Goon (2011)

Goon (2011)

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  3. 92 Minuten

Blu-ray-Review: Immer mitten in die Fresse rein!

Doug (Seann William Scott) ist nicht der hellste Kopf unter der Sonne und hat sich dadurch von seinen Eltern entfernt, die ihn gerne an einer Universität gesehen hätten. Stattdessen arbeitet der gute Junge als Rausschmeisser in einer Bar. Als er eines Nachts in einen Kampf mit einem Eishockeyspieler verwickelt wird, entscheidet er diesen in wenigen Sekunden für sich. Für das Team der "Halifax Highlanders" scheint dieser Grobian der perfekte Prügler zu sein.

Doug wird zur Helden der Mannschaft, prügelt sich regelmässig mit den Gegnern, schlägt Zähne aus und ist in seinem Element. Und seit der Mann die Fäuste sprechen lässt, gewinnt auch das Team. Doch wie in jeder Sportlerkarriere ist auch hier irgendwo ein Mann, der Dougs Spezialitäten noch besser beherrscht und sich bald unserer Mannschaft stellt. Das grosse Duell gegen Ross Rhea (Liev Schreiber) steht an und wird darüber entscheiden, wohin die Karriere von Doug "The Thug" Glatt läuft.

Wenn wir über Eishockeyfilme reden wollen, kommen wir bald auf Slap Shot zu sprechen. Und wer waren dort die heimlichen Helden? Richtig, die Hanson-Brüder, die hauptsächlich auf dem Eis prügelten und eine gesunde Härte an den Tag legten. Das macht auch American Pie-Veteran Seann William Scott in seinem neusten Film Goon.

Braucht es eine Story, wenn ums Prügeln auf dem Eis geht? Natürlich nicht. Und so hält sich Goon auch nicht lange mit Einzelheiten und Storytelling auf, sondern lässt die Fäuste seines Hauptdarstellers sprechen. Da fliesst Blut und fallen Zähne, während "Stifler" halt sein spitzbübisches Grinsen aufsetzt. Anspruchslos? Jederzeit. Aber über einen grossen Teil des Films richtig unterhaltsam.

Der Film stockt immer dann, wenn man trotz allem versucht, etwas Geschichte zu erzählen. Es wird eine Lovestory eingefädelt, die weder interessiert, noch ansprechend umgesetzt wird. Auch die Auftritte von Jay Baruchel und Eugene Levy sind verschenkt. Die beiden eigentlich lustigen Kerle kommen überhaupt nicht zum Zug. Dafür zeigt Liev Schreiber (Salt) ungewohntes Comedytalent mit seinem Schnauzer.

Fazit: Goon ist ein guter Film für zwischendurch. Er ist leicht, witzig und unterhaltend vorgetragen, und es darf geprügelt werden, bis sich das Eis rot färbt. Dass es zwischendurch etwas mühsam wird, sei dem sympathischen Hockeyfilm verziehen. Es kann ja nicht jeder Film ein Meisterwerk sein, oder?

Goon präsentiert sich auf Blu-ray mit angenehm guter Qualität und bringt starken Ton und sehr klares Bild in die heimische Stube. Auch bei den Extras hat man sich nicht lumpen lassen, wobei vor allem die Outtakes und das Torhüter-Casting einen Blick wert sind. Zudem ist ein Bericht über die Dreharbeiten anklickbar, wie auch zusätzliche Szenen und Interviews mit den Hauptdarstellern Seann William Scott und Jay Baruchel.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

yan

Witziges Detail! Die Oder-Titel von Goon und Here comes the Boom (beide am gleichen Tag online gegangen) sind identisch 😄

muri

Blu-ray-Review: Immer mitten in die Fresse rein!

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