Requiem pour une tueuse (2011)

Requiem pour une tueuse (2011)

  1. 91 Minuten

DVD-Review: Sing or shoot

Problem?
Problem?

Lucrèce (Melanie Laurent) ist eine eiskalte Profikillerin. Niemand beherrscht diesen Job so gut wie sie. Sie aber möchte nicht länger auf der Abschussliste stehen. Sie will aussteigen und ein neues Leben mit ihrer achtjährigen Tochter beginnen. In einem Schloss in der Schweiz soll sie aber noch einen letzten Auftrag ausführen und den Opernsänger Alexander Child (Christopher Stills) erledigen. Als Sängerin mischt sie sich unter die Gäste und wird ins Opernensemble eingeschleust. Von dort aus versucht sie langsam und behutsam, zum nächsten Schlag auszuholen.

Auf den Tod!
Auf den Tod!

Als Lucrèce zum Zug kommt und ihr Opfer beseitigen könnte, beschleichen sie aber Skrupel. Sie führt den Job also nicht aus und das Blatt wendet sich. Plötzlich wird sie selbst zur Gejagten. Gefangen in einem Netz aus Intrigen und Täuschungen kann Lucrèce keinem mehr vertrauen. Das Schloss wird zur Arena und es beginnt ein erbitterter Kampf ums Überleben.

Geschichten um Auftragskiller, die ihren Job satt haben und aussteigen möchten, gibt es schon zu Hauf. Letztes prominentes Beispiel: The American mit George Clooney. Auch die Franzosen, angeführt von Luc Besson, scheinen grosse Profikiller-Fans zu sein. Nicht nur mit kultigen Werken wie Léon oder Nikita, sondern auch mit neuen Filmen wie Requiem pour une tueuse sorgen sie dafür, dass das Thema 'Profikiller' noch lange nicht durchgekaut ist.

Frankreichs schönste Versuchung Mélanie Laurent übernahm die Hauptrolle und ist für viele Zuschauer wohl Grund genug, sich den Film anzuschauen. Die 29-jährige Pariserin feierte mit ihrer Rolle als Shosanna in Inglourious Basterds den Durchbruch in Hollywood. In Beginners durfte sie neben Oscargewinner Christopher Plummer ebenfalls ihr Können unter Beweis stellen. In Requiem pour une tueuse ist sie nun wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und versucht, das Maximum aus dem schludrig verfassten Drehbuch zu holen.

Dafür verantwortlich ist Jérôme Le Gris, der nebst der Regiearbeit auch das Drehbuch geschrieben hat. Der Debütant hat zwar Mélanie Laurent ins Boot geholt und so sicherlich Pluspunkte gesammelt, ansonsten ist sein Erstling aber eine Enttäuschung. Dies liegt vor allem daran, dass sich die Handlung immer wieder verfängt: Logiklöcher, Sinnlosigkeit und haarsträubende Charakterzeichnungen sind verantwortlich dafür, dass sich der Zuschauer schnell langweilt und dass sich die eigentlich durchaus nette Idee bald in Luft auflöst.

Fazit: Mélanie Laurent kann einem in Requiem pour une tueuse beinahe leid tun, denn die Französin versucht alles, um dem Film den nötigen Schwung zu verleihen - leider erfolglos. Jérôme Le Gris erstes Werk enttäuscht somit beinahe auf ganzer Linie.

Über Bild und Ton gibt es eigentlich nichts Negatives zu berichten. Solide Arbeit vom Anfang bis zum Schluss. Die Extras hingegen fallen ein bisschen gar trist aus. Ausser einem Making Of, das eher ein kurzer Einblick hinter die Szenerie darstellt und nur auf Französisch ohne Untertitel daherkommt, hat die DVD nichts weiter zu bieten.

/ yan

Trailer Deutsch, 01:26