Falling Skies - Season 2 (2012)

Falling Skies - Season 2 (2012 / Serie)

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  3. 42 Minuten

Blu-ray-Review: Utopia ist nett, aber langweilig...

Aber du bist die Ex meines Bruders...!
Aber du bist die Ex meines Bruders...! © Studio / Produzent

Der Kampf des 2nd Massachusetts Regimentes ist aussichtsloser denn je. Der letzte, lang geplante Grossangriff war ein kompletter Reinfall, und trotz grossen Geschützen konnten sie kaum Schaden anrichten. Dennoch hatte man etwas erreicht, denn Tom Mason (Noah Wyle) und Captain Weaver (Will Patton) wurden von den Aliens abgefangen und zu einem Gespräch auf einem der Raumschiffe eingeladen. Nur sehr zögerlich ging Tom auf das Angebot ein und hörte fassungslos zu, wie die Aliens wirklich noch die Frechheit hatten, Verhandlungen vorzuschlagen.

Du hast Hirn an deiner Backe... steht dir gut!
Du hast Hirn an deiner Backe... steht dir gut! © Studio / Produzent

Seit dem Zusammentreffen sind drei Monate vergangen. Das Blatt hat sich endgültig gewendet und der Kampf läuft intensiver denn je. Als Folge davon haben Weaver und die 2nd Mass ein Drittel der Leute verloren, und nun müssen selbst Teenager und Kinder zur Waffe greifen, um die Ränge wieder neu zu besetzen. Bevor die Truppe aber endgültig von feindlichen Einheiten eingekesselt wird, kehrt Tom aus heiterem Himmel wieder zu seiner Familie zurück und trägt düsteres Wissen mit sich. Es kommen dunkle Zeiten auf sie zu, denn die Aliens haben einen ganz diabolischen Plan...

Falling Skies ist eine klassische Survival-Serie, wie sie im Buche steht. Zerstörte Welt, wenig Ressourcen, und irgendwie muss eine Gruppe von 300 Menschen in dem Kontext überleben. Nach der ersten Staffel blieben viele Fragen offen, und irgendwie waren erst in den letzten Episoden überhaupt Ansätze eines grösseren Handlungsbogens zu erkennen. Die zweite Staffel macht zuerst einen dreimonatigen Zeitsprung und führt ab da die Handlung mit einer deutlich verkleinerten Mannschaft (176) fort. Dies ermöglicht nicht nur kompaktere Episoden, da nicht mehr 300 Personen mitgeschleppt werden müssen, sondern gibt den einzelnen Charakteren auch mehr Spielraum.

Umfassende Antworten werden allerdings auch in der zweiten Staffel nicht geliefert, und selbst wenn einige Unklarheiten etwas besser beleuchtet werden, irgendwie bleiben die Aliens ein Fragezeichen und können sich bei bestem Willen nicht als den Übergegner präsentieren. Natürlich ist es hart, dass man die Kinder versklavt, aber letztendlich reicht dies nicht aus, um einen Gegner aufzubauen, der enorm motivlos wirkt, sich aber gleichzeitig von den Menschen ziemlich viel bieten und sich auch regelrecht verheizen lässt. Dies, in Kombination mit den offensichtlichen Budgetlimitierungen sowie einigen ganz ruppigen Animationen, hilft ihnen natürlich auch nicht.

Letztendlich bleiben das Hauptkapital von Falling Skies die Charaktere und deren lange Reise, die sie persönlich und in der kaputten Welt zurücklegen. Dies wird auch in längeren Collagen gezeigt, in denen die verschiedenen Schlüsselfiguren zwischen den klassischen Actionsequenzen noch einige Sätze miteinander wechseln können. So wächst jede Figur über sich hinaus, und selbst wenn Beziehungen immer noch stiefmütterlich behandelt werden, als ob sie ein Fremdkörper in dieser Welt wären, werden sie doch zugelassen und sorgen für Beruhigung und auch Probleme. Dies hebt die Serie letztendlich aus der Versenkung und macht sie nach wie vor faszinierend.

Fazit: Falling Skies - Season 2 führt die Tugenden der ersten Staffel fort und kombiniert eine enorm dünne Handlung mit viel Charakterarbeit, die sich zum Teil auch im Kreis dreht. Letztendlich dümpeln so die zehn Episoden mässig spannend dahin, und da die ganze etablierungs- und Aufbauarbeit wegfällt, wird beinahe zu wenig Substanz geboten, um die Spielzeit interessant zu füllen. Letztendlich besiegelt ein überhastetes und unmotiviertes Seasonfinale eine eher mässige Staffel, die eher ein Schritt rückwärts als vorwärts war. Bleibt zu hoffen, dass die Macher in der nächsten Staffel auf dem Bestehenden aufbauen und nicht nur neue Elemente in den Mix werfen und dann wieder 10 Episoden verbrauchen, um diese zu etablieren.

Die Blu-ray presst die 10 Episoden auf zwei Discs, weshalb die Bildqualität sehr nahe am DVD Niveau ist. Das Bonusmaterial setzt sich neben den üblichen Audiokommentaren nur aus eher mässig interessanten PR-Schnipseln zusammen.

/ db