The Cabin in the Woods (2012)

The Cabin in the Woods (2012)

Oder: Gar nicht hölzern

Wo bitte geht's zum Stadion?

Wo bitte geht's zum Stadion?

Die fünf Freunde Curt (Chris Hemsworth), Dana (Kristen Connolly), Jules (Anna Hutchison), Marty (Fran Kranz) und Holden (Jesse Williams) planen einen ganz speziellen Weekendtrip: Curts Cousin beitzt nämlich ein Haus, welches sie besuchen wollen. Endlich mal wieder für sich sein und so richtig feiern ist der Plan. Doch als sie das Anwesen nach einer langen Autofahrt endlich finden, ist die Ernüchterung gross: Die "Hütte" ist nämlich tatsächlich eine Hütte. Genauer gesagt eine ruinenartige Waldhütte, die abgelegen im dunklen Schatten der dichten Bäume steht. Ganz heimelig sieht es hier nicht aus: Knarrende Fussböden und unheimlich skurrile Gemälde an den Wänden begrüssen die muntere Truppe. Doch sie lassen sich dadurch den Spass nicht nehmen und richten sich im Gruselhaus ein.

Im Dunkeln ist gut munkeln

Im Dunkeln ist gut munkeln

Als sich die Jungs und Mädels gerade mit einer Runde "Truth or Dare" vergnügen, springt urplötzlich eine Türe im Boden auf, die in den dunklen Keller führt. Natürlich lässt es sich die neugierige Gruppe nicht nehmen, die dunkle Treppe hinunterzusteigen und das Gewölbe zu durchforschen. Keine so gute Idee, denn was sie finden, macht aus dem geplanten Kurzurlaub einen Horrortrip, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt.


Film-Rating

Die Geschichte um die Veröffentlichung von The Cabin in the Woods ist beinahe so nervenaufreibend wie der Film selbst. Bereits 2009 abgedreht, sollte er ursprünglich von MGM veröffentlicht werden. Als das Studio den Bankrott bekanntgeben musste, wurde der Film zum Verkauf angeboten. Das glückliche Händchen hatte Lionsgate, die den Film nun endlich veröffentlichen konnten. Das Warten hat sich gelohnt, denn The Cabin in the Woods ist ein neuer Meilenstein im Horrogenre, der zu neuen Innovationen aufruft, das Genre sowohl liebevoll ehrt, als auch stark kritisiert.

Man sollte schon ein Genrefan sein, um The Cabin in the Woods richtig geniessen zu können, denn wer die Konventionen in- und auswändig kennt, wird einen Heidenspass an deren Dekonstruktion haben. Es ist dann auch ratsam, so wenig wie möglich über den Film in Erfahrung zu bringen und sich einfach von ihm überraschen zu lassen. Was nämlich im letzten Drittel des Filmes passiert, ist schlichtweg verrückt. Umso mehr enttäuschend ist die erste Hälfte. Die teils witzigen Dialoge pfeffern das Ganze ein wenig, doch die Bösewichte sind arg langweilig und die effektiven Spannungsmomente minimal. Letztendlich kann man dies dem Film jedoch nicht übel nehmen, da die Schwächen durchaus gewollt sind.

Die allerletzten Szenen wirken ein wenig gehetzt und hier wäre ein wenig mehr Zeit zur Reflektion bestimmt angebracht gewesen. Dennoch funktioniert alles auf eine seltsame Weise. Wenn man das Kino nämlich verlässt und sich wirklich Gedanken zu dem Gesehenen macht, wird erst bewusst, wie viele geniale Ideen in ihm stecken und wie viele der Ungereimtheiten und negativen Aspekte eigentlich gar keine solchen sind. Wer sich also gerne genauer mit einem Film beschäftigt, kommt hier voll auf seine Kosten. Es sind jedoch fast zu grosse Ambitionen, die sich Buffy-Erfinder Joss Whedon und Cloverfield-Schreiberling Drew Goddard als Ziele gesteckt hat, um sie vollends befriedigend zu erfüllen und die 95 Minuten sind dazu definitiv zu knapp. Doch das Horrorkino auf den Kopf zu stellen, ist ihnen gelungen und das können wenige von sich behaupten.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.0

 

02.05.2012 / ma

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