Beastly (2011)

Beastly (2011)

Beastly - Schau in sein wahres Gesicht
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  2. 86 Minuten

Filmkritik: Schönheit muss leiden

Karneval?
Karneval? © Concorde Filmverleih GmbH

Er sieht schon klasse aus, dieser Kyle (Alex Pettyfer). Und wer das nicht sieht, dem bindet er es auf die Nase. Kyle ist dazu noch arrogant, reich und hasst nichts mehr als hässliche Menschen. Als er in der Schule zum Umweltvorsitzenden gewählt wird und die Schul-Hexe (Mary-Kate Olsen) verarscht, setzt sie einen Fluch frei. Kyle wird zum vernarbten Monster, und nur, wenn er es schafft, dass ihm innerhalb eines Jahres eine Person aus tiefer Zuneigung "Ich liebe Dich" sagt, wird er äusserlich wieder so wie zuvor.

Schau mir in die Augen, Kleiner
Schau mir in die Augen, Kleiner © Concorde Filmverleih GmbH

Kyle wird von seinem Vater nun in ein Appartement abgeschoben und kriegt mit dem blinden Will (Neil Patrick Harris) und einer Haushälterin Gesellschaft. Nach draussen kann und will er nicht mehr, und so lebt er sein Leben in den eigenen vier Wänden. Bis ihm Lindy (Vanessa Hudgens) in den Sinn kommt. Sie hat ihn schon damals beeindruckt und könnte seine einzige Chance auf Wiedergutmachung sein. Aber will er ihr mit seinem Äusseren wirklich unter die Augen treten?

Alex Pettyfer aus I am Number Four, Vanessa Hudgens aus Sucker Punch und natürlich Mary Kate Olsen sind junge Hollwoodstars, die an die ganz grossen Töpfe möchten. Verständlich also, dass Regisseur Daniel Barnz mit ihnen eine weitere Variante von Beauty and the Beast produzierte. Beastly heisst das Stück, das auf dem gleichnamigen Jugendroman von Alex Flinn beruht und uns zeigt, dass nicht ganz so attraktive Menschen es halt doch etwas schwieriger haben...

Die Geschichte von Beastly ist darum auch altbekannt und kommt erfreulicherweise schnell in Fahrt. Der arrogante Schönling, das schüchterne Mädel und die Hexe mit den wirren Frisuren finden sich, und schon bald werden aus den blonden Haaren Narben und das schöne Gesicht ist Vergangenheit. Alex Pettyfer spielt solide, allerdings ohne gross gefordert zu werden. Das Gleiche gilt für Vanessa Hudgens und vor allem auch für Neil Patrick Harris, der sich wohl von seiner Kultfigur "Barney Stinson" früher oder später distanzieren muss. Hier ist er Beilage. Nicht mehr, nicht weniger.

Über Mary Kate Olsen kann man eigentlich am meisten lachen. Obwohl ihre Auftritte sehr selten sind, schafft sie es doch, mit ihrer Aufmachung so dermassen peinlich zu sein, dass man nicht darum herumkommt, diese Figur einfach extrem nervig zu finden. Aber Hauptsache, sie kann ihr Gesicht mal wieder zeigen. Oder wars die Zwillingsschwester? Man weiss es nicht...

Fazit: Beastly zielt auf das jüngere Publikum, das ins Schwärmen kommt, wenn sich die beiden Hauptcharaktere langsam näher kommen. Dazu noch ein paar schöne Nebengestalten und fertig ist das moderne Märchen, das aber weder richtig Tiefgang, noch sonst irgendwie Fleisch am Knochen hat. Das Ende ist natürlich voraussehbar und der Weg dorthin höchst durchschnittlich.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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