Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn (2011)

Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn (2011)

Oder: Bart Simpson, das Schwein

Langeweile pur: Märchenfiguren kennen keine Horrorgeschichten.

Langeweile pur: Märchenfiguren kennen keine Horrorgeschichten.

Im Feenreich Rosarien herrscht nach den Ereignissen im letzten Teil wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Prinzessin Lillifee geniesst jeden Tag mit ihren kleinen Freunden und hat überhaupt keine Sorgen. Doch dann erscheint Lillifee im Traum ihre Einhornfreundin Rosalie. Sie sei in grosser Gefahr und möchte nicht riskieren, dass ihrem Baby Lucy etwas passiert. Deshalb möchte sie, dass Lillifee sich um Lucy kümmert. Als der Traum vorbei ist und die Prinzessin ihre Augen wieder öffnet, sitzt plötzlich das kleine Einhorn aus ihrem Traum in ihrem im Bett.

"Ich will auch Kleider tragen!"

"Ich will auch Kleider tragen!"

Natürlich sorgen sich alle im Feenreich liebevoll um das kleine Tier. Doch als Lucy ein heilloses Chaos anrichtet, beschliesst Lillifee, Rosalie zu suchen. Zusammen mit ihren Freunden, dem Schwein Pupsi (mit der Stimme des deutschen Bart Simpson) und dem Igel Iwan begibt sie sich auf eine gefährliche Reise in ein Königreich, in welchem ein fieser Eisprinz regiert, der die ganze Landschaft mit Eis bedeckt hat.


Film-Rating

Um Gewinne zu maximieren, versuchen die grossen Animationsstudios wie Pixar und DreamWorks, ihre Filme so massentauglich wie nur möglich zu machen. Die Kleinen sollen dabei gleich unterhalten werden wie ihre älteren Begleiter. Zwar hat die erste Gruppe manchmal Probleme, zu verstehen, weshalb das Mami oder der Papi gerade lacht, aber dies ist zweitrangig - Hauptsache beide kommen zufrieden aus dem Kinosaal. Diesen Anspruch hatte das Team um Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn definitiv nicht. Der Film ist exklusiv für kleine Mädchen gemacht: Glitzer, pinke Farben, und natürlich darf ein Prinz auch nicht fehlen.

Damit hat sich nicht viel verändert seit der ersten Verfilmung der Kinderbücher von Monika Finsterbusch. Wieso auch, war der erste Teil doch ein Erfolg und eine Fortsetzung so unvermeidlich. Vorgestellt werden die Figuren hier nicht mehr, sodass man schon Teil eins gesehen haben sollte. Die Bilder sind putzig zum Anschauen, die Figuren geben leicht verständliche Sätze von sich und bringen mit Slapsticknummern Kinder von vier bis acht Jahren zum "Giggelen". Als Erwachsener sollte man nicht zu viel darüber nachdenken, denn die Lösung des Lucy-Problems wäre um einiges einfacher als es im Film dargestellt ist.

Das Werk ist letzen Endes nicht mehr und nicht weniger als ein harmloser Spass für Kinder, die sich nach dem Kinobesuch eins der vielen kleinen Tiere als Plüschtier für unter den Weihnachtsbaum wünschen werden. Den Erwachsenen hingegen wird reichlich wenig geboten. Die werden sich während des Filmes zurückerinnern an Zeiten, in denen sie mit ihren eigenen Eltern ebenfalls in die Kindervorstellungen gingen und solche Filme ansehen durften. Doch damals zahlte man noch deutlich weniger fürs Kinobillet, und so stellt sich Frage, ob man nicht in etwas investieren möchte, von dem man selbst auch was hat. Beantwortet wird dies von den strahlenden Kindesaugen vor und nach dem Kinobesuch von Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn. Und das war es letzten Endes eben doch wert, oder?!


OutNow.CH:

Bewertung: 3.5

 

07.10.2011 / crs

Community:

Bewertung: 3.3 (2 Bewertungen)

 

 

» Deine Wertung?

Kommentare:

1 Kommentar