Mega Python vs. Gatoroid (2011)

Mega Python vs. Gatoroid (2011)

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  2. 91 Minuten

Blu-ray-Review: Tiffany vs. Debbie Gibson

Rotschopf vs. Blondie
Rotschopf vs. Blondie © Studio / Produzent

Dr. Nikki Riley (Debbie Gibson) ist Tieraktivistin und setzt im Sumpf gefrässige Pythonschlangen aus. Die fressen nicht nur die örtliche Fauna, sondern greifen auch die einheimischen Menschen an. Diesen Monstern muss Einhalt geboten werden, und genau das macht nun Terry O'Hara (Tiffany). Sie weiss, dass der natürliche Feind der Python der Alligator ist und beginnt diese Viecher mit Steroiden zu füttern - mit dem Effekt, dass sich nun nicht nur gigantische Schlangen, sondern ebenso grosse Alligatoren durch die Sümpfe bewegen.

Wer putzt das jetzt auf?
Wer putzt das jetzt auf? © Studio / Produzent

Bald ist nicht mehr nur der Sumpf Ort blutiger und brutaler Kämpfe zwischen Gator und Schlange. Die Viecher, inzwischen so gross, dass sie ganze Züge verspeisen können und ("Asylum")-Zeppelins vom Himmel holen, nehmen nun auch die Stadt ins Visier. Hier müssen die sich angiftenden Damen Riley und O'Hara endgültig zusammenarbeiten, um sich selber zu retten und die bissigen Reptilien in Schach zu halten, respektive um ihnen mittels Bombe den Garaus zu machen.

Es gibt Mega Shark vs. Giant Octopus, Dinocroc vs. Supergator oder Boa vs. Python: alles Filme, in denen gigantische Viecher aufeinander losgehen. Nun kommt der nächste Trash-Reisser dieser Art. Er nennt sich Mega Python vs. Gatoroid und bietet reinstes Trashvergnügen mit himmeltraurigen Effkten, schlechten Darstellern und einer lächerlichen Story - aber mit überraschend grossem Spassfaktor.

Auch diesmal suchen die Macher einen Aufhänger, um Monster aufeinander loszulassen. Für einmal sind's Steroide in kleinen Hühnchen, welche den Alligatoren zum Frass vorgeworfen werden. Und da die Gators Eier legen (steroidgefüllt) und die Schlangen diese fressen (böse Viecher...), sind beide Spezies bald herrlich gross und wahnsinnig schlecht animiert. Sogar die Fleischstücke, die vom Himmel fallen, sind erbärmlich. Trotzdem: Es macht halt einfach Spass, diesem Quatsch zu zuschauen. Und wenn die dralle Tiffany auf Debbie Gibson trifft, dann verkommen die Tierchen fast zur Nebensache.

Nein, wenn zwei ehemalige Sängerinnen und Sternchen der Achtzigerjahre aufeinanderprallen, dann darf man einfach keine guten Leistungen in Sachen Schauspiel erwarten. Auch dass die beiden bei ihrem Fight übers Festbankett gedoublet worden sind, macht das Ganze nicht besser. Immerhin sehen beide Damen noch anständig aus, auch wenn es Tiffany mit dem Lipgloss regelmässig übertreibt.

Fazit: Mega Python vs. Gatoroid aus dem Hause Asylum ist ein richtig trashiges Teil geworden, das die gewohnt schlechte Geschichte mit noch mieseren Animationen kreuzt, aber trotzdem Spass macht. Es gibt viel zu lachen (Gators beim Krafttraining...) und noch mehr zum Kopfschütteln. Aber ehrlich, wenn eine Dame aus dem fliegenden Helikopter in einen flachen Tümpel fällt (auf den Rücken) und dann aufsteht, als wenn nichts geschehen wäre, dann grinst man unweigerlich mit...

Mega Python vs. Gatoroid ist nun auf Blu-ray erhältlich und bietet schön klares und sauberes Bild, während der Originalton ebenso gut und verständlich daherkommt. Da leider Untertitelspuren fehlen und die deutsche Version gewohnt dumpf daherkommt, lohnt sich einmal mehr die englische Fassung. Als Extras wurden ein kleines Making-of sowie eine Bildergalerie paratgestellt. Aussagekräftig sind sie aber nicht wirklich. Als Abschluss gibt's die obligate Trailershow.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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