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Mr. Popper's Penguins (2011)

Mr. Poppers Pinguine

Mr. Popper's Penguins (2011) Mr. Poppers Pinguine

Oder: "Da chunt mer ja Vögel über!"

Netter Seifenspender

Netter Seifenspender

Als kleiner Junge wartete Tom Popper (Dylan Clark Marshall) oftmals stundenlang vor seinem Funkgerät, bis sein Vater, ein Abenteurer, sich wieder einmal zu Wort meldete. Als erwachsener Mann kann es sich Tom (Jim Carrey) jedoch nicht mehr leisten, vor einem Funkgerät herumzulungern, denn er verbringt seine Zeit lieber damit, als Geschäftsmann erfolgreich zu sein. Für seine Familie hat er dadurch kaum noch Zeit, weshalb seine Ehe bereits in die Brüche ging. Als Toms Vater stirbt, hinterlässt dieser ihm seinen wertvollsten Schatz.

Pinguin Messi

Pinguin Messi

Tom staunt nicht schlecht, als er nach dem Öffnen der gelieferten Box plötzlich einen Pinguin vor sich sitzen hat. Da er mit dem Tier nichts anzufangen weiss, möchte er es natürlich so schnell wie möglich wieder loswerden. Doch anstatt einer neuen, leeren Box zum Abtransport, wird ihm eine weitere mit Inhalt geliefert. Der Inhalt: Fünf weitere Pinguine. Für die zwei Kinder von Tom sind die Vögel natürlich das Grösste, weshalb ihr Vater entscheidet, die Tiere den Kindern zuliebe zu behalten. Eine Entscheidung, die er noch bereuen wird...


Film-Rating

In Zeiten, in denen Kreativität nicht mehr das Hauptkriterium Hollywoods ist, wenn es darum geht einen Film zu drehen, greift man vermehrt auf bekannte Geschichten zurück. Diese versprechen den grossen Studios meist einen starken Umsatz. Neustes Beispiel ist Mr. Popper's Penguins: eine Kindergeschichte, welche von Richard und Florence Atwater geschrieben und 1938 veröffentllicht wurde. Mit der Starpower von Jim Carrey konnte bei der filmischen Umsetzung aus der Sicht der Produzenten wohl kaum noch etwas schief gehen - wie sich beim fertigen Produkt herausstellt, konnte es das aber doch. Denn ausgerechnet die putzig gedachten Pinguine können dem Film ihren Stempel nicht aufdrücken und lassen das Ganze zur Carrey-Show werden, wobei der Komiker leider nur mit angezogener Handbremse blödeln darf.

Wohl nicht zuletzt dank La Marche de l'Empereur haben Pinguine einen unwiderruflichen Jöö-Faktor. Die Tiere in diesem Film jedoch bestätigen dies - manche würden es ein Klischee nennen - nur sehr selten. Sie fauchen, furzen und entleeren sich - die Zuschauer dürfen bei allem Zeuge sein. Vor allem das Fauchen wird die Kleinsten wohl eher erschrecken. Es ist zwar durchaus realistisch, dass sie ihrem neuen Besitzer die Zähne zeigen, aber wenn der Rest des Filmes schon familienfreundlich ausgelegt ist, dann hätten es die Pinguine durchaus auch sein können.

Das Problem, welches man Carrey schon seit längerem nachsagt, ist, dass er nur zwei Arten von Rollen beherrscht: die des Grimassenkönigs à la Ace Ventura und die des verletzlichen Mannes wie in Eternal Sunshine of the Spotless Mind. Alles, was sich zwischen diesen beiden Polen befindet, liegt ihm weniger - und so verhält er sich auch mit Popper. Nur ganz am Schluss darf er etwas blödeln. Sonst ist er zu brav in seinem Bestreben, ein besserer Mensch zu werden.

Fazit: Mr. Popper's Penguins ist vorhersehbare Familienunterhaltung nach Schema F, welche nur sehr wenige Highlights zu bieten hat, dafür aber unanständige Pinguine, aus denen man jedoch viel mehr hätte machen können. So ist der Film zu sehr auf Realität getrimmt und verfehlt damit den Magie-Touch seiner Vorlage. Die Idee, das Guggenheimmuseum als Pinguinrutschbahn zu verwenden, ist aber toll. Mehr solche Szenen hätten dem Film definitiv gut getan.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.5

 

20.06.2011 / crs

Community:

Bewertung: 2.9 (16 Bewertungen)

 

 

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