Real Steel (2011)

Real Steel - Stahlharte Gegner

Real Steel (2011) Real Steel - Stahlharte Gegner

Oder: 9, 10, AUS!

"Keine Angst, jeder kriegt ein Autogramm!"

"Keine Angst, jeder kriegt ein Autogramm!"

Charlie Kenton (Hugh Jackman) ist ein äusserst talentierter Boxer, kann aber keine persönlichen Erfolge mehr erzielen. Der Boxsport im bekannten Sinn hat ausgedient, angesagt sind Hightech-Roboterkämpfe, bei denen hoch entwickelte, belastbare Maschinen gegeneinander antreten. Per Fernsteuerung durch den Menschen tragen sie im Ring ihre Kämpfe aus. Charlie lebt von den Gewinnen, aber oft auch von der Hand in den Mund. Viel Geld hat er selten zur Verfügung.

Der neue Trend: unten ohne mit Stiefeln

Der neue Trend: unten ohne mit Stiefeln

Als er sich nach dem Tod seiner geschiedenen Frau um seinen Sohn Max (Dakota Goyo) kümmern soll, ist er zunächst nur an dem damit verbundenen Geld interessiert. Denn nach ein paar Wochen in der Vaterrolle winkt ihm eine ordentliche Summe für das Abtreten des Sorgerechts. Doch Max lehrt seinen Vater, was es heisst, ein solcher zu sein. In der Begeisterung des Jungen für den Boxsport finden beide eine gemeinsame Grundlage. Als Max den scheinbar veralteten Roboter Atom findet, wird dieser nicht nur unerwartet zur Geld- und Erfolgsquelle, sondern auch zum neuen Champion am Boxhimmel und schweisst Vater und Sohn zusammen.


Blu-ray-Rating

Wer Shawn Levy hört, denkt an Filme wie Night at the Museum oder The Pink Panther - Komödien, die zum Grinsen einladen, aber dann auch bald mal wieder vergessen sind. Nun versucht sich der Mann an einer etwas actionreicheren Story und präsentiert mit Real Steel einen richtig guten Underdog-Film in einem Sportbereich, der etwas gar speziell ist.

Hier boxen nämlich nicht die Darsteller wie Hugh Jackman gegeneinander, sondern deren Roboter. Dass Jackman trotzdem eine gute Figur macht, ist nicht nur seiner Klasse, sondern auch dem Boxtraining von Sugar Ray Leonard zu verdanken. Daneben gibt es auch noch die Geschichte des Vaters, der sich seinem Sohn nähern will und das mit gigantischen Robotern tut. Das is witzig gespielt, ein bisschen kitschig, aber fast durchgehend sympathisch.

Der Film lebt nicht nur von den knallenden Robotern und den harten Fights, sondern auch von den guten Darstellern. Neben Wolverine macht auch Evangeline Lilly (aus Lost) ein passable Figur, und man darf davon ausgehen, dass die Dame noch öfters in grösseren Produktionen eine Rolle finden wird.

Fazit: Es ist nicht alles Gold, was in Real Steel glänzt. Die Story geht den vorbestimmten Weg, überrascht kaum und läuft auf ein Happy End hinaus. Der Weg dorthin ist jedoch flott inszeniert und dürfte auch denjenigen Spass machen, die mit Robotern normalerweise nicht viel am Hut haben.

Real Steel wird auf Blu-ray in beeindruckender Qualität geliefert. Der Ton ist hervorragend abgemischt und bringt das Kampffeeling überzeugend in die heimischen vier Wände. Selbige bringt er auch zum Wackeln, wenn die Kämpfe beginnen und die laut eingestellte Musik zu dröhnen beginnt. Auch in Sachen Bild darf man voll des Lobes sein. Glasklare und scharfe Bilder, die auch in den dunklen Szenen überzeugen. Bravo.

In Sachen Bonusmaterial wird den Fans des Filmes einiges geboten, angefangen bei der schön aufgezogenen Reportage über die Hauptfigur Charlie Kenton und deren Werdegang. Sieht professionell aus, ist aber natürlich nur gestellt. Weiter wird ein Blick hinter die Kulissen der Roboter-Bau-Industrie geworfen, und wir sehen, wie die Giganten gebaut wurden. Der ehemalige Box-Champion Sugar Ray Leonard darf ebenfalls seine Kommentare abgeben, und mit dem Audiokommentar von Regisseur Shawn Levy gibt es noch ein paar Insider-Informationen über den Film und dessen Machart obendrauf. Da ist es auch okay, dass die Pannen vom Dreh nicht wirklich spektakulär sind.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

 

26.03.2012 / muri

Community:

Bewertung: 4.1 (62 Bewertungen)

 

 

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