Prometheus (2012)

Prometheus (2012)

Prometheus - Dunkle Zeichen
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  3. 124 Minuten

Blu-ray-Review: Big things have small beginnings

Das Resulltat aus dem letztwöchigen Pappmaché-Kurs
Das Resulltat aus dem letztwöchigen Pappmaché-Kurs

Auf seinen Expeditionen stösst das Archäologenpaar Elisabeth (Noomi Rapace) und Charlie (Logan Marshall-Green) immer wieder auf die ähnliche Darstellungen der Schöpfer der Menschheit. Alle deuten auf den Planeten LV-233 als Ursprungsort des menschlichen Lebens hin. Als die millionenschwere Weyland Corporation von den Entdeckungen Wind bekommt, werden die Forscher eingeladen, ein Team anzuführen. Dieses soll an Bord des Raumschiffs "Prometheus" den fremden Planeten erforschen und die "Ingenieure" der menschlichen Rasse aufspüren, um ihnen die wichtigsten Fragen aus Religion und Wissenschaft zu stellen.

Neulich im Apple-Shop
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Mit an Bord sind nebst dem Team aus Wissenschaftlern und Forscher auch die Weyland-Repräsentantin Vicker (Charlize Theron) und der ihr loyale Roboter David (Michael Fassbender), deren Absichten nicht rein wissenschaftlicher Natur zu sein scheinen. Als die Prometheus auf der Planetenoberfläche landet, findet sie zwar einige Antworten, aber auch neue Rätsel. Die Gruppe macht eine Entdeckung, die ihren Glauben, ihre Charakter, ja gar ihre Existenz in Frage stellt und das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

Euphorie erfüllte die Alien-Fangemeinde, als feststand, dass Ridley Scott himself "seiner" Franchise ein Prequel hinzufügen würde. Aus Jon Spaihts Drehbuchentwurf Alien: Engineers, welcher sogar Facehugger vorsah, entstand nach Fahnenkorrekturen von Lost-Erfinder Damon Lindelof Prometheus - ein philosophischer Zungenbrecher, visuell gigantisch und mit viel Geheimniskrämerei aufgemotzt. Das Resultat motiviert zu einem (sanften) Streitgespräch:

(woc)
Sofort fällt auf, dass Scott und Lindelof mit der Frage "Woher kommen wir?" und der Verwendung von Engineers eine erzählerische Messlatte setzen, die innerhalb des Alien-Universums niemals beantwortet werden kann.

(yan)
Prometheus gibt zwar keine direkte Antwort, doch Scott und Lindelof setzen sich mit einer Thematik auseinander, welche für die Menschheit kaum spannender sein könnte. Sie schaffen es, diese innerhalb der fiktiven Welt clever einzubinden und die Zuschauer in energiegeladene Theoretiker zu verwandeln.

(woc)
Als würde sie die Thematik aber nicht sonderlich interessieren, stellen die Charaktere entweder Alienfutter dar, oder sie agieren als hirnlose Archetypen. Man bekämpft sich selbst und greift dabei zur alten Leier "Glaube vs. Wissenschaft". Alle Punkte werden dem einzigen Nichtmenschen vergeben: David.

(yan)
Ein Team, in dem jedes Mitglied aus verschiedenen Motiven und unterschiedlichen Gründen handelt, birgt haufenweise Konfliktpotenzial. Jedes Individuum ist ein Puzzleteil des gesamten Werkes. Prometheus verbildlicht Motivationen von Menschen und wie sie damit ihr persönliches Ziel erreichen wollen.

(woc)
Doch auch hier wird mehr verschwiegen als preisgegeben. Das Drehbuch setzt sehr viel Wert auf das Rätsel der Engineers. Obwohl das Bonusmaterial der Blu-ray-Disc durch Dialogfetzen unserer "Schöpfer" einiges preisgibt, trägt es nicht zum allgemeinen Verständnis der Story bei. Sobald es darum geht, den Kreis zu schliessen, macht sich Lindelof aus dem Staub.

(yan)
Es scheint, als wäre die wohl schärfste Kritik an Prometheus auch eine seiner grössten Stärken. Regisseur Ridley Scott und Autor Damon Lindelof lassen die Zuschauer mitfiebern und über unseren Ursprung philosophieren. Daraus entsteht ein Abenteuer mit Alien-DNA und vielen herausgeputzten Effekten, doch zusätzlich ist es ein sehr menschliches, geradezu intimes Werk über das Menschsein an sich.

Fazit: Ridley Scott sorgt mit seinem langerwarteten Alien-Prequel Prometheus für hitzige Diskussionen. Aus cineastischer Sicht bietet er einen schmucken Sci-Fi-Flick, der weit mehr ist, als nur ein weiterer Alien-Film. Gerade Lindelofs löchriges Drehbuch bietet viel Platz, um sich Gedanken zu machen.

Die Blu-ray verwöhnt mit kristallklarem Bild. Das 3D vermisst man keineswegs. Effektvoll brummt der Ton im 5.1-Soundsystem. Auch wenn das Bonusmaterial nicht wirklich Fragen beantwortet, sind die Deleted Scenes und der Audiokommentar von Lindelof und Spaihts ziemlich unterhaltsam. Daneben gibt es noch die viralen Videos, die etwas mehr von Herrn Weyland preisgeben.

/ woc/yan

Kommentare Total: 78

Moonraker

Irgendwie nichts besonderes bis auf ein paar Details. Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl am Anfang wo sich das Schiff in die Wolken zurück zieht, die Form des Schiffs war einfach nur rund, nicht mehr. Keine Schriften(das ginge ja noch) und überhaupt keine technische Hinweise(geht ja auch noch) aber diese banale Form ist für diese Anfangsszene einfach zu billig. Absolut fantasielos. Und im Verlauf des Films langweilte ich mich zunehmend.

Der Film ist schon fast vergessen.

RandyMeeks

Da gibt es eine Szene im Film, welche Verantwortlich dafür ist, dass ich jetzt - nachdem ich den Film auf DVD noch einmal gesehen habe - einen Stern wegnehmen musste.

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Die Szene, wo die beiden Wissenschaftler (die beiden, die zu dumm sind zum Schiff zurück zu finden) den ersten Kontakt haben mit den "Wurm-Schlangen". Da liegen überall tote Engineers rum, zum Teil mit Loch im Brustkasten (Er sagts ja noch, als sei etwas herausgebrochen) und dann will man Haustier spielen mit der ersten Lebensform welche auftaucht?! Bitch, please...

db

Zitat woc (2012-11-22 13:21:34)

Und doch gibst du dafür 4 Sterne?

Na letztendlich bin ich Fan von der Serie (jedenfalls 1 und 2) und es war wieder mal nett, nach all den Jahren wieder ein Alien Film zu sehen, der im Vergleich zu den jämmerlichen AvP-Streifen durchaus gut ist. Allerdings war es für mich eine grosse Enttäuschung in der Hinsicht, was man aus dem Streifen hätte machen können.

Deshalb hab' ich ihn wie das Star Trek Reboot bewertet. Nette Sci-Fi Unterhaltung, die in dem Fall sicher zu Diskussionen anregt, aber letztendlich ein löchriges Flickwerk ist. Deshalb 4 Sterne. Hätte gerne mehr gegeben, aber dafür hat es für mich nicht gerreicht.

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