Breaking Bad - Season 4 (2011)

Breaking Bad - Season 4 (2011 / Serie)

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  2. 45 Minuten

DVD-Review: I'll be back

Badass!
Badass!

Jesse Pinkman (Aaron Paul) hat Gale, Walter Whites (Bryan Cranston), Konkurrenten, in den Kopf geschossen. Gus' (Giancarlo Esposito) Laufbursche Victor schnappt sich Jesse und bringt ihn ins Labor, wo bereits Walter gefangen gehalten wird. Gus richtet ein Blutbad an und tötet Victor vor den Augen der beiden Meth-Köche. Walter gerät in Panik, er hat Angst, der Nächste zu sein und schmiedet einen Plan, wie er Gus zuvorkommen kann. Jesse wird rückfällig und sein Haus zum Junkiehotel.

Fatass!
Fatass!

Hank (Dean Norris), der verletzungsbedingt von zu Hause aus seine Arbeiten verrichtet, findet wichtige Details zum Mord an Gale. Er entdeckt Spuren, die bis nach ganz oben zu Gustavo 'Gus' Fring reichen. Ohne wirkliche Beweise, dafür aber mit umso mehr Überzeugung nimmt Hank die Arbeit bei der DEA wieder auf. Walters Ehefrau Skyler (Anna Gunn) unterstützt diesen, indem sie mit Hilfe von Anwalt Saul eine Autowaschanlage kauft, um dort das Drogengeld zu waschen. Walter und Jesse geraten aneinander, Gus' Lage spitzt sich zu, sei es nun wegen der DEA oder des mexikanischen Kartells, das auch was vom Kuchen abhaben möchte, und Skyler kommt in Versuchung, das viele Geld für bestimmte Zwecke zu entwenden.

Breaking Bad begann als kühles, makaberes Drama mit einem bestechenden Hauptdarsteller-Duo. Doch in den vergangenen drei Staffeln ist einiges passiert. Die Story entwickelte sich mehr und mehr zum bösen Drogenkrimi. Aaron Paul alias Jesse Pinkman und Bryan Cranston alias Meth-Oberkoch Walter White oder Heisenberg haben die Hölle auf Erden erlebt, und in der vierten Staffel geht es erst richtig zur Sache. Ja, es ist tatsächlich wahr, nach dem furiosen Cliffhanger am Ende der dritten Staffel schlägt's zwölf, und die beiden Herren sind mitten im Chaos.

Breaking Bad, Season 4 überzeugt mit einem roten Faden, der an Spannung nicht mehr zu toppen ist. Je weiter sich die Geschichte gegen das Ende bewegt, desto unmöglicher scheint ein Ausweg - ein Drahtseilakt, der dem Zuschauer alles abverlangt. Gewisse Episoden sind so unglaublich fesselnd und dramatisch, dass man sich kaum mehr halten kann. Aber mal ganz von vorne: Der Beginn der vierten Staffel knüpft nahtlos an den Cliffhanger an, und man fühlt sich sofort wieder mitten im Geschehen. Walter White wird vom Herrscher des Meths plötzlich zum Gejagten. Seine gute Absicht oder die Notwendigkeit, bloss Geld für seine Familie zu scheffeln, ist längst nur noch zweitrangig. White ist stolz auf sein Schaffen und teilt dies auch sehr unvorsichtig mit seinen Mitmenschen. Jesse Pinkman, der melancholische Ex-Junkie, kann seine Finger nicht von den Drogen lassen und erlebt aufs Neue, wie schnell man wieder am Boden der Realität angekommen ist. Trotzdem ist Jesse wichtiger denn je. Was das Schauspielerische betrifft, kann man den beiden nur in höchsten Tönen Lob aussprechen. Cranston ist längst in Hollywood angekommen, und auch Paul wird seinen Weg finden. Die vierte Staffel sorgt aber auch dafür, dass sich Darsteller wie Anna Gunn, Dean Norris oder Giancarlo Esposito mehr als zuvor entfalten können.

Die dramatische Drogen-/Krimigeschichte entpuppt sich als majestätisches Mindfuck-Actioninferno, das kein bisschen an Tiefe verloren hat. Die Vielschichtigkeit der Figuren und auch die der Handlung werden auf ein noch höheres Podest gestellt. Die vierte Staffel spielt mit den Hoffnungen, Ängsten und den Wünschen der Protagonisten und stellt sie vor schier unüberwindbare Hürden. Der Turm, den man drei Staffeln lang vorsichtig immer höher stapelte, droht endgültig in sich zu stürzen. Der Höhepunkt der Staffel, das Ende, ist, ohne viel verraten zu wollen, gigantisch und für jeden einzelnen Fingernagel ein Todesurteil.

Fazit: Die Welt um Walter White stürzt ein. Wie ein Tornado rast das Unheil über den Meth-Koch. Die vierte Staffel bietet Dramatik, Spannung, Action und Vielschichtigkeit, wie man sie zuvor wohl noch nicht gesehen und gefühlt hat. Breaking Bad 4 ist schlicht ein Meisterwerk!

Bild und Ton der DVD sind völlig in Ordnung. Das Bonusmaterial sorgt für zusätzliche Stunden Extraspass. Mit Blicken hinter die Kulissen, entfallenen und alternativen Szenen, haufenweise Gags, Saul-Werbespots und Dokumentationen bietet die DVD alles, was das Fanherz begehrt.

/ yan

Kommentare Total: 2

daw

Für mich ebenfalls klar die beste Staffel der Serie. Hat mich echt gepackt und das Ende ist phänomenal...! Ab und zu kleine Momente die nur füllen und nicht wirklich die Geschichte vorantreiben, aber sonst top!

yan

Filmkritik: I'll be back

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