Alvin and the Chipmunks: Chipwrecked (2011)

Alvin and the Chipmunks: Chipwrecked (2011)

Alvin und die Chipmunks 3: Chipbruch
  1. , ,
  2. 87 Minuten

Filmkritik: Reif für die Insel?

James Bonds kleiner Cousin
James Bonds kleiner Cousin

Dave (Jason Lee) hat sein Längerem den Stress, die Chipmunks und die Chipettes zu betreuen und im Auge zu behalten. Nun hat er sich und seinen felligen Freunden eine Kreuzfahrt spendiert und bezieht seine entsprechende Kabine. Natürlich dauert es nicht lange, bis Alvin, Simon und Theodore auf dem Schiff für Chaos sorgen und ihre Art von Spass zelebrieren. Kein Wunder, dass das Unvermeidliche passiert: Die Hörnchen verheddern sich in einem Gleitschirm und werden abgetrieben. Dave, der inzwischen auch Ian (David Cross) getroffen hat, macht sich auf die Suche.

Jöööö
Jöööö

Nach einigem Treiben in der Luft entdecken die Hörnchen eine Insel. Doch dort, unter freiem Himmel und ohne menschliche Fürsorge, ist das Überleben eine Herausforderung. Zumal Alvin sich einmal mehr als keine grosse Hilfe entpuppt und sie ansässige Reptilienwelt schon bald für erste Verwicklungen sorgt. Als dann auch noch Zoe (Jenny Slate) auftaucht und ein Schatz entdeckt wird, fängt das Chaos erst richtig an. Wird es Dave gelingen, seine "Familie" zu finden? Wird Alvin endlich "ernsthaft" werden? Und was ist bloss mit Simon los, der auf einmal mit französischem Akzent spricht...?

2007 wurden Alvin and the Chipmunks fürs Kino neu aufgelegt und entpuppten sich als Goldesel. Auch das Sequel, Alvin and the Chipmunks: The Squeakquel, spielte mächtig Kohle ein, so dass ein dritter Teil der Reihe nur eine Frage der Zeit war. Nun ist Alvin and the Chipmunks: Chipwrecked veröffentlicht und fährt genau dort weiter, wo die Vorgänger aufgehört haben.

Die Kombination von wirklich sehr herzigen Hörnchen, frechen Animationen und dem typischen Chipmunk-Sound passt auch im dritten Aufguss wieder und wird vor allem die jüngeren Zuschauer begeistern. Durch den Wechsel des Drehortes auf eine Insel mit Dschungel, Sand und bissigen Spinnchen werden neue Tore für Animationen und Actionsequenzen geboten. Da sieht man gern über die zwar netten, aber mit der Zeit nervenden Gesangseinlagen mit Songs von Rihanna oder Pink hinweg. Das "Party Rock Anthem" lässt aber den ganzen Kinosaal mit dem Fuss wippen. Das Teil rockt auch, wenn's mit Fieselstimme gesungen wird.

Die Geschichte ist ebenso nebensächlich wie die menschlichen Darsteller. Es geht zwar auf eine Insel mit Vulkan, aber so richtig spannend wird's auch dort nicht. Jason Lee darf ein paar mal "Aaaalvin" in die Kamera schreien, und David Cross im Vogelkostüm ist glatt, aber sonst setzt man auf Hörnchen-Action. Und das ist auch gut so. Denn für einmal steht nicht der etwas nervige Alvin im Mittelpunkt, sondern es ist Brillenträger Simon, der ihm mehr als einmal die Show stiehlt.

Fazit: Alvin and the Chipmunks: Chipwrecked zielt auf das junge Publikum und holt dieses mit Leichtigkeit ab. Freche Sprüche, gute Animationen und schöne Bilder genügen, um diesen Film ohne weiteres der ganzen Familie zu empfehlen. Witzig, harmlos, kindgerecht - genau so muss ein Alvin-Film sein.

/ muri