African Cats: Kingdom of Courage (2011)

African Cats: Kingdom of Courage (2011)

Im Reich der Raubkatzen
  1. ,
  2. 89 Minuten

Blu-ray-Review: The Circle of Life

*Gäääähn*
*Gäääähn*

Layla ist eine Löwenmutter, die ihre Tochter Mara alleine grossziehen muss. Sie ist im Löwenrudel angesehen und hat dort eine Führungsrolle übernommen. Aber das Alter macht ihr zu schaffen, und als sie von einem Huftier bei der Jagd verletzt wird, ist sie nicht mehr in der Lage, ihre Tochter zu schützen. Mara muss Unterschlupf im Rudel finden, und zwar bevor das Männchen vom Norden, Kali, mit seinen Söhnen über den Fluss kommt, um seine Herrschaftsansprüche geltend zu machen.

Immer auf der Lauer...
Immer auf der Lauer...

Gleichzeitig kämpft die Gepardendame Sita ums Überleben. Auch sie zieht ihre Jungen alleine gross, muss aber bald schmerzhaft feststellen, dass fünf Jungtiere schlichtweg nicht zu beschützen sind. Sie muss sich gegen die Hyänen zur Wehr setzen und trifft auf ihrer Reise auf Kali, das Löwenmännchen, das sich auf seinem Weg zur Eroberung von einer einzelnen Gepardin mit Anhang sicher nicht stoppen lässt.

Seit sich die Disney Company 2008 mit Disney Nature ein Standbein für Naturfilme und Dokumentationen geschaffen hat, werden unter diesem Label regelmässig hervorragende und wunderbare Filme produziert. Earth lief unter diesem Label (war aber eine englische Produktion), und Chimpanzee verspricht ebenfalls herzig und lehrreich zu werden. Nun aber wurde African Cats veröffentlicht, der uns nach Afrika mitnimmt und in beeindruckenden Bildern zeigt, wie zwei der dortigen Katzenarten ums Überleben kämpfen.

Natürlich: Wenn wir uns einen Disney-Film anschauen, wird die ganze Geschichte mit Kommentar unterlegt. Im Original übernimmt das Samuel L. Jackson, in der deutschen Fassung spricht Thomas Fritsch (seines Zeichens Synchronsprecher von Jeremy Irons). Auch wenn man den Kommentaren nicht zuviel Bedeutung zuordnen darf, so werden damit doch Dramatik und Spannung geschürt. Dass die einzelnen Tiere Namen bekommen und somit vermenschlicht werden, gehört halt irgendwie auch dazu. Stören tut's nicht.

Im Mittelpunkt des Films steht das Bild an sich - angefangen bei den herrlichen und faszinierenden Naturbildern (die werden immer wieder schön eingestreut) bis hin zu den fantastischen (Nah-)Aufnahmen der Tiere. Da werden Szenen gezeigt, die man schlichtweg so noch nicht gesehen hat und die für offene Münder bei der ganzen Familie sorgen. Richtig, African Cats ist ein Familienfilm, in dem kein Blut fliesst und die kleinen Tierjungen für kollektiven "Jööh"-Effekt sorgen.

Fazit: African Cats ist ein wunderschöner Tierfilm, der vielleicht 10 bis 15 Minuten zu lang geraten ist, aber mit einer Bildsprache daherkommt, die ihresgleichen sucht. Die Tiere sind herzig und gefährlich, die eingefangenen Szenen genial. Da stört's auch nicht, dass die erzählte Geschichte kaum interessiert. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache.

Natürlich wird African Cats auf Blu-ray in höchster technischer Qualität geboten. Die tollen Aufnahmen werden glasklar transferiert, der Ton ist lebensecht, und das Brüllen der Löwen fährt durch Mark und Bein. Hervorragend! In Sachen Bonusmaterial hält man sich dafür etwas zurück. Dass Disney sein neues Label vorstellen will, ist okay, und auch das Musikvideo ist nett. Das Highlight der Extras ist aber eindeutig der Bericht über die Umweltkampagne des Konzerns, die ein bisschen beleuchtet wird und viele Aufnahmen der Dreharbeiten zeigt.

/ muri