Gone (2012)

Gone (2012)

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  2. 94 Minuten

Blu-ray-Review: Blondie sucht Bösewicht

Ui Nei Du....
Ui Nei Du.... © Studio / Produzent

Jill (Amanda Seyfried) ist eine junge Kellnerin, die vor einem Jahr entführt wurde. Es gelang ihr zwar die Flucht, aber verarbeitet hat sie diese Erlebnisse nicht. Zumal ihr die Polizei auch nicht wirklich glaubt, was damals passiert sein soll. Nun ist Jill beunruhigt. Denn ihre Schwester Molly (Emily Wickersham) ist weder daheim noch bei ihrem Freund. Und ein bisschen Unordnung und ein liegengelassener Ohrring deuten darauf hin, dass Molly vom selben Kerl entführt wurde, genauso wie Jill damals.

*staun*
*staun* © Studio / Produzent

Wie es dann halt so ist, glaubt ihr auf der Polizeistation kein Mensch. Auch der neue Detective, Peter Hood (Wes Bentley), ist skeptisch und schiebt Jills Aufregung der Tatsache zu, dass sie ihre Erlebnisse (sollten sie denn wahr sein) von damals noch nicht verarbeitet hat. Jill sieht nur noch einen Ausweg: Sie schnappt sich ihre Siebensachen und macht sich auf, den Entführer ihrer Schwester zu finden. Dabei begibt sie sich in tödliche Gefahr.

Was hat Amanda Seyfried nicht schon alles für Rollen gespielt: Ob singend in Mamma Mia, mit schwarzer Kurzhaarfrisur in In Time, mit Megan Fox knutschend in Jennifer's Body oder nun als verstörtes Fräulein in Gone - die Dame hält viel von Abwechslung und zeigt durchaus jeweils ansprechende Leistungen. In diesem Film nützt ihr das aber nichts.

Hier muss sie nämlich überwiegend panisch in die Kamera gucken, rumrennen oder irgendwelchen Indizien nachforschen. Da sie aber, dem Drehbuch sei Dank, trotzdem nicht zur "Heldin" wird und sich der Zuschauer bald mal fragt, was sie denn überhaupt will, bleibt die Figur blass. Das gilt ebenso für die bekannten Darsteller von Nebenfiguren wie Jennifer Carpenter (Dexter) und Wes Bentley (Ghost Rider), die total verbraten werden.

Überhaupt fehlt es dem Film an Thrill und Spannung. Die Ermittlungen von Seyfrieds Charakter sind zwar nett anzuschauen, enden aber in einem tierisch langweiligen Finale, das innert Minutenfrist abgehandelt wird, nachdem man zuvor ein in die Länge gezogenes Telefonat hat anhören müssen. Da sehnt man sich direkt nach einer guten alten Schiesserei zurück... Ausserdem plätschert der Mittelteil vor sich hin, und die Geduld der Zuschauer wird mitunter auf eine harte Probe gestellt.

Fazit: Es ist nicht alles schlecht an Gone, aber so richtig spannend ist das Ganze nicht - zu viel Leerlauf, zu wenig Thrill, und mittendrin ein Charakter, mit dem man nicht so recht warm wird. Da hätten eine bessere, flottere Umsetzung oder ein interessanteres Drehbuch sicher geholfen.

Gone kommt auf Blu-ray in schöner und guter Qualität daher. Zwar ist der Film prinzipiell recht dunkel gehalten, aber das Bild ist auch in diesen Szenen scharf und deutlich. Die stimmungsschwangere Musik ist gut transferiert worden und lässt vor allem in den spannenderen Szenen ihre Klasse aufblitzen. Leider hat man in Sachen Bonusmaterial auf der faulen Haut gelegen. Zwar ist die B-Roll (Kamera hinter der Kamera) interessant, aber daneben sind nur ein paar Trailers anzuschauen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

yan

Gone ist bis auf den total verkackten Schluss eigentlich richtig unterhaltsam. Doch da gerade bei solchen Filmen das Ende eine sehr wichtige Rolle einnimmt, bringt die erste vielversprechende Stunde nur wenig. Gone ist als Gesamtprojekt, genau wie seine Hauptdarstellerin Seyfried, knapp durchschnittlich.

muri

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