A Very Harold & Kumar 3D Christmas (2011)

A Very Harold & Kumar 3D Christmas (2011)

Harold & Kumar - Alle Jahre wieder
  1. 90 Minuten

Blu-ray-Review: I won't get high

Machete liebt Weihnachten!
Machete liebt Weihnachten! © 2011 Warner Bros. Ent. Alle Rechte Vorbehalten

Kumar Patel (Kal Penn) und sein Kifferkumpane Harold Lee (John Cho) haben sich auseinandergelebt. Der dauerbekiffte Inder verschliesst sich immerzu in seiner Wohnung und versucht möglichst schnell high zu werden. Der schicke Asiate hingegen hat geheiratet und sich mit seiner Ehefrau Maria (Paula Garcés) in einem Traumhaus niedergelassen. Das Ehepaar lädt zum Weihnachtsfest, und Marias komplette Familie mitsamt Papa (Danny Trejo) sind mit von der Partie. Der grimmige Mexikaner ist nicht nur leidenschaftlicher Vater, sondern auch ein grosser Weihnachtsbaumfreund, und so kommt es ihm sehr ungelegen, dass sich Harold bloss einen künstlichen Baum zugelegt hat. Glücklicherweise hat er gleich seine eigene 4-Meter-Tanne mitgebracht.

He is totally not gay.
He is totally not gay. © 2011 Warner Bros. Ent. Alle Rechte Vorbehalten

In der Zwischenzeit bekommt Kumar Post. Ein mysteriöses Paket mit seiner Adresse, aber mit Harolds Namen drauf, steht vor der Haustür. Motiviert, seinen Kumpel wiederzutreffen, macht er sich auf den Weg. Ganz zur Freude Kumars finden die beiden einen gigantischen Joint im Innern des Päckchens. Durch eine Aneinanderreihung von unglücklichen Ereignissen fängt Mr. Perez's Tanne Feuer und wird zerstört. Den Tod vor den Augen, machen sich Harold und Kumar auf die Suche nach einem passenden Ersatz.

Neben den schwer verdaulichen Drogendramen Requiem for a Dream, Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo und Konsorten, gibt es auch immer wieder Filme, die Drogen in einem etwas anderen Licht zeigen. Speziell der Cannabiskonsum wird des Öfteren auf lustige Art und Weise in Filmen thematisiert. Bestes Beispiel hierfür ist How High mit Method Man und Redman. Natürlich gibt es noch unzählige weitere 'Kifferfilme', in denen die Protagonisten ihr Gehirn ausräuchern. Zwei dieser Herrschaften suchen nun bereits zum dritten Mal nach dem absoluten High-Sein: Harold (John Cho) und Kumar (Kal Penn) sind zurück und lassen dieses Mal an Weihnachten die Sau raus. Das Christmas-Special, inszeniert von Todd Strauss-Schulson, ist für Harold-und-Kumar-Fans sicherlich ein weiterer Spass, auch wenn die beiden Kifferbrüder mächtig an Substanz eingebüsst haben.

A Very Harold & Kumar Christmas hat zwar eine hohe Gagdichte, doch nur wenige davon zünden auch wirklich. Sobald Cho und Penn mal die Bildfläche überlassen wird, überzeugt auch der Film, da aber oftmals weitere, ziemlich dämliche Figuren in die oberflächliche Story integriert werden, kommt das Chaos so gut wie nie zur Ruhe. Neil Patrick Harris als falscher Schwuler, eine Horrorknetwelt mit Splattereinlagen, ein klischeebeladener Bösewicht mit strohdummen Bodyguards und ein kleines Mädchen, das ständig unabsichtlich diverse Drogen einnimmt - die Macher versuchten wirklich alles, um den Zuschauern ein Lachen aufs Gesicht zu zaubern. Das Resultat ist dann leider ernüchternd. Statt mit frischem Witz zu punkten, geht der dritte Teil den sicheren Weg und präsentiert eine Komödie vom Blödeltisch, aus der Ecke 'nur völlig bekifft unterhaltsam'.

Fazit: John Cho (Star Trek) und Kal Penn (Epic Movie) bleiben zwar die Hauptstars und machen ihre Sache ganz ok, doch im ganzen Wirbelsturm von bescheuerten Figuren und Filmideen kommen ihre gemeinsamen Kiffermomente viel zu kurz. Weihnachten hin oder her, bei Harold & Kumar gehört dies nun mal dazu. Glücklicherweise hatten John Hurwitz und seine Schreiberkollegen auch ein paar wirklich tolle Einfälle (Wafflebot, Santa), denn sonst wäre aus diesem schwachen Weihnachtswitz eine komplette Gurke geworden.

Die Blu-ray verfügt über ein sattes Bild. Farben und Kontrast lassen keine Wünsche offen. Der Ton fällt weder negativ noch positiv auf, und das Bonusmaterial ist leider ziemlich mager ausgefallen. Zwar darf das Publikum auf eine um 6 Minuten verlängerte Fassung zurückgreifen, die ist aber nur in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln vorhanden. Ansonsten hat man allerlei Füllmaterial dazu gepackt, das weder interessant noch witzig ist. Die 3D-Version ist separat erhältlich und verfügt auch über eine 2D-Fassung.

Yannick Suter [yan]

Yannick arbeitet seit 2010 als Freelancer für OutNow. Sci-Fi-, Horror- und Mindfuck-Filme sind seine Favorites. Wenig anfangen kann er mit Kostümfilmen und allzu prätentiösen Arthouse-Produktionen. Wer aber etwas über äusserst verstörende Filme erfahren möchte, ist bei ihm an der richtigen Adresse.

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Kommentare Total: 3

pradox

so, nun aber fertig! fast schon traurig :s

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Fand den Film wie schon seine beiden Vorgänger recht unterhaltsam, mehr aber nicht. Nur schon Neil Patrick Harris Auftritt ist ein Stern Wert😄.

yan

Blu-ray-Review: I won't get high

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