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Skyline (2010)

Skyline (2010)

Oder: "Tritt ins Licht!" - "AUA!!!"

Independence Day?

Independence Day?

Jarrod (Eric Balfour) ist zusammen mit seiner Freundin Elaine (Scottie Thompson) auf Besuch bei Terry (Donald Adeosun Faison), der sein Geld beim Film verdient und sich deshalb ein Penthouse in Venice Beach leisten kann. An Terrys Geburtstag wird so richtig die Sau rausgelassen und lange gefeiert. Doch schon am nächsten Tag ist es vorbei mit der Fröhlichkeit. Als um 4:27 morgens die Bewohner des Penthouses von einem hellen blauen Licht geweckt werden, ist dies der Beginn einer Alieninvasion, bei der es anscheinend kein Entrinnen gibt.

"Hier findet mich bestimmt niemand."

"Hier findet mich bestimmt niemand."

Alle Personen verschanzen sich in ihren Zimmern und hoffen, dass die Aliens sie nicht finden. Doch ein paar verfallen der Schönheit des blauen Lichtes und werden dadurch in ein riesiges Raumschiff gezogen. Zurück bleiben nur Jarrod, Elaine, Terry, seine Freundin Candice (Brittany Daniel), seine Bettgespielin Denise (Crystal Reed) und der Sicherheitsmann Oliver (David Zayas). Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die gemeinen Aliens sich auch noch die letzten Menschen auf dem Planeten schnappen.


Film-Rating

Vor Skyline durfen sich die Brüder Colin und Greg Strause schon mal im Alien-Genre austoben, und zwar mit Aliens vs. Predator: Requiem. Der Film wurde von der Presse verrissen und ist bei den Fans der Reihe verhasst. Mit ihrem neusten Film erlitten sie nun ebenfalls Schiffsbruch, und dies erneut völlig zurecht: Skyline ist dümmstes Sci-Fi-Kino, dass an vielen Orten klaut und dabei ausser ein paar Effekten nichts, aber auch gar nichts zu bieten hat.

Dabei hätte man das Versagen voraussehen können: Das Drehbuch zum Film wurde von Joshua Cordes und Liam O'Donnell verfasst. Die beiden machten bisher nur mit Special-Effects-Arbeiten auf sich aufmerksam, genau wie die Gebrüder Strause vor ihrem ersten Film. Von Storytelling oder Spannungsaufbau hat anscheinend keiner der vieren eine Ahnung. Nicht mal die Figurenzeichnung kriegen sie hin. Sinnbildlich dafür ist, dass die zwei Helden im Film ihr Geld anscheinend beide mit Special-Effects verdienen. Etwas mehr Kreativität hätte man hier durchaus erwarten können.

Die Story besteht im Grunde genommen nur aus Abwarten, Diskutieren und ein bisschen Herumrennen. Cloverfield machte dies zwar auch nicht anders, jedoch war man dort voll dabei, da die Videokamera-Optik einiges an Authentizität mitbrachte und so den Puls des Zuschauers ständig hochhielt. Bei Skyline fehlt schlicht die Spannung, und so stellt sich oftmals Langeweile ein, wenn nicht gerade Aliens herumfliegen. Diese sind vom Aussehen her von The Mist, War of the Worlds und Matrix geklaut und bis auf wenige Ausnahmen nicht gerade furcheinflössend.

Für die Besetzung hat man Schauspieler aus der zweiten Reihe von TV-Serien verpflichtet: Da rennen und schreien ein 24-Analyst (Eric Balfour), ein Scrubs-Chirurg (Donald Faison) und ein Ermittler aus Dexter (David Zayas) in der Gegend herum, jedoch ohne ihren Figuren nur etwas Sympathisches oder etwas Interessantes hinzufügen. Zusätzlich hat man ihnen absolut dämliche Dialoge in den Mund gelegt, die öfters mal für Gelächter sorgen. Mit der Besetzung von Faison hat man ohnehin richtig danebengegriffen, da er eher als Clown taugt anstatt als Actionheld.

Fazit: Die Gebrüder Strause haben bei Skyline fast alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Die Figuren sind dem Zuschauer egal, dazu kommen viele Logikfehler, und zudem nimmt er sich auch noch so furchtbar ernst. Immerhin sind die Effekte teilweise gelungen. Aber ansonsten ist der Film einfach schlecht und hat eine Schlussszene parat, bei welcher der Zuschauer entweder lachen oder den Kopf schütteln muss. Denn diese gehört zum Schlechtesten, was je auf einer Leinwand zu sehen war. Aber alleine für das Ende eine Kinokarte zu lösen, ist doch etwas übertrieben.


OutNow.CH:

Bewertung: 1.5

 

24.11.2010 / crs

Community:

Bewertung: 2.0 (58 Bewertungen)

 

 

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