Kung Fu Panda 2 (2011)

Kung Fu Panda 2 (2011)

Oder: Rettet die Häschen!

En Garde!

En Garde!

Lang ist's her, seit der Pfau Shen (Stimme: Gary Oldman) eine Stadt regieren sollte, sich aber dafür entschied, sich das ganze Land untertan zu machen. Eine Wahrsagerin hatte ihm vorausgesagt, dass ein schwarz-weisser Krieger ihn eines Tages besiegen würde, worauf Shen alle Pandas vernichten liess. Alle? Nein, denn Drachenkrieger Po (Stimme: Jack Black) hat sich inzwischen zur Hoffnung eines ganzen Landes emporgekämpft und sorgt mit seinen "Furious Five" für Recht und Ordnung.

Weltrekord!

Weltrekord!

Als Po von Meister Shifu (Stimme: Dustin Hoffman) in die Kraft des inneren Friedens eingeführt werden soll (und sich dabei mehr als tollpatschig anstellt), schlägt Shen zu. Er hat alles Eisen sammeln lassen und eine grosse Kanone gebaut. Mit deren Feuerkraft soll sich ganz China vor ihm verneigen und Shen fürchten. Und als er den ersten grossen Kung-Fu-Meister aus dem Weg räumt, machen sich Po und seine Kumpels auf, eine Schlacht zu schlagen, die sie eigentlich kaum gewinnen können. Dabei lernt Po erst noch, woher er genau kommt und warum sein Vater eine Ente ist...


Film-Rating

Als 2008 ein dicker, ungeschickter, aber lustiger Pandabär in Kung Fu Panda die Kinokassen füllte und die Herzen der Zuschauer eroberte, war klar, dass die Story rund um Po, Tigress und Master Shifu weitergehen würde. Nun kommt die Fortsetzung mit dem Titel Kung Fu Panda: The Kaboom of Doom daher und überrascht. Denn es ist nicht etwa eine lau aufgewärmte Geschichte oder Charaktere ohne Entwicklung. Das Sequel rockt! Definitiv!

Natürlich (und glücklicherweise) steht unser Pandabär auch im zweiten Abenteuer im Mittelpunkt, schusselt sich durch die Actionsequenzen, trifft seinen Erzfeind (die Treppe) und geht charakterlich sogar etwas tiefer als erwartet. Wir erfahren, wo er herkommt, was damals geschehen ist und kriegen zudem viel Witz und Slaptstick um die Ohren geschmissen. Zwar sind einige Szenen etwas gar dunkel geraten, aber wenn Jack Black und mit Abstrichen auch Seth Rogen (als "Mantis") ihre Sprüche klopfen, dann ist das einfach granatenstark.

Für diese Fortsetzung (ein dritter Teil ist nur eine Frage der Zeit) hat man die gleichen, bekannten Sprecher des Originals wieder verpflichten können. Neben Angelina Jolie oder Jackie Chan geben hier auch Bösewicht Gary Oldman sowie Jean-Claude Van Damme ihre Stimmen her. Vor allem Oldman als böser Pfau ist gnadenlos gut gelungen. Endlich mal ein ebenbürtiger Gegner für den Helden, der nicht nach der ersten Konfrontation schon seinen Schwanz einzieht.

Der Film ist verbreitet in 3D zu sehen, und für einmal macht das sogar richtig Spass. Viele Szenen sind optimal gemacht für die dritte Dimension und zeigen, dass man eine spannende Story erzählen kann, ohne dabei auf typische 3D-Momente zu verzichten. Ist lustig. Ebenso, dass die Rückblicke in der Story durch klassische Zeichentrick-Elemente ersetzt wurden. Ein schöner Effekt, der nicht nur gelungene Bilder bietet, sondern auch zeigt, dass die "alte" Technik auch heute noch ihren Platz hat.

Fazit: Kung Fu Panda: The Kaboom of Doom ist überraschend gut geworden, überzeugt als Gesamtpaket und mit hervorragenden Animationen. Der Witz ist ein bisschen subtiler eingesetzt, knallt aber trotzdem rein. Die Charaktere bekommen (mehr) Tiefe, und die Bilder sind toll. Da müssen sich die sich die Cars 2 mächtig anstrengen, wenn sie sich den Titel des besten Animationsfilms des Sommers sichern wollen.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.0

 

07.06.2011 / muri

Community:

Bewertung: 4.6 (69 Bewertungen)

 

 

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