Green Lantern (2011)

Green Lantern (2011)

  1. , ,
  2. 114 Minuten

Filmkritik: Grün ist die Farbe der Hoffnung

Peter Parker wäre neidisch!
Peter Parker wäre neidisch! © Warner Bros. Ent.

Der Testpilot Hal Jordan (Ryan Reynolds) wird eines Nachts durch eine mysteriöse Macht auf eine im Wasser abgestürzte Raumkapsel aufmerksam. Erst während seiner Hilfsmassnahmen bemerkt Hal, dass es sich bei dem Raumfahrer um einen Ausserirdischen handelt. Dieser drückt ihm kurz vor seinem Ableben einen grünen Fingerring und eine ebenso grüne Laterne in die Hand. Geschockt nimmt Hal die Utensilien an sich und wird beim Herumexperimentieren auf den weit entfernen Planeten Oa geführt.

"Trinkst du jetzt nur noch Grüntee?"
"Trinkst du jetzt nur noch Grüntee?" © Warner Bros. Ent.

Ein gewaltiger Feind dezimiert die Grünen Laternen, und Hal ist dazu auserkoren, den Kampf gegen das ultimative Böse aufzunehmen. Als Grüne Laterne hat er die Kraft, mit seinen Gedanken alles lebendig werden lassen zu können. Mittlerweile ist die Regierung mit dem Wissenschaftler Hector Hemmond (Peter Sarsgaard) auf den gestrandeten Ausserirdischen aufmerksam geworden. Hal muss feststellen, dass das Leben seiner Jugendliebe Carol (Blake Lively) ebenfalls in Gefahr ist...

Das Timing für die Comicadaption Green Lantern könnte nicht besser sein. Lang ersehnt und nun pünktlich zum Sommerbeginn kommt der "grüne" Superheld auf den Big Screen - natürlich in 3D. Ein Actionspektakel für Gross und Klein, das den Vorgeschmack auf Blockbuster-Konsorten wie Transformers: Dark of the Moon versüssen sollte. Süss sind die Special Effects und Blake Livelys Muttermal. Der Rest ist trotz klingelnder Kassen sogar für Fanboys zu harmlos produziert.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Green Lantern (für den Film diente die Story Secret Origin als Vorlage) den Weg in die Kinos fand. Bereits 1997 wurde ein Drehbuch in Auftrag gegeben, und etliche bekannte Gesichter für den Regiestuhl und die Hauptrolle wurden in Betracht gezogen. Mit Ryan Reynolds wurde nun der ultimative Hauptdarsteller und mit Martin Cambpell der ultimative Regisseur gefunden. Frauenschwarm Reynolds verleiht dem Charakter Hal Jordan gerade mal ein hippes Gesicht und viel unfreiwilligen Humor. Gespielin Blake Lively gibt sich Mühe, ihre Zeilen emotional rüberzubringen. Zum Glück wurde mit Peter Sarsgaard ein Antagonist gewählt, der dem neuesten Superhelden ein wenig mehr Ernsthaftigkeit aufdrückt und damit auch die oberflächlich aufgezogene Kombination Reynolds/Lively überspielt.

Dass bei dieser konventionellen und von Warner Bros. familienfreundlich getrimmten Story keine grosse Spannung aufkommt, ist nach wenigen Minuten erkennbar. Die 3D-Effekte bewegen sich auf akzeptablem Niveau. Szenen auf dem Planeten Oa sind nett anzusehen - aber irgendwie kann der Funke nicht ganz überspringen. Spätestens beim biederen Motion Capturing der Charaktere Sinestro und Kilowag verliert Green Lantern auch auf technischer Seite an Punkten.

Fazit: Green Lantern macht sich mit dünner Story und nichtsaussagendem Cast keine grossen Freunde. Allein der 3D-Effekte wegen lässt sich heute kaum jemand mehr vom Hocker reissen. Es bleibt bei einer recht durchschnittlichen Comicadaption mit einem Helden, der Christopher Nolans Batman (auch wenn der Verglech weit hergeholt ist) nicht im entferntesten das Wasser reichen kann.

Christian Wolf [woc]

Christian arbeitet seit 2009 als Freelancer bei OutNow. Er mag ultradüstere Filmperlen und süffige Survival Horror Games. Animationsfilme sind ihm ein Gräuel. Christian vertritt als Einziger den smoothen Berner Dialekt im Team.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Instagram
  6. Letterboxd

Kommentare Total: 22

()=()

Ne, das war definitiv nichts. Wegen dem fehlenden Charme, was andere Superheldenfilme ausmachen, wirkt hier alles zu gekünstelt. Aber das bleibt nicht die einzige schwäche von Green Lantern. Die Effekte sind schwach bis mittelmässig (am Anfang fühlte ich mich wie in einem Animationsfilm), der Schlusskampf ist schlapp und der Bösewicht sehr lächerlich. Immerhin kann Reynolds in der Hauptrolle überzeugen

Frank sallerie

Okay, ich hab den Streifen heute endlich mal gesehen...wow was ein Haufen Müll.
Die Typen die hier Regier gestanden haben müssen sich echt Bemüht haben nie auch nur eines der Comics in die Hand zu nehmen sonst hätten die nicht solch einen Käse Produziert.

Ich könnte mich jetzt so lange darüber auslassen wieso die Ringe Wirklich eine Gelbschwäche haben und wieso der Ring den man Sinestro in die Hand drückt ein weiterer Fehltritt des Drehbuches gewesen ist...aber wisst ihr was. Nö, der Streifen lohnt echt nicht das man sich drüber Aufregt dafür ist mir die Comicvorlage echt zu Schade.

Nur so viel kurz am Rande was ich Persönlich schon als offensichtlichsten Beweis ansehe das die Regie echt keinen Plan von der Materie hatte. Die Gebilde der Green Lanterns können NUR Grün sein.
Nun schaut euch mal die Dinge an die Hal bei jeder 2. Gelegenheit erschafft. 😄

RandyMeeks

Da ich die Comics von Green Lantern nicht kenne, kann ich diesbezüglich nicht mitreden.
Aber den Film fand ich in Ordnung. Da wäre sicher noch mehr drin gewesen, hoffe auch, das wird sich dann in einem Sequel entfalten.

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen