Continuum - Season 1 (2012)

Continuum - Season 1 (2012 / Serie)

Im Jahre 2077 haben die Megakonzerne die bankrotten Regierungen aufgekauft und die Kontrolle übernommen. Kiera gehört zur Polizei, welche die Bevölkerung im Zaum hält. Liber8 ist eine Gruppe von Rebellen, welche dieses System stürzen wollen. Beide landen durch einen Unfall im Jahre 2012...

Regie
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Darsteller
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Genre
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Laufzeit
45 Minuten
Produktion
2012
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IMDb, TMDb
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Der Kampf gegen Terror bleibt immer gleich

Im Jahre 2077 haben die Megakonzerne die bankrotten Regierungen aufgekauft und die Kontrolle übernommen. Kiera gehört zur Polizei, welche die Bevölkerung im Zaum hält. Liber8 ist eine Gruppe von Rebellen, welche dieses System stürzen wollen. Beide landen durch einen Unfall im Jahre 2012...

Kommentare Total: 3

Nummer1

Diese Serie ist für mich viel zu konventionell und zu durchschaubar, um wirklich zu fesseln. Zudem strotzt sie nur so vor Unlogik, was leider heutzutage immer öfter der Fall ist, da man Logik im Film als zu bindend und anstrengend empfindet.

Zudem wird massiv an klaren Fronten gearbeitet. Die Terroristen sind (zumeist) extrem menschenverachtend und brutal, die Polizistin ist eine zerissene Frau zwischen Heimweh und Stärke. Dass auch sie, genau wie die Terroristen Bestandteil eines Unrechtssystems in der Zukunft ist, wird komplett ausser acht gelassen. Dabei war sie Tag für Tag an der Umsetzung brutaler, ungerechter Gesetze beteiligt.

Dazu kommt eine geradezu lachhafte Personenzeichnung. Während die Person der Polizistin massiv ausgeleuchtet wird, bleiben ihr Gegenwarts-Kollege und das Technik-Genie eher farblos und sehr eindimensional.

Der Kollege ist halt da, latscht brav hinter der Hauptdarstellerin her und wundert sich scheinbar gar nicht oder kaum über die seltsamen Fähigkeiten und enormen Kenntnisse seiner Partnerin. Letztlich ist er einfach anwesend und wird als attraktiver Stichwortgeber genutzt. Der Nerd, mit dem sie fast permanent Kontalt hält, ist momentan nichts weiter als der typische witzige Sidekick, der nicht nur IMMER die perfekte technische Lösung parat hat, sondern auch Humor in die Sache bringen soll.

Es bleibt zu hoffen, dass sie Serie sich endlich entfaltet und all das maue Gehabe der ersten Folgen nur der Auftakt für etwas Grosses sein soll!

pps

Die Serie ist schon interessant, wobei die ersten paar Folgen mit "Police Procedural"-Ton nicht so gut sind wie die letzten paar, die Spannungsschraube zieht da deutlich an. Die fast schon holzhammerartigen Verweise auf die Wirtschaftskrise haben mich aber eher genervt. Die ganze Story hängt sich stark daran auf, das unmoralische Vorgehen und Machtstreben grosser Konzerne anzuprangern, so dass ich mich frage, ob sowas in ein paar Jahren vielleicht nur noch ein müdes Gähnen auslösen könnte. Meiner Meinung nach geht es in der Serie weniger um Angst vor Terrorismus, sondern vielmehr darum, dass diese Terroristen/Aktivisten eben trotz ihrer falschen Mittel doch recht haben könnten. Das ist durchaus interessant, aber letztlich spürt man doch immer wieder den erhobenen Zeigefinger hinter allem, der uns davor warnt, so etwas zuzulassen. Das ist an und für sich eine typische SF-Erzählwiese - zu hoffen ist deshalb, dass Season 2 den Drive der letzten paar Folgen aufnehmen kann und nicht bloss auf Zeigefinger-Modus bleibt.

Die Figuren sind hingegen recht spannend, besondes auf die weitere Entwicklung von Alec und Kellog bin ich sehr gespannt - gerade Kellog ist derart unfassbar und niemals wirklich "den Guten" oder "Bösen" zuzordnen, dass jede Szene mit ihm ein Genuss ist.

db

DVD-Review: Der Kampf gegen Terror bleibt immer gleich

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