Game of Thrones - Season 2 (2012)

Heimlicher Held Nr. 1

Westeros versinkt im Krieg: Nach dem Tod von König Robert Baratheon sitzt sein grausamer Sohn Joffrey (Jack Gleeson) auf dem Eisernen Thron, doch mehrere Parteien wollen ihn stürzen. Beide Brüder des verstorbenen Königs beanspruchen die Krone der Sieben Königreiche für sich. Doch während sich die jungen Ritter um den charismatischen König Renly (Gethin Anthony) scharen, hat sich sein Bruder Stannis (Steven Dillane) mit Melisandre (Carice Van Houten) verbündet, einer roten Priesterin des Gottes R'hllor, die dunkle Kräfte besitzt.


Unsere Kritiken

5.0 Sterne 

» Blu-ray-Kritik


Bilder zum Film

Dieses Bild ansehen
Dieses Bild ansehen
Dieses Bild ansehen
Dieses Bild ansehen
Dieses Bild ansehen

» alle Bilder auflisten


Film-Informationen

Drehorte: USA, Grossbritannien 2012
Genres: Abenteuer, Drama, Fantasy
Laufzeit: 60 Minuten

Regie: Alan Taylor, Alex Graves, Daniel Minahan, Alik Sakharov, David Nutter
Drehbuch: David Benioff, George R.R. Martin, D.B. Weiss, Bryan Cogman, Vanessa Taylor
Musik: Ramin Djawadi

Darsteller: Peter Dinklage, Lena Headey, Maisie Williams, Emilia Clarke, Sophie Turner, Kit Harington, Iain Glen, Jack Gleeson, Michelle Fairley, Alfie Allen, Isaac Hempstead Wright, Rory McCann, Kristian Nairn, Nikolaj Coster-Waldau, Charles Dance, Richard Madden, John Bradley, Aidan Gillen, Conleth Hill, Jerome Flynn

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

Kommentar schreiben

Du musst dich einloggen oder registrieren um einen Kommentar zu schreiben.

24 Kommentare

Ich kenne die Bücher ja nicht, deshalb tappe ich was GoT angeht immer etwas im Dunkeln. In der zweiten Season hab ich mir ein Feuerwerk erhofft und dann enttäuscht festgestellt, dass hier weiter aufgetürmt wird. Die Enttäuschung war von kurzer Dauer, denn GoT ist einfach sauspannend und sehr gut gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie Serie jetzt erst so richtig los geht....und darauf freue mich wie ein kleine Kind.

jo dann wäre doch ein Director's Cut für die DVD-Releases ein möglicher Weg, da hat man keine Sendezeit Beschränkung. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass sie nicht mehr Produzieren können/wollen, doch wenn dieser Trend so weitergeht, macht sich die Serie eher einen Bärendienst... denn in manchen Storylines wurde verhältnissmässig sehr wenig erzählt. Snow hat z.B. kaum mehr gemacht als etwas durch die Eiswüste zu bummeln und fertig. Die Drachenmutter kam auch nur einen kleinen Schritt weiter, während andere nebenbei viele Schlachten gewonnen haben. Von dem her hoffe ich, dass sie sich da mehr Zeit nehmen.

Die Episodenzahl wird auch für weitere Seasons bei 10 bleiben, weil es laut den Machern der Serie schlicht nicht möglich sei, in einem Jahr mehr Folgen zu schreiben und zu drehen. Die Folgen werden aber zunehmend länger. Das "zu viele Storylines, zu wenig Zeit" fällt übrigens in der (noch sehr jungen) 3. Staffel erst recht ins Gewicht.

Die erste Staffel einer TV-Serie hat es immer schwer. Es müssen die Charaktere, die Welt und die ganze Geschichte vorgestellt und eine Handlung geboten werden, die zugleich interessant sowie spannend ist. Game of Thrones hat dies in der ersten Staffel grossartig geschafft und in eine Welt eingeführt, die genau so faszinierend wie vielschichtig ist.

Die zweite Staffel muss nun auf diesem Fundament aufbauen, die Charakteren vertiefen und die Welt weiter entwickeln. Kann jedoch Season 2 die Qualität der ersten halten? Bleibt es genau so spannend wie faszinierend und will man gleich wissen was als nächstes kommt? Fragen die leider nicht durchgehend mit ja beantwortet werden können, denn Season 2 hat selbst wohlgesinnten Augen deutliche Schwächen und wirkt zuweilen beinahe frustrierend. Allerdings soll an dieser Stelle schon gesagt sein, dies ist kritteln auf sehr hohem Niveau.

Die Serie hat in Season 1 einen entscheidenden Sympathieträger verloren, mit dem man die Welt erkundet und auch erlebt hat. Er war der Anker der ersten Staffel, um ihn hat sich vieles gedreht und der wird deswegen auch schmerzlich vermisst. Nun wird man schon in der ersten Episode von Season 2 mit neuen Charakteren überflutet, die man - wenn man Season 1 nicht im Kopf hat, zuerst gar nicht zuordnen kann. Dazu kommt, dass die Staffel nicht nur drei klar unterscheidbare Storylines hat, sondern bis zu 5 und mehr. Dies sorgt dafür, dass man Teilweise beinahe auf bei Soap-Erzählweise angelangt ist, dass gewisse Handlungsstränge pro Episode nur wenig weitererzählt werden und man sich mit wenigen Sätzen abfinden muss. Dies wird mit der Zeit eher frustrierend, denn eigentlich will man mehr über die Welt erfahren, wird dann aber von einem Ort zum anderen gerissen und Neben- sowie neue Figuren nehmen bereits etablierten Charakteren mehr Raum weg als sie wirklich neues hinzufügen.

Darum wirkt Season 2 nicht nur sehr zugestellt, sondern auch gehetzt, weil man das Gefühl nicht los wird, als ob einige Figuren zu wenig gewichtet und die Episoden einfach zu kurz geraten sind, um der dichten Handlung die Zeit einzuräumen, welche sie verdient hätte. Da kann die Umsetzung noch so glaubwürdig sein, es wirkt einfach zerstückelt und gehetzt. Besonders ärgerlich ist dies deswegen, weil einige Neuzugänge im Gegensatz zu etablierten Charakteren sehr blass daher kommen und daher nur mässig interessieren. (Stichwort Iron Ilands und ein weiblicher Ritter)

Fazit: Season 2 wirkt mit seinen 10 Episoden und zum Teil bis zu gefühlten 6 Storylines zu verschachtelt. Einzelne interessante Charaktere gehen unter, während andere trotz mässig interessanter Story dominant wirken. Deshalb geht man letztendlich mit dem Gefühl von der Serie weg, von einem 1000-Seitigem Roman pro Kapitel lediglich einige Sätze gelesen zu haben, anstatt diese wirklich zu vertiefen. Aber letztendlich kommt dieser Frust primär daher, weil man die Welt, die Charaktere und deren Geschichten wirklich erkunden, erleben und erfahren will. Etwas, was äusserst selten geschieht. Dennoch sollten sie für die nächste Staffel entweder die Episodenzahl erhöhen oder die Storylines besser verteilen, denn mit einer solchen Erzählweise sieht man zwar viel, doch die Intensität der ersten Staffel erreicht man so nie, da man viel zuviel springt.

Die Serie ist als Ganzes natürlich spitze. Wenn man sich die Season aber genauer ansieht, finde ich sie doch nicht ganz so gelungen wie die erste - wie in der Kritik steht, finde ich die Dany-Story schlicht zu langgezogen und pointless. Und da ich Season 1 damals eine 5,5 gegeben habe, bekommt diese Season logischerweise eine etwas niedrigere Bewertung. 5 Sterne ist aber noch immer eine sehr hohe Bewertung.