Moneyball (2011)

Moneyball (2011)

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  2. 133 Minuten

Blu-ray-Review: Don't stop believin'!

Meet Mr. Beane
Meet Mr. Beane © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH

Die Oakland Athletics sind ein traditionsreiches Baseball-Team, das seine besten Zeiten längst hinter sich hat. Heute, im Jahr 2002, kann sich die Mannschaft mehr schlecht als recht über Wasser halten; und ist sie mal etwas erfolgreich, werden die besten Spieler am Ende der Saison von grösseren Clubs weggekauft. Denn finanziell werden kleine Brötchen gebacken, der Club weist das geringste Budget der gesamten Liga auf. Keine einfachen Voraussetzungen für Manager Billy Beane (Brad Pitt), der beim Besitzer regelmässig abblitzt, wenn er um höhere finanzielle Unterstützung bittet.

Die Zuschauerzahlen waren auch schon besser.
Die Zuschauerzahlen waren auch schon besser. © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH

Doch Not macht erfinderisch, und so stellt Billy den jungen Yale-Absolventen Peter Brand (Jonah Hill) als Assistenten ein. Dieser hat für das Scouting ein spezielles System entwickelt, das auf Statistiken und Formeln beruht. Zum Leidwesen der etablierten Scouts und von Chefcoach Art Howe (Philipp Seymour Hoffman) vertraut Billy seinem jungen Assistenten und beginnt, sich systematisch ein Team zusammenzustellen, das aus lauter vermeintlich durchschnittlichen Spielern mit guten statistischen Werten besteht. Die ersten Misserfolge scheinen Billys Kritikern allerdings Recht zu geben. Doch er gibt nicht so schnell auf...

Michael Lewis schrieb das Buch, Bennett Miller (Capote) führte Regie und sechs Oscarnominationen schauten dabei heraus - allerdings kein Gewinn. Im Film geht's um Baseball, ein Zahlensystem und eine Mannschaft, die den amerikanischen Traum durchläuft. Moneyball heisst er und bietet ausserdem Brad Pitt in Hochform.

Natürlich wissen wir Filmfans seit Jahren, dass grosse amerikanische Sportgeschichten im Kino gut ankommen. Sei es beim Eishockey (Miracle) oder beim Football (Remember the Titans): Wenn Underdogs Gas geben, dann lacht das amerikanische Herz, und bei Moneyball hat es jede Menge Grund dazu. Denn nicht nur ist die Story interessant und faszinierend, die Darsteller tun ihr Übriges, dass auch Sportbanausen und Baseball-Laien ihren Spass dran haben.

Angeführt wird die toll aufgelegte Truppe von Brad Pitt, der seine Rolle leichtfüssig und überzeugend spielt. Ihm auf den Fersen ist Jonah Hill. Er darf für einmal auch mehr zeigen als in Filmen wie Superbad und Konsorten. Und das nützt er für eine starke Vorstellung. Über Philip Seymour Hoffman müssen wir eh nicht diskutieren. Er ist ein Garant für gute Filme und passt wunderbar in diesen Film, auch wenn seine Rolle keine grosse ist.

Fazit: Moneyball ist weder ein reiner Sportfilm noch ein pures Drama, sondern eine gelungene Mischung beider Filmarten: ein bisschen Sport, viel Taktik, tolle Darsteller, aber auch Dialoge, die mit der Zeit anstrengend werden können. Wer auf Underdog-Geschichten steht, wird hier Freude haben.

Die Blu-ray von Moneyball bietet herrliche Bildqualität, die scharf und sehr sauber transferiert wurde. Auch in Sachen Ton wird hohe Klasse geboten. Stark und kräftig kommen die Dialoge, und wenn's im Stadion zur Sache geht, dann rumpelt's auch im Wohnzimmer. Beim Bonusmaterial lohnt sich vor allem ein Blick in die Machart des Films und das Porträt des echten Billy Beane. Dazu sind noch Versprecher anklickbar, und auch ein paar entfallene Szenen werden angeboten.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 7

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Moneyball erfüllte sämtliche Erwartung. Die Story wurde interessant umgesetzt, man erhält spannende Szenen hinter der Baseball Kulisse und die Akteure spielen allesamt authentisch. Auch für Baseball Muffeln (mich einbeschlossen) trotzdem sehenswert. Für mich nach Any Given Sunday der beste Sportfilm, den ich bis dato gesehen habe.

muri

Blu-ray-Review: Don't stop believin'!

yan

Moneyball ist in erster Linie ein Sportfilm, der für einmal Klischess auslässt. Keine farbigen Aussenseiter, die es zu integrieren heisst und auch keine politischen Hintergründe. Hier geht es mehr um Erfolg und Misserfolg. Schauspielerisch zählt Moneyball zum Stärksten im Jahr 2011. Mit Brad Pitt (unglaublich!!), Jonah Hill und P.S. Hofmann sind hier auch starke Kaliber am Werk. Die Story an sich ist nicht unbedingt hochstehend spannend, doch dank der packenden Inszenierung und den wunderbaren Dialoge ist Moneyball auch über die längere Spielzeit zu jederzeit ein Leckerbissen. Die grösste Stärke des Films ist aber die Tiefe der Figuren, die wunderschön zum Tragen kommt. Moneyball ist ein toller Sportfilm geworden, denn man trotz der Sportart auch hier gesehen haben sollte.

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