The Big Bang (2011)

The Big Bang (2011)

  1. , ,
  2. 101 Minuten

DVD-Review: ...ganz ohne "Theory"

Ihr solltet mal den anderen sehen!
Ihr solltet mal den anderen sehen! © Studio / Produzent

Ned Cruz (Antonio Banderas) ist Privatdetektiv und momentan blind. Er sitzt in einem Verhörraum und sieht sich mit drei finsteren Typen konfrontiert. Frizer (Thomas Kretschmann), Skeres (Delroy Lindo) und Poley (William Fichter) nehmen den Schnüffler auseinander, bis er anfängt, seine Geschichte zu erzählen. Am Ende dieser Story steht der Ort, an dem Diamanten versteckt sind. Und genau dahin wollen die drei Gesellen nun gehen.

Wie weiter?
Wie weiter? © Studio / Produzent

Am Anfang der Geschichte steht Anton "The Pro" Protopov (Robert Maillet), ein riesiger Boxer, der den schlimmsten Fake-K.O. der Geschichte hinlegte und dafür ins Gefängnis musste. Dort begann er eine Brieffreundschaft mit einer schönen Unbekannten, in die er sich in den fünf Jahren verliebt hat. Nun ist der Riese draussen und sucht die Schöne. Er braucht einen Detektiv und engagiert Cruz. Und dieser begibt sich auf eine Ermittlungstour, die jeden umbringt, den er aufsucht. Aber wer ist der Mörder, der auf Cruz' Spuren wandelt? Und wer ist die schöne Unbekannte, die in Träumen auch den Privatdetektiv verzaubert? Und will da wirklich einer den Urknall nachspielen?

Antonio Banderas ist nicht nur die offizielle Stimme von Puss in Boots, sondern auch immer wieder für eine filmische Überraschung gut. Nun wird sein Film The Big Bang aus dem Jahr 2011 veröffentlicht, in dem er einen Detektiv spielt, der in eine Story mit einigen skurrilen Überraschungen gezogen wird. Dabei treten viele weitere bekannte Gesichter auf.

Angefangen wird kurz vor dem Ende. Wie in letzter Zeit immer häufiger, wird auch hier die Geschichte vom Hauptcharakter erzählt, der seine Ausführungen stets mit eigenen, zynischen Kommentaren anreichert. Wir sehen riesige Boxer (Sherlock Holmes-Gigant Robert Maillet), wahnsinnige Tüftler (Sam Elliott) oder schmierige Pornoproduzenten (Snoop Dogg), die sich alle irgendwie in die verwirrende Story einfügen. Mittendrin steht Banderas seinen Mann, lässt sich eine coole Sexszene ins Drehbuch schreiben und darf wie ein Rohrspatz fluchen. Das hat man auch schon länger nicht mehr gesehen.

Bei The Big Bang ist vieles anders und spezieller. Die Figuren sind etwas abgedreht, die Szenen dunkel und die Sprache ist harsch. Genau das macht den Film aber interessant und speziell. Vor allem, weil auch die Darsteller mit Spass an der Sache sind und die fiesen Rollen wirklich gut getroffen sind.

Fazit: The Big Bang ist kein Meisterwerk seines Genres, aber ein interessanter Versuch, etwas Spezielles zu zeigen. Gute Darsteller, nettes Spiel mit dem Licht und einige kultige Szenen versprechen einen guten Film, der in seiner Art durchaus unterhaltend ist.

Die DVD von The Big Bang hat ein nettes Making-of und ein paar entfallene Szenen zu bieten. Dazu noch einen informativen Audikommentar und ein paar Bilder, und fertig ist das Bonusmaterial. In Sachen Technik wird solide Qualität geboten. Der Ton ist sauber in Digital 5.1 abgemischt, und das Bild hält bei den dunkleren Szenen anständig mit.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website