Star Wars: The Clone Wars - Season 4 (2011)

Star Wars: The Clone Wars - Season 4 (2011 / Serie)

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DVD-Review: Great, another one of those Planets...

Auf in den Krieg!
Auf in den Krieg! © Studio / Produzent

Der Krieg zwischen der Republik, angeführt von Chancellor Palpatine, und den Jedis sowie den Separatisten, die von Count Dooku vorangepeitscht wurden, geht weiter. Dabei machen die Separatisten vor keiner Welt halt und haben nun den Wasserplaneten Mon Cala erreicht. Hier hatten die Mon Calamary und die Quarren bislang ein fragile Balance, die jedoch durch die Ermordung des alten Königs gebrochen worden war. Riff Tamson, der Botschafter der Separatisten, wiegelt den Konflikt weiter auf und sorgt dafür, dass der zukünftige König Lee-Char bald darauf in tödliche Gefahr gerät.

Nicht schon wieder...!
Nicht schon wieder...! © Studio / Produzent

Schliesslich landen die Truppen der Separatisten auf dem Wasserplaneten und der diplomatische Konflikt wird zum offenen Krieg, in dem Anakin und Amidala erneut zwischen die Fronten geraten. Ein knüppelharter Kampf hunderte Meter unter der Wasseroberfläche entbrennt, bei dem Frauen und Kinder genauso in Gefahr sind wie die Klone und die Soldaten der Mon Calamary. Wird es den Jedis gelingen, auch diesen Konflikt zu bereinigen, oder wird eine weitere Rasse ausgelöscht?

Mit dem Verkauf von LucasFilm an Disney wird auch das Clone Wars-Kapitel in den nächsten Staffeln beendet. Das Ziel von 100 Episoden haben sie erreicht, und Berichten zufolge werden sie die wichtigsten Handlungsbögen noch abschliessen, bevor sie sich endgültig den Episoden 7-9 zuwenden wollen.

Die vierte Staffel bietet erneut keine lineare Handlung sondern mehrere in sich abgeschlossene Handlungsbögen, welche wiederum von sehr schwankender Qualität sind. Nach dem Abschluss des Cliffhangers, der sich primär unter Wasser abspielt, muss man sich bis in die Hälfte der Staffel mit Episoden herumschlagen, wo die Hauptcharaktere kaum vorkommen und man sich mit gesichtslosen Klonen und nervenden Doiden herumschlagen muss. Dabei werden zwar wie immer spektakuläre Schlachten geboten, die auch schön anzusehen sind, doch erneut machen sie entscheidende Fehler. Wie soll man sich annähernd für die Klone interessieren, wenn man sie zum einen kaum auseinander halten kann und sie immer noch wie Kanonenfutter verheizt werden? An sich schade, denn grundsätzliche Fragen - wie etwa um Loyalität, Gehorsam und den Unterschied zwischen Soldat und Droid - gehen dabei beinahe unter.

In der zweiten Hälfte überrascht Clone Wars mit durchaus seltenen Exkursen in die düsteren Aspekte des Star Wars Universums und bietet mit der Beleuchtung des Sklavenhandels - wo auch Anakins Mutter verkauft wurde - die wohl düstersten Episoden der ganzen Serie. Ergänzt mit einem Undercover-Einsatz bei Kopfgeldjägern sowie der Rückkehr von Ventress erhält die vierte Staffel eine sehr dichte zweite Hälfte, welche wiederum die guten Qualitäten der Serie zeigt. Leider holen sie dann für das Grande Finale einen eher gesuchten Hauptgegner aus der Versenkung, den man lieber da gelassen hätte, denn es wirkt äusserst gesucht und unglaubwürdig.

Von der Umsetzung her erkennt man erneut, wie sie an der Technik gefeilt haben, und was zu Beginn noch sehr limitiert war, ist in der vierten Staffel so weit ausgereift, dass man beinahe echte Personen einfügen könnte und man würde die Serie kaum von den Live-Action-Episoden unterscheiden können. Dies in Kombination mit viel Liebe fürs Detail und zum grössten Teil wirklich spannenden Geschichten macht die vierte Staffel zu einem guten Paket, das jedoch im Vergleich zum Vorgänger wieder ein Schritt zurück ist, anstatt sich weiterzuentwickeln.

Fazit: Die vierte Staffel wirkt orientierungsloser als der Vorgänger. Nachdem die Hälfte der Staffel mit 08/15-Schlachten verbraten wurde, bietet sie plötzlich mit dem Sklavenhandel, dem Kopfgeld und dem Wiedersehen mit Ventress erstaunlich tiefgehende, düstere und auch brutale Geschichten, welche das Star Wars Universum deutlich vertiefen. Wenn solche Geschichten in den kommenden Staffeln besser mit Füllepisoden kombiniert werden können, wird das Paket perfekt.

Die Blu-Ray bietet brillante Bild- und Tonqualität, sodass die Serie ein echter Genuss ist. Das Bonusmaterial setzt sich aus Besprechungen der verschiedenen Handlungsbögen zusammen, bei denen sich die Macher der Serie sehr offen über die einzelnen Episoden unterhalten und sich auch selber in Frage stellen. Sehr interessant und auch ehrlich.

/ db