Chasing Mavericks (2012)

Chasing Mavericks (2012)

Oder: Die perfekte Welle

Nach der Arbeit...

Nach der Arbeit...

Schon als kleiner Junge ist Jay (Jonny Weston) vom Ozean und seinen Wellen magisch angezogen. Eines Tages rettet ihm Frosty (Gerard Butler), der sich später als Nachbar herausstellt, das Leben. Der leidenschaftliche Surfer zieht die Aufmerksamkeit des Jungen auf sich. Wenige Jahre später ist Jay ebenfalls zu einem Surfer herangewachsen. Sein Durst nach noch grösseren Wellen bringt ihn auf die sogenannten Mavericks, welche bis zu 10 Meter hoch werden und ganz in der Nähe seines Wohnorts Santa Curz gesichtet wurden. Jay weiss, dass nur Frosty ihn lehren kann, wie man einen Maverick surft. Frosty will davon zuerst überhaupt nichts wissen.

... kommt das Vergnügen.

... kommt das Vergnügen.

Erst mit der Zeit öffnet er sich dem Teenager und nimmt seine Rolle als Mentor wahr. Er will Jay während der nächsten zwölf Wochen auf seinen grössten "Ritt" vorbereiten. Dabei muss der junge Surfer nicht nur all seinen Mut zusammennehmen, sondern seine innersten Ängste bezwingen und sich mit diversen anderen Problemen herumschlagen, die ihm das Leben nicht gerade erleichtern. Vor allem die Beziehung zu seiner besten Freundin Kim (Leven Rambin) liegt ihm am Herzen. Die zwölf Wochen schwinden dahin, und es nähert sich Jays grösste Hürde...


Film-Rating

Chasing Mavericks sei eine emotionale Story über gigantische Wellen und unzertrennliche Freundschaften, versprechen die Regisseure Curtis Hanson (L.A. Confidential, 8 Mile) und Michael Apted (James Bond - The World Is Not Enough). Gerard Butler, Elisabeth Shue und Newcomer Jonny Weston spielen die Hauptrollen in der wahren Geschichte des Big-Wave-Surfers Jay Moriarity.

Der Wunsch der beiden Autoren Brandon Hooper und Jim Meenaghan war es, Jays Geschichte möglichst originalgetreu zu erzählen. Das Surfer-Mekka Santa Cruz und die berühmt berüchtigte Half Moon Bay stellen dabei die Schauplätze in Chasing Mavericks dar. Zu Klängen der Butthole Surfers und Dinosaur Jr. wird gesurft, gesurft und nochmals gesurft. Es entstehen einzigartige Bilder und ein Höllenrespekt, sobald knapp zehn Meter hohe Wellen niederdonnern.

Auf der anderen Seite beinhaltet Chasing Mavericks enttäuschend viele Klischeeelemente: den unaufhaltbaren Jungen, den introvertierten Mentor, die alkoholaffine Mutter, den fehlenden Vater, den lokalen Raufbold und das (zu) schöne Mädchen von nebenan. Da die Geschichte in Zusammenarbeit mit Jays Familie und Bekannten zusammengeschustert wurde, geben wir nicht der fehlenden Kreativität von Hollywood die Schuld. Nur verliert das Surferdrama dadurch enorm an Spannung, was die Schauspieler auch nicht ändern können.

Dabei geben Gerard Butler und Elisabeth Shue grundsätzlich eine gute Figur ab, mal abgesehen von kitschigen Dialogen und überdramatisierten Szenen. Jonny Weston besitzt die ähnlich blauen Augen wie Jay und sieht auf dem Brett gut aus - mehr wird von ihm grundsätzlich nicht verlangt. Gerade von Charakterdramen erwartet man viel mehr Zündstoff, Konflikte und unüberwindbare Hürden. Jays Hürde, einen Maverick zu surfen, meistert er. Den Kampf, im Wasser scheinbar unsterblich zu sein, leider nicht. Während des Freitauchens auf den Malediven im Jahr 2001 ertrinkt der leidenschaftliche Surfer.

Fazit: In Chasing Mavericks erzählen Curtis Hanson und Michael Apted die wahre Geschichte der Surferlegende Jay Moriarity. Ein visuell ansprechender und für Surfer sicher interessanter Exkurs, welcher mit der Besetzung punktet, aber durch die allzu bekannten und teilweise einfallslosen Elemente viel zu sehr an emotionaler Spannung verliert.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

15.01.2013 / woc

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