Journey 2: The Mysterious Island (2012)

Journey 2: The Mysterious Island (2012)

Die Reise zur geheimnisvollen Insel
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  2. 94 Minuten

Filmkritik: Der Countdown läuft - schon wieder!

Boah! Toll! - Was ist? Ich seh nichts!
Boah! Toll! - Was ist? Ich seh nichts!

Der junge Abenteurer Sean Anderson (Josh Hutcherson) empfängt eine verschlüsselte Nachricht, die er mithilfe seines Stiefvaters Hank (Dwayne Johnson), mit dem er sich nicht besonders gut versteht, enträtseln kann. Die beiden erfahren, dass die geheimnisvolle Insel aus Jules Vernes Roman tatsächlich existieren soll. Sean ist davon überzeugt, dass die Nachricht von seinem Grossvater Alexander Anderson (Michael Caine) stammt, der vor zwei Jahren auf der Suche nach der Insel verschwand. Da Sean weiss, dass Jules Vernes Romane nicht nur Fiktion sind, will er sich sofort auf die Suche nach der Insel machen.

*schmacht!*
*schmacht!*

Hank lässt sich auf die abenteuerliche Suche ein und begleitet Sean nach Palau, wo sie den verrückten Helikopterpiloten Gabato (Luis Guzmán) und seine hübsche Tochter Kailani (Vanessa Hudgens) anheuern können. Die Koordinaten der Insel befinden sich jedoch im gefährlichsten Teil des Pazifiks - und prompt stürzt der Helikopter in einem Sturm ab. Die vier Gestrandeten finden sich plötzlich auf der geheimnisvollen Insel wieder, wo Tiere in ungewohnten Grössen zu finden sind und Vulkane Gold spucken. Als sie Alexander finden, währt die Freude jedoch nur kurz - denn die Insel steht kurz davor, im Meer zu versinken. Ein Wettlauf gegen die Zeit und die seltsame Fauna der Insel beginnt...

2008 reisten ein Geologe und sein junger Neffe durch einen isländischen Vulkan und erlebten im Erdinneren Abenteuer mit Dinosauriern und fiesen Riesenpflanzen. Journey to the Center of the Earth stand ganz am Anfang des nun langsam etwas abflachenden 3D-Hypes, als die Technologie den meisten hiesigen Kinos noch gar nicht zur Verfügung stand. Das Rezept war einfach, aber effektiv: Man nehme die fantastischen Werke des Schriftstellers Jules Verne, ein sympathisches Darsteller-Duo, eine simple Story sowie viele Actionszenen und Spezialeffekte. Kein Wunder, dass der äusserst kurzweilige Familienfilm nun eine Fortsetzung erhält.

Journey 2 weicht nur wenig vom alten Schema ab. Auch hier bedient man sich frei bei Verne und bastelt mit vielen Effekten und der schönen Hawaii-Kulisse einen eigentlich recht altmodischen Film, der aber stets zu unterhalten weiss. Von der Besetzung des ersten Films ist nur Josh Hutcherson (The Hunger Games) geblieben, der seine Rolle gewohnt sympathisch verkörpert. Brendan Fraser, der ja seit einigen Jahren kaum mehr positiv auffallen konnte, wurde durch eine etwas grössere Nummer ersetzt: Dwayne "The Rock" Johnson springt als elterliche Aufsichtsperson ein und beweist erneut, dass er körperlichen Einsatz und humoristische Sequenzen gekonnt zu kombinieren weiss. Mit einer erstaunlichen Bereitschaft, sich zum Affen zu machen, lässt er wortwörtlich die Männerbrust tanzen und versucht sich - sogar überraschend erfolgreich - im Singen und Ukulele-Spielen.

Trotz der bekannten Namen auf der Besetzungsliste, von denen besonders Michael Caine (The Cider House Rules) sichtlich Freude an seiner schrägen Abenteuerfigur erkennen lässt, ist die wahre Hauptfigur die Insel selbst. Sie gibt dem Film mit der schrägen Pflanzen- und Tierwelt überhaupt erst das angenehme Abenteuerfeeling. Deshalb ist es fast schade, dass es Ziel der Gruppe ist, so schnell wie möglich von der Insel wegzukommen. Zu gerne hätte man mehr von den herzigen Mini-Elefanten und den vielen Maxi-Viechern gesehen.

Mit seiner sympathischen Darstellertruppe und der kunterbunten Insel bietet Journey 2 ein Retro-Abenteuer im modernen Gewand. Nicht alles sitzt perfekt: Vanessa Hudgens hat wie immer nur einen einzigen Gesichtsausdruck drauf, Luis Guzmán wird zu stark auf comic relief zurückgeschraubt, und die Story ist stets vorhersehbar. Doch der Film nimmt sich nie zu ernst und bietet kurzweilige Unterhaltung für Gross und Klein.

Für einmal enttäuscht nicht einmal der 3D-Effekt. Zwar haben die Macher im Gegensatz zum ersten Teil auf die ganz offensichtlichen 3D-Sequenzen (Fallszenen, tiefe Abgründe) verzichtet. Besonders in der exotischen Umgebung bietet der Film aber eine Menge schöner Tiefeneffekte, und mehrfach duckt man sich unwillkürlich im Kinosessel, wenn einem etwas entgegengeflogen kommt. So sollten 3D-Filme sein!

/ pps

Kommentare Total: 5

yan

Eigentlich gefällt Journey 2 mit wirklich schönen Ideen ganz gut, doch die laschen Gags und die Durchschnittsstory bremsen das Abenteuer gewaltig. The Rock und Michael Cane wissen mit ihrem Konkurrenzkampf zu überzeugen. Hutcherson und Hudgens könnten unpassender nicht sein und Luis Guzman ist der Bremsklotz schlechthin. Mit schrecklickem Overacting geht er tierisch auf die Nerven und wird wohl nur den ganz ganz Kleinen zu gefallen wissen. Alles in allem ist Journey 2 ähnlich wie Teil 1 sehr schön inszeniert und bietet viele schöne Details. Doch leider ist die Geschichte völliger Käse und auch die Darsteller können nur vereinzelt überzeugen.

muri

Filmkritik: Der Ritt auf Biene Maja

El Chupanebrey

Zitat pps (2012-02-22 17:00:00)

Michael Caine (The Cider House Rules)

Interessante Elaborierung. Fast wie beim "Close Up": "Mamma Mia!-Star Meryl Streep..." 😉

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