lange keinen guten Disney-Film aus und "Ralph reichts", gehört (für mich zumindest) leider in die Kategorie der schlechtesten Disney-Filme überhaupt.

Daran kann auch Vanellope nichts mehr ändern und das, obwohl sie der einzige Grund ist, weshalb ich mehr als ein Stern vergeben kann.

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Bis auf die "zu" einfach gestrickte Story und einer teils, nervtötende Silvermann ein toller Film. Wreck-It Ralph ist unglaublich temporeich inszeniert. Die originelle Story und die vielen witzigen Anspielungen können ebenfalls überzeugen. Einer der besseren Animationsfilme, die ich in letzter Zeit gesehen habe.

Nummer1

Hier wurde massiv Potential verschenkt! So kann man diesen Film in einem Satz zusammen fassen.

Sicher, es ist wieder mal unterhaltsam, was Disney da abliefert. Aber: Wieso wird auch aus dieser Idee nicht viel mehr als der übliche Mischmasch aus Humor, Aktion und Verweisen auf andere Themen (Filme, Spiele)?

Man freut sich regelrecht, wenn bekannte Videospielfiguren auftauchen und achtet auch auf all die kleinen Dinge, die sich im Hintergrund tun. Mehr als schwache Nebenfiguren oder gar nur Statisten, sind diese guten, alten Bekannten der Spielewelt aber nicht.

Schnell werden Sonic, Q*bert und Co. abgehakt und dann geht es fast ausschliesslich um vollkommen fiktive Videospiele, die bestenfalls an vorhandene Games erinnern. Und natürlich (die Hauptzielgruppe muss ja bedient werden) taucht dann das obligatorische Gör auf, dass dem Helden frech und nervig zur Seite steht.

GÄHN!

Fazit: Durchaus nett anzusehen, aber mehr als zwei- oder dreimal braucht man das nicht. Beim dritten Mal habe ich dann nur noch schnell vorgespult und habe mir die besten Szenen angesehen. Film abgehakt, Ablage "Vergessen".

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