James Bond - Skyfall (2012)

James Bond - Skyfall (2012)

Oder: Happy Birthday, Mr. Bond

Der im Schatten agiert

Der im Schatten agiert

James Bond (Daniel Craig) steht vor einer harten Knacknuss: Eine mobile Datenbank mit Bildern und Namen aller Undercoveragenten ist gestohlen worden, und die muss er sich nun mit Hilfe von Eve (Naomie Harris) wieder beschaffen. Der Einsatz geht allerdings gründlich schief, denn als M (Judi Dench) den "Shoot to Kill" befiehlt, trifft Eve Bond, der von der Brücke ins Wasser fällt. Ist 007 tot? Chef M beginnt auf alle Fälle schon mal, den Nachlass des verstorbenen Agenten zu regeln und die Todesanzeige zu schreiben.

Das Auto! Schaut auf das Auto!

Das Auto! Schaut auf das Auto!

Bilder der entlarvten Agenten tauchen nun im Internet auf, und auf das Hauptquartier des britischen Geheimdienstes wird ein folgenschwerer Anschlag verübt. M gerät ins Visier der Politiker. Hat sie ihren Laden noch im Griff? Gareth Mallory (Ralph Fiennes), ein hoher Regierungsangestellter, legt ihr den Ruhestand nah. Und nicht nur ihr, denn als James Bond wieder auftaucht, ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Dieser macht sich allerdings auf die Jagd nach den Daten und trifft dabei auf Raoul Silva (Javier Bardem), der einen persönlichen Rachefeldzug gegen England, den MI-6 und, vor allem, gegen M plant. Bond wird zu seinem Spielball, als er seine perfiden Pläne in die Tat umsetzt.


Film-Rating

Vor 50 Jahren startete die Filmreihe rund um James Bond mit dem Abenteuer Dr. No - damals noch mit Sean Connery in der Hauptrolle und "Ursi National" Ursula Andress im Bikini. Diese Zeiten sind vorbei. Und wie es Q im Jubiläumsbond Skyfall ausdrückt, sind das auch die Zeiten der explodierenden Schreibstifte. Der Bond zum Geburtstag, unter der gelungenen Regie von Sam Mendes gedreht, wird einerseits zum Nostalgietrip, andererseits zum hervorragend inszenierten Spektakel, bei dem auch Witz und Gefühl nicht zu kurz kommen.

Bereits nach dem Logo des Filmstudios geht's ans Eingemachte. Bond kämpft sich wie üblich durch einen Vorspann, bevor das Thema von Adele eingespielt wird. Und wer nun denkt, dass sich Bond in einem Sumpf von Action und Bum-Bum versenken lasse, täuscht sich. Natürlich wird geschossen, die Verfolgungsjagten mit Töff und Auto sind stark umgesetzt, und Daniel Craig ist so weit wie nie entfernt von einem aalglatten Bond wie Pierce Brosnan. Er gibt den Agenten stark, tough, aber auch verletzlich und unsicher. Starke Vorstellung. Aber natürlich das sind alles nur Beilagen zu einer Geschichte, die auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär klingt, aber halt doch von enorm guten Schauspielern getragen wird.

Wer Javier Bardem (No Country for old Men) verpflichtet, holt sich Klasse an Bord. In seiner Rolle als Bösewicht geht der Spanier total auf und findet die optimale Mischung zwischen lustig und gefährlich. Da hat sich wohl jemand von Heath Ledger und dessen "Joker" inspirieren lassen. Neben ihm gibt es allerdings noch viele weitere schauspielerische Highlights, die dem Zuschauer ein Lächeln aufs Gesicht zaubern; unter anderem von Ralph Fiennes, "Q" Ben Whishaw und natürlich der im Mittelpunkt der Geschichte stehenden Judi Dench.

Wer das Haar in der Suppe sucht, wird natürlich auch bei Skyfall fündig. Einige Szenen sind zu lang geraten, die Filmdauer mit 143 Minuten setzt gutes Sitzfleisch voraus, und das grosse Finale hätte man sich auch ein bisschen bombastischer vorgestellt - halt à la Classic-Bond, wenn man schon die Jubiläumsausgabe vor sich hat.

Fazit: Über Skyfall gibt es enorm viel Positives zu berichten. Anspielungen an vergangene 007-Abenteuer (Aston Martin!) mischen sich immer wieder in die Story und machen den Film zum fast rundum gelungenen Ereignis. Dazu tolle Darsteller, gute Action und überraschend viel (britischer) Humor, der das Publikum immer wieder zum Lachen anregt - das Gesamtpaket passt, und die Reihe darf gern in dieser Art und Weise weiter gehen.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.5

 

23.10.2012 / muri

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