Fright Night (2011)

Fright Night (2011)

  1. ,
  2. 106 Minuten

DVD-Review: Bye Bye, catch you later!

Darf ich reinkommen?
Darf ich reinkommen?

Charley Brewster (Anton Yelchin) wohnt mit seiner Mutter (Toni Collette) in Las Vegas, geht normal zur Schule und hat seit einiger Zeit eine süsse Freundin namens Amy (Imogen Poots). Eigentlich könnte das Leben wunderbar sein, wenn da nur nicht Ed (Christopher Mintz-Plasse), sein nerviger Freund aus Kindertagen, von einem bösen Vampir schwafelt würde, der in die Nachbarschaft gezogen sein soll. Jerry (Colin Farrell), der gutaussehende neue Nachbar der Brewsters, soll ein Untoter sein. Dass er auch noch grad die Fenster den Tag über verdunkelt, macht ihn für Ed automatisch zum Blutsauger.

Auf in den K(r)ampf!
Auf in den K(r)ampf!

Diese Schwafeleien seines Kumpels interessieren Charley nicht gross, bis eines Tages keine Spur mehr von Ed zu finden ist. Das Nachbarshaus wird untersucht und Mysteriöses kommt ans Tageslicht. Da kann nur noch einer helfen - der TV-Star Peter Vincent (David Tennant), der zwar in seiner Vegas-Show den grossen Monsterjäger mimt, aber im realen Leben mit Blutsaugern und Konsorten nichts zu tun haben will. Bis auch er merkt, dass Nachbar Jerry keineswegs so harmlos ist, wie es unsere wild zusammengewürfelte Truppe Vampirjäger gerne hätte.

1985 machte sich Chris Sarandon in Fright Night auf, um seinen Vampir-Nachbarn die Hölle heiss zu machen. Im aktuellen Remake, ebenfalls Fright Night genannt und von Disney vertrieben, darf der Star von damals auch nochmals auftreten. Allerdings folgt sein Abgang kurz darauf. Anyway, Regisseur Graig Gillespie (Lars and the Real Girl) wurde damit beauftragt, die bekannte Story nochmals zu verfilmen, und das Ergebnis lässt sich absolut sehen. Auch (oder vor allem) Dank Colin Farrell.

Der Ire gibt den Bösewicht mit spitzen Zähnen nicht nur attraktiv und geheimnisvoll, sondern mit zunehmender Filmdauer auch brutal und gefährlich. Keine Spur von soften Beissern à la Twilight (darauf wird im Film auch noch eingegangen); hier geht's um blutrünstige Killer, die knallhart und skrupellos vorgehen, wenn sie das Bedürfnis nach Blut haben. Und genau da spielt Colin Farrell seine Stärken aus. Man nimmt ihm den Vampir, ausser vielleicht im Finale, jederzeit ab.

Die Jungschar im Film schlägt sich ebenfalls überzeugend. Anton Yelchin (Chekov in Star Trek) und Imogen Poots geben ein schönes Paar ab, während sich David Tennant (Dr. Who) schlichtweg die lustigste und amüsanteste Rolle geschnappt hat. Seine Figur, so vulgär und arrogant, sorgt für diverse Lacher und lockert den Thriller zwischendurch schön auf. Da würde man auch zu einem Spin-off nicht nein sagen.

Fazit: Fright Night ist ein gelungenes Remake, das mit charismatischen Darstellern aufwartet und eine spannende Story erzählt. Es ist nicht alles Gold was glänzt, aber der Zuschauer wird fast durchgehend unterhalten und ebenso begruselt. Denn wenn die Vampire ihr wahres Ich zeigen, dann geht's schon etwas deftig zur Sache.

Die DVD von Fright Night hat einige lustige Pannen vom Dreh zu bieten, die zeigen, was am Set so alles schieflaufen kann. Der "Tintenfisch-Mann" ist hingegen Geschmacksache. Hier handelt es sich um Aufnahmen, welche die Filmfiguren Charley und Ed in ihrer Jugend gemacht haben. Trashig und blöd. Aber warum auch nicht? Das Musikvideo zum Song "No One Believes" rundet das Angebot ab.

In technischer Hinsicht überzeugt Fright Night vor allem durch einen kräftigen Ton, während das Bild bei den dunklen Szenen etwas gar viel verbirgt. Da wäre ein besserer und klarerer Transfer besser gewesen. So muss man sich als Zuschauer schon jeweils anstrengen, wenn man im Dunkel was erkennen möchte.

/ muri

Kommentare Total: 16

()=()

Das Original ist atmosphärischer und unheimlicher als die Neuauflage. Und auch sonst kämpf das Remake mit bekannten Problemen (Storyablauf bekannt). Dafür können die trashigen Effekte sowie der solide Unterhaltungswert und Farrell punkten.

1985 Version: 4.5
2011 Version: 3.5

db

Nagut, wenn du I know what you did last Summer 6 Sterne gibst, dann scheint dir das wirklich zu gefallen ;-) Ich hab' mich davon bereits in den Filmen der 80er Satt gesehen, dann musste ich dies nicht nochmals in der Post-Scream-Welle tun und war IMO deshalb auch unnötig.

woc

Nah, Scream hat keine Reboots und Remakes ausgelöst, sondern das Genre revolutioniert und dann neue Produktionen wie I Know What You Did Last Summer auf den Markt gebracht. Aber ja, back to topic... 😄

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen