Camel Spiders (2011)

Camel Spiders (2011)

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  2. 79 Minuten

DVD-Review: Krabbeln im Sand

Mal wieder abstauben?
Mal wieder abstauben? © Studio / Produzent

Der Krieg im Mittleren Osten kostet nicht nur vielen Soldaten das Leben, sondern bringt auch eine Tierart an die Oberfläche, die man vorher gar nicht kannte. Die "Kamelspinne" macht dem Militär das Leben schwer und wenn die Viecher in Massen über die Steine krabbeln, dann werden die Soldaten reihenweise aus dem Gefecht gezogen. Captain Sturges (Brian Krause) ist mittendrin in den Schiessereien, hat Leute verloren und kehrt nun nach Arizona zurück. Mit im Gepäck, wer hätte es auch ahnen können, eine ganze Herde von gefrässigen Spinnentieren.

En Guete!
En Guete! © Studio / Produzent

Zusammen mit Sergeant Underwood (Melissa Brasselle) transportiert er Ware über die verlassene Landstrasse, als ein Unfall der Reise ein Ende setzt. Sheriff Beaumont (C. Thomas Howell) nimmt sich dem Duo an und verfrachtet es in die nächste Absteige. Dort werden die Leute allerdings bald von den hungrigen und tödlichen Spinnen attackiert. Eine grösser als die andere und mit grossem Gefauche wird nun den Menschen ins Gesicht gesprungen. Zwar kann Hilfe angefordert werden, doch bis die Kavallerie vor Ort ist, könnten die Spinnen schon lange die Überhand gewonnen haben.

In den Berichten über den Krieg im Nahen und Mittleren Osten wurde immer wieder erwähnt, dass eine dort lebende Spinnenart ungewöhnlich aggressiv gegen die menschlichen Eindringlinge vorgegangen sei. Filmchen auf entsprechenden Portalen unterstützten diese Aussagen. Kein Wunder also, dass nun ein Film namens Camel Spiders veröffentlicht wurde, der natürlich diese reale Vorlage noch so gerne aufnimmt. Der US-Fernsehsender "Scyfy" präsentiert eine gewohnt peinliche Story, die mit einigen bekannten Gesichtern gefüllt wird und ganz schüchtern auf den Spuren von Eight Legged Freaks wandelt. Aber wirklich nur ganz, ganz schüchtern ...

Brian Krause (Charmed) und C. Thomas Howell (The Outsiders) sind schon länger weg vom grossen Filmfenster. Kein Wunder also, dass sich die Herrschaften auf billigere Produktionen konzentrieren, die zwar Geld einbringen, aber halt doch mehr als nur dämlich sind. Da ist Camel Spiders keine Ausnahme.

Nicht nur ist die Geschichte altbekannt, sondern auch die "schrecklichen" Spinnen lachhaft. Das Gefauche nervt, die Viecher springen stets ins Gesicht und verstecken sich auch gerne unter Motorhauben. Dazu kommen die Darsteller, die trocken und steif agieren und sich somit dem bescheidenen Niveau des Filmes anpassen.

Eine ähnliche Ausgangslage wie Camel Spiders hatte 2007 schon Ice Spiders geboten. Dieser war aber immerhin blöd-lustig. Die Wüstenkrabbler sind einfach nur blöd.

Fazit: Camel Spiders klingt cool, hat ein schönes DVD-Cover und basiert auf wahren Spinnentieren. Nur leider wurde nichts draus gemacht, was dem Trash nicht abgeneigten Zuschauer bald schon auf die Laune schlägt. Schwach - leider.

Als Bonusmaterial finden wir auf der DVD von Camel Spiders lediglich den Trailer zum Film. Auch in technischer Hinsicht wird keine Überware geboten, sondern solide TV-Kost. Nettes und ansprechendes Bild und ein Ton, der in sauberem Dolby Digital abgemischt ist.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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