Lake Placid: The Final Chapter (2012)

Lake Placid: The Final Chapter (2012)

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  2. 86 Minuten

DVD-Review: Von Krokodilen und Idioten

Es ist angerichtet!
Es ist angerichtet! © Studio / Produzent

Im Black Lake hat's gigantische Krokodile. Das haben inzwischen auch die ignorantesten Personen festgestellt, und deshalb wird die ganze Gegend rund um den See mit einem elektrischen Zaun umrundet. Dass sicher niemand rein, aber noch viel wichtiger, auch nichts raus kann. Natürlich gibt es trotzdem ein paar Hirnis mit Gewehren (einer davon ist Robert Englund), die das Riesenkrokodil jagen wollen. Selbst erklärend, dass das Viech dabei regelmässig was zwischen die Zähne bekommt.

Streng, aber oho
Streng, aber oho © Studio / Produzent

Dass den Viechern nichts passiert, dafür sorgt die ehemalige Jägerin Reba Butler (Yancy Butler), die aber bald feststellen muss, das einer der angetönten Hirnis das Tor zum "Schutzgebiet" offenstehen gelassen hat. Und genau hierdurch fährt der Schulbus mit der Tochter von Sheriff Theresa Giove (Elisabeth Röhm). Natürlich wird nun Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um die Kids zu retten. Währenddessen hat Schni-Schna-Schnappi im See endlich mal wieder was zu tun.

Seit 1999 in Lake Placid das gigantische Krokodil vorgestellt wurde, hat man alles Mögliche getan, um diese "Kuh" zu melken. Inzwischen ist man beim vierten Teil angekommen, nennt ihn Lake Placid: The Final Chapter und hält somit hoffentlich Wort, dass diese einst witzige Filmreihe endlich in Frieden ruhen kann.

Einmal mehr setzt man gutaussehende (Robert Englund ausgenommen) Menschen in der Nähe des berüchtigten Sees ab, lässt sie immer und immer wieder ins oder ans Wasser stapfen und holt dann das inzwischen wirklich übel animierte Krokodil raus. Dieses, obwohl mehrere Meter lang und sicherlich ein paar Kilos schwer, kann sich vollkommen lautlos anschleichen, rennt mit Riesen-Tempo und brüllt wie ein Löwe. Äh, ja. Eben.

Die Darstellerriege kämpft sich wacker durch eine dämliche Geschichte, muss sich mit Kunstblut bekleckern und rennt. Und stolpert. Und fällt. Und kreischt. Und wehrt sich auch mal erfolgreich von Hand gegen das Kroki, das ansonsten selbst gegen Gewehrkugeln immun ist. Ach überhaupt, wieso die dummen Kerle immer wieder ans Ufer sitzen, um ihre Traurigkeit zu zeigen, ist schleierhaft. Aber immerhin bekommt Kroki so was zu fressen.

Fazit: Lake Placid war lustig, aber jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Lake Placid: The Final Chapter ist peinlich von Anfang bis Ende. Von den Dialogen bis zu den grausligen Effekten. Das ist eine Billigproduktion, der man das auch von weitem ansieht. Vielleicht findet man das besoffen cool, nüchtern ist's Chabis.

Die DVD von Lake Placid: The Final Chapter hat keine Extras zu bieten und bringt auch in Sachen Ton und Bild keine neuen Erkenntnisse. Akzeptable Qualität, aber nicht mehr.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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