Big Mommas: Like Father, Like Son (2011)

Big Mommas: Like Father, Like Son (2011)

Big Mama's Haus - Die doppelte Portion
  1. , ,
  2. 107 Minuten

DVD-Review: Let's get mommafied!

Doof und Dick
Doof und Dick © Twentieth Century Fox.

FBI-Agent Malcolm Turner (Martin Lawrence) und sein Stiefsohn Trent (Brandon T. Jackson) haben das Heu nicht auf der selben Bühne. Denn anstatt sich um seine schulische Karriere zu kümmern, hüpft Trent lieber als Rapper auf dem Campus herum und bringt seinen Stiefdaddy in Rage. Und jetzt hat der Junge auch noch einen Mord mitbekommen und ist als Augenzeuge natürlich in tödlicher Gefahr. Und was macht man da am besten? Genau, man holt den Fatsuit raus, verkleidet sich als "Big Momma" und lässt den Junior grad das gleiche tun. Aus Trent wird Charmaine, und die wird in einer Mädchenschule untergebracht. Natürlich unter den wachsamen Augen der resoluten Begleitung mit wirrem Haar und XXL-Rundungen.

Put your Hands up and up!
Put your Hands up and up! © Twentieth Century Fox.

Und während der Agent in Frauenklamotten hinter einem USB-Stick herjagt, der die bösen Buben hinter Gittern bringen soll, macht sich der Junior, respektive Charmaine, mit den Schülerinnen bekannt. Für einen jungen Mann im richtigen Alter, bei dem die Hormone sowieso verrückt spielen, ist es da nicht einfach, die Rolle zu bewahren und sich nicht mit lautem Geschrei auf die hübschen Damen zu stürzen. Vor allem die schöne Haley (Jessica Lucas) hat es ihm angetan. Aber als Mädel wird er kaum bei ihr landen.

Böse Zungen könnten behaupten, man habe Big Momma's House vor über zehn Jahren als Trilogie geplant, um die Magie von Tootsie und Mrs. Doubtfire am Leben zu erhalten. Männer in Frauenklamotten sind nun mal von sich aus ulkig. Trotzdem hinkt der Vergleich mit den genannten Beispielen; enthalten diese doch weitaus mehr an Film- und Schauspielkunst.

Man darf es Martin Lawrence nicht übel nehmen. Der Ex-Bad Boys Bulle versucht alles, um dem Charakter der wahrlich grossherzigen älteren Dame bei der dritten Fortsetzung den nötigen Charme zu verleihen. Was vor elf Jahren als amüsanter Gag in Form einer FBI-Undercoverstory begann, verblödete beim zweiten Teil unter der Regie von John Whitesell und wird nun auf ähnlichem Niveau weitergeführt. Einzige Änderung in der Franchise ist der Einbezug eines zweiten in Frauenkleidern herumirrenden Charakters. Die neue Generation sozusagen. Doppelter Spass verspricht diese Neuerung nicht, aber sie wirkt wenigstens weder altbacken noch lieblos. Wenn gelacht wird - und dies lässt sich bei Big Mommas: Like Father, Like Son an einer Hand abzählen - dann dies nur wegen der Komik von Lawrence und Jungstar Brandon T. Jackson.

In welche haarsträubenden Abenteuer sich Vater und Sohn stürzen, erahnen wir bereits in den ersten Minuten. Die ganze Undercoverstory in eine Mädchenschule zu verfrachten, sorgt für eine Menge klischierter Geschlechterkämpfe. Und weil dies eine Kunstschule ist, müssen alle Mädchen selbstverständlich singen und tanzen können, was unweigerlich zu einigen musicalangehauchten Einlagen führt. Zusätzlich gepusht wird der Romantikfaktor. Der rappende Sohn muss natürlich noch das unbetretene Land der Liebe entdecken dürfen. Billiger Slapstick und derbe Sprüche, leider auch ein Hauch von Action, halten sich bei den Mommas diesmal etwas im Hintergrund.

Fazit: Big Mommas: Like Father, Like Son kommt weder erfrischend neu noch ultralustig daher. Für ein paar Lacher reicht die Kombination Lawrence und Jackson allemal, und bei der Story sollte man wie gewohnt ein Auge zudrücken. Für Fans der Filmreihe wird das Grund genug sein, sich auch das neuste Abenteuer reinzuziehen. Wer's sein lässt, verpasst nix.

Die DVD kommt ohne grosse Schnörkel daher. Wer sich die längere Version antun will, darf getrost den Extended Cut wählen. Natürlich lohnt es sich, den Film im Originalton anzusehen, anhand des Soundtracks gegebenenfalls auch mit einem 5.1-Soundsystem. Von Extras fehlt jede Spur, was hier (Hand aufs Herz) auch nicht vermisst wird.

Christian Wolf [woc]

Christian arbeitet seit 2009 als Freelancer bei OutNow. Er mag ultradüstere Filmperlen und süffige Survival Horror Games. Animationsfilme sind ihm ein Gräuel. Christian vertritt als Einziger den smoothen Berner Dialekt im Team.

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Kommentare Total: 4

woc

DVD-Review: Let's get mommafied!

yan

Ich kann nix dafür, aber ich mag Martin Lawrence einfach. Auch bei Big Momma 3 konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen. Der Typ ist einfach so übelst saublöd, dass er schon wieder witzig ist. Das Gleiche gilt auch für den Film. Saudoof und zum Fremdschämen, aber trotzdem irgendwie unterhaltsam und komisch. Die High-School-Musical Zusätze sind nett und auch der Soundtrack passend gewählt. Ansonsten ist Big Momma schnell erzählt und storytechnisch lahm. Mich hats nicht besonders gestört.

Blaque2

war zu erwarten, oder?
😴

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Trailer Englisch, 02:06