Battleship (2012)

Battleship (2012)

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  2. 131 Minuten

Blu-ray-Review: *GluggGlugg* versenkt!

Hauptsache gestylt gegen die Aliens
Hauptsache gestylt gegen die Aliens

Irgendwo in Amerika: Der Versager Alex Hopper (Taylor Kitsch) feiert zusammen mit seinem Bruder Stone (Alexander Skarsgård) seinen Jahrestag in einer Bar. Der Abend endet aber eher unschön, da Alex wegen eines Burritosdiebestahles von der Polizei festgenommen wird. Den Burrito hat er übrigens in einem Supermarkt geklaut, weil er der hübschen Samantha (Brooklyn Decker) gefallen wollte. Sein Bruder, ein hohes Tier bei der Navy, will nun nicht mehr tatenlos zusehen, wie Alex immer wieder Mist baut und schreibt ihn deshalb bei der Navy ein.

"Taschenlampe gefällig?"
"Taschenlampe gefällig?"

Ein paar Jahre später hat auch Alex sich einen hohen Rang erarbeitet und soll bei einer Gefechtsübung auf einem Zerstörungsschiff dienen. Doch die Übung wird plötzlich zur Nebensache, als fünf Objekte vom Himmel fallen, von denen vier in unmittelbarer Nähe der Übung im Ozean landen, während das fünfte Hongkong verwüstet. Nachdem Alex so schlau gewesen ist, eines der abgestürzten Objekte zu berühren, wird von einer fremden Macht eine Barriere errichtet, welche die verschiedenen Schiffe voneinander trennt. Da scheinen wohl Aliens eine Invasion zu planen...

Dass Regisseur Peter Berg eigentlich weiss, wie man gute und unterhaltsame Filme dreht, hat er mit The Kingdom oder auch Welcome to the Jungle bewiesen. Dass nun sein Film Battleship an den Kinokassen floppte, hätte man darum nicht erwarten können. Gut, ein Film, der lose auf einem Gesellschaftsspiel basiert und als Actionspektakel daherkommt? Aber Transformers hat's ja auch geschafft, oder?

Die Geschichte ist für einen Actionfilm eigentlich passabel; nicht zuviel nachdenken, lieber das Millionenbudget verballern und Explosionen am Laufmeter präsentieren. Das wäre eigentlich eine tolle Sache, wird hier aber lachhaft und fast schon peinlich umgesetzt. Die Figuren sind oberflächlich, der böse Gegner bleibt ein Mysterium, und wenn die Veteranen ein Museumsschiff zu den Klängen von AC/DCs "Thunderstruck" aufmotzen, dann muss man sich minutenlang an den Kopf fassen. Haben die das wirklich ernst gemeint?

Die Darsteller tragen überwiegend bekannte Namen. So begleiten wir John Carter Taylor Kitsch in die Schlacht, ärgern uns über die überflüssigen Sprüche von Musik-Häschen Rihanna und wundern uns, dass ein Kerl wie Liam Neeson (Wrath of the Titans, The Grey) tatsächlich hier mitspielt. Mit Brooklyn Decker (Just Go with it) gibt's ein zusätzliches Eye-Candy.

Fazit: Die Action in Battleship ist okay. Es wird explodiert, geballert und in die Luft gejagt, was das Zeug hält. Darum herum wird eine langweilige Story erzählt und immer wieder durch peinliche Szenen (wie die mit dem Cyborg-Veteran) verlängert. So werden die 130 Minuten Filmdauer eine Herausforderung fürs Sitzfleisch. Für Actionjunkies liegt aber sicher ein Blick drin.

Die Blu-ray von Battleship ist technisch auf hochstehendem Niveau. Ton und Bild sind glasklar, und wenn die Action losgeht, wackeln die Wände. Der Sound ist kräftig und kommt bei den entsprechenden Sequenzen voll zum Tragen.

Als Bonusmaterial sind einige tolle Features zum Durchklicken parat: angefangen beim alternativen Ende (das zu teuer war) über die Tour durchs Schiff bis hin zur grossen Vorbereitung des Films. Dazu gibt's kurze Berichte über die Besetzung und die visuellen Effekte, von denen es ja einige zu sehen gibt. Schlussendlich darf auch noch Regisseur Peter Berg für ein kleines Filmchen seinen Kopf hinhalten. Alles informative Clips, die sich nicht nur für Fans des Films lohnen.

Wer gar nicht genug von dem Film bekommen kann, hat zudem die Möglichkeit, mit der Option "Meine Szenen" die besten Sequenzen des Films zu speichern und sich immer und immer und immer wieder anzuschauen...

/ muri

Kommentare Total: 77

Frank sallerie

Ich hab zu dem Streifen so viele Sachen gehabt die man hätte Aufschreiben können und dann fiehl mir ein das der Schinken so viel Diskussion gar nicht Wert ist. Von dem her gibts nur folgendes als Schlusswort.

Hum....so sieht es also aus wenn man in Hollywood eine menge Faulheit samt Ideenlosigkeit mit einem grossen Scheck mischt und sagt "Mach einen Film darauss" 😕

Chemic

"Marketingstunt" Riri hat doch sicher auch eine Stange Geld gekostet, was sich im Anbetracht ihrer doch sehr züchtigen Garderobe ja als ziemlicher Fehlschuss entpuppte.

yan

Ok, vielleicht waren die Effekte nicht sonderlich originell, aber sind sie deshalb günstiger oder gar schlechter. Die Avengers-Effekte waren auch nicht neu oder unglaublich originell. Battleship hatte im Gegensatz zu den Avengers gar noch den Vorteil, dass alles auf dem Wasser, also neues Terrain, vonstattenging. Bei den Avengers, und ich will das dem Film keinesfalls vorwerfen, hatte man durchaus gegen Ende das Gefühl, das gewisse Dinge vom letzten Transformers stammen könnten. Bei Battleship hatte ich jetzt vor allem dank dem völlig anderen Setting weniger das Gefühl.

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