Sennentuntschi (2010)

Sennentuntschi (2010)

  1. ,
  2. 110 Minuten

Kommentare Total: 26

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ebe

Filmkritik: Bündner Schlachtplatte

woc

😮 Man ist erstaunt. Dann besteht doch noch Hoffnung.

pps

Der Film soll ja recht geschockt haben an der Premiere. Ich finde es ja fast etwas peinlich, wenn man das Sennentuntschi schauen geht und dann erstaunt ist, wenns kein Kuschelfilm ist. Liegt das am wohl nicht so abgehärteten (Promi-)Publikum, das zum Eröffnungsfilm eines Festivals ja zu erwarten ist, oder kennt man die Sage heutzutage einfach nicht mehr? (Ich hatte als Kind die Sage vom Sännetuntschi auf einer Märlikassette. Die hat mir einen solchen Schrecken eingejagt, dass ich diese Seite der Kassette nie mehr gehört habe. Mein Kindheitstrauma, sozusagen.)
Ich bin jedenfalls ziiiiemlich gespannt auf den Film. 😄

woc

Tja, vielleicht klingt der Titel zu sehr nach Herbstzeitlosen 😄. Aber mittlerweile dürfte ja klar sein, das Mr. Steiner keine Heidi-und-Geissenpeter-Persiflage gedreht hat.

ebe

Zitat pps (2010-09-24 14:33:07)

Der Film soll ja recht geschockt haben an der Premiere. Ich finde es ja fast etwas peinlich, wenn man das Sennentuntschi schauen geht und dann erstaunt ist, wenns kein Kuschelfilm ist. Liegt das am wohl nicht so abgehärteten (Promi-)Publikum, das zum Eröffnungsfilm eines Festivals ja zu erwarten ist, oder kennt man die Sage heutzutage einfach nicht mehr? (Ich hatte als Kind die Sage vom Sännetuntschi auf einer Märlikassette. Die hat mir einen solchen Schrecken eingejagt, dass ich diese Seite der Kassette nie mehr gehört habe. Mein Kindheitstrauma, sozusagen.)
Ich bin jedenfalls ziiiiemlich gespannt auf den Film. 😄

Da bin ich gleicher Meinung. Sorry, aber wer nach den 1000000 Medienberichten noch nicht weiss, was ihn in diesem Film erwartet, ist nun mal selber schuld. Mich jedenfalls hat der Film alles andere als geschockt. Klar, es hat einige unschöne Szenen, wie beispielsweise

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die Doppel-Vergewaltigungsszene oder die Leichen mit abgezogener Haut,

aber wer nicht gerade ein völliges Greenhorn in diesem Genre ist, den dürften diese Szenen kaum vom Stuhl hauen. Ausserdem ist die Regie so gnädig, mit der Kamera nicht allzu voyeuristisch draufzuhalten, wie man das heutzutage von anderen Ekel-Filmen auch kennt. Und wie du schon sagst: So geht nun mal die Sage, liebe Leute!

rm

Zitat ebe (2010-09-23 21:00:00)

Da sieht man dem Regisseur auch den Gag nach, in der Eingangsszene das garantiert unbündnerische Matterhorn in den idyllischen Berghorizont hineinzukleben.

Ich habs mir beim Durchlesen schon gedacht, und kann es nun nach der Sichtung des Film bestätigen. Das "Matterhorn" wie man es im Film sieht, ist ein Überbleibsel vom alten Logo Steiners Produktionsfirma Kontraproduktion, die ja mittlerweile Konkurs ging. Ähnlich dem Teil von Paramount war das ja bei Eugen und (maybe) Grounding auch schon zu sehen. Im Sennentuntschi sieht der Berg einfach etwas lottriger aus als gewohnt. Was ja durchaus passt...

Zum Film: Ein Must-See! Ersten wegen dem ganzen Getöse drum rum, davor und während der Premiere und zweitens, weil man eigentlich nur über Steinis Version vom Tuntsch mitreden sollte, wenn man die ganze Sache mit all seinen Wendungen gesehen hat.

splendora

Klasse Film! War anfangs ziemlich skeptisch, aber der Film hat mich regelrecht in seinen "Bann" gezogen und ich fühlte mich während der gesamten Spielzeit bestens unterhalten.
Was mir besonders gefiel, waren die Bündnerdeutschen Dialoge, da ich selber beinahe im grössten Kanton wohne. Hab mich prächtig über die Sprüche amüsiert. Einfach toll, bin begeistert. Sehr spannend und gut gemacht.
[

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Absinthus, spiritus, sanctus!

[Editiert von splendora am 2010-09-30 11:07:22]

Blaque2

also der trailer versprecht viel aber ist such sehr verstörend... bin gespannt =)

db

Naja mich hat das Ding nicht überzeugt. Klar merkt man, dass der Regisseur sein Handwerk versteht und bietet auch einige Szenen, welche ich so im Schweizerfilm noch nie gesehen habe, doch begeistert hat es mich nicht. Da kann Roxane Mesquida als das Sennentuntschi noch so gut spielen, dem Film sieht man die Zangengeburt einfach an und anstatt eine spannende Geschichte zu bieten, präsentiert sich hier ein Chaos, das während des Schneidprozesses gestorben ist und jetzt mehr wie ein halbfertiges Gewurstel ist als ein fertiger Film daherkommt. Schade mit einem besser aufgegleisten Spannungsbogen, einem Twist, den man nicht schon Meilenweit voraussieht und einem Finale, das nicht einfschläft, wäre noch etwas ganz gutes daraus gewoden.

woc

Kann mich db 1:1 (leider trotz allen Lobeshymnen erwartungsgemäss) anschliessen.

El Chupanebrey

Zitat Blaque2 (2010-10-01 00:26:34)

also der trailer versprecht viel aber ist such sehr verstörend...

Verstörend? Ich fand den so richtig schweizerisch-bünzlig, so nach dem Motto "Seht her, wir können auch kontroverse Filme machen!". 😉

muri

Ich warte ja immer noch auf die kontroversen und verstörenden Szenen. Im Film selber hab ich die nämlich nicht entdeckt. Ausser man kreischt bei uns schon ab abgezogenen Häuten und angedeuteten Vergewaltigungen....

Der Hype war/ist mir persönlich ein bisschen zu gross geworden, darum dann der finale Film diesen nie und nimmer gerecht werden. Herausgekommen ist nämlich kein Horrorfilm oder gar -Thriller, sondern ein Alpendrama, das zwar zwischendurch schnell geschnitten und (Andrea Zogg sei Dank) hervorragend gespielt ist, aber sonst nicht verbergen kann, dass bei der Produktion nicht alles am Schnürchen lief.

Darstellerisch sehr gut ist auch Carlos Leal, während (sorry) Joel Basmann einmal mehr wortwörtlich nichtssagend agiert. Gebt dem Kerl mal anständigen Dialog, er kanns nämlich schon (siehe deutsche TV-Produktionen).

Kurzfazit: Film ist okay, mit dem Schweizer Auge gesehen sogar angenehm gut. Mehr aber leider nicht. Ich hatte da schon ein wenig mehr Thrill und Mystery erwartet, welche mir aber leider nicht geboten wurden. Dafür sind die Cameos recht witzig. Stephanie Berger, Leonardo Nigro, Claudio Zuccholini, um nur ein paar zu nennen...😉

th

Zitat muri (2010-10-18 16:26:27)

Ausser man kreischt bei uns schon ab abgezogenen Häuten und angedeuteten Vergewaltigungen....

😎

ebe

Zitat muri (2010-10-18 16:26:27)

Ich warte ja immer noch auf die kontroversen und verstörenden Szenen.

Naja, kontrovers und verstörend fanden den Film ja vor allem die Vertreter der Schweizer Cüpli-Prominenz an der Premiere (und der Blick als deren Sprachrohr), die wohl ein nettes Bergfilmchen à la "Eugen" erwartet haben...

muri

Zitat ebe (2010-10-18 16:55:09)
Zitat muri (2010-10-18 16:26:27)

Ich warte ja immer noch auf die kontroversen und verstörenden Szenen.

Naja, kontrovers und verstörend fanden den Film ja vor allem die Vertreter der Schweizer Cüpli-Prominenz an der Premiere (und der Blick als deren Sprachrohr), die wohl ein nettes Bergfilmchen à la "Eugen" erwartet haben...

Die sollen lieber mal uns an die Premiere einladen. Cüpli trinken kann ich auch....😉

woc

Zitat muri (2010-10-18 16:26:27)

Dafür sind die Cameos recht witzig. Stephanie Berger, Leonardo Nigro, Claudio Zuccholini, um nur ein paar zu nennen...😉

Ich fand gerade den ersten Cameo ziemlich nervtötend 😴. Ganz nach dem Motto: "Das fängt ja gut an!"

muri

Zitat woc (2010-10-19 08:17:57)
Zitat muri (2010-10-18 16:26:27)

Dafür sind die Cameos recht witzig. Stephanie Berger, Leonardo Nigro, Claudio Zuccholini, um nur ein paar zu nennen...😉

Ich fand gerade den ersten Cameo ziemlich nervtötend 😴. Ganz nach dem Motto: "Das fängt ja gut an!"

Da es sich wirklich nur um Cameos handelt, fand ich das ganz okay. Wiedererkennungswert olé! ;)

idaho.seven

Nachdem bereits der Trailer spannungsmässig und schnitttechnisch untypisch für einen Schweizer Film wie ein Hollywood-Trailer daherkam, steht der Film dem in nichts nach. Mystery und ein bisschen Grusel, düster, gut geschnitten, gute Schauspieler und, ausnahmsweise für einen CH-Film, ansprechende Musik. Bis auf ein paar Ungereimtheiten gegen Ende (die man aber locker übersehen darf), kann ich ihn nur positiv bewerten. Das lange Warten hat sich gelohnt. Gut möglich, dass "Sennentuntschi" auch im Ausland ankommt, sofern der Verleiher genug schlau ist, ihn dort gut zu vermarkten. Mit Buena Vista stehen die Chancen dazu aber nicht schlecht. Der Film würde sich aufgrund der Machart wohl auch für den US-Markt eignen, aber bekanntlich ist der Markt dort ja massiv überfüllt. Doch ich finde den Film so gelungen, dass ich denke, sogar ein US-Remake ist nicht gänzlich unwahrscheinlich. Fünfeinhalb Sterne.

[Editiert von idaho.seven am 2010-10-21 05:12:30]

hom

Ich bin ja sehr hin und her gerissen was dieses Werk angeht... Nachdem ich die Kritik und die Kommentare gelesen hatte, waren meine Erwartungen relativ hoch. Leider wurden diese Erwartungen gar nicht erfüllt, bzw. blieb vom erhofften Kinoerlebnis, ausser einer leeren Tüte Popcorn, nur ein grosses, verstörtes Fragezeichen übrig. Das bereits erwähnte Mischen verschiedere Genres war für mich in keinster Weise interessant. Vermutlich auch deswegen, weil es in meinen Augen relativ schlecht umgesetzt wurde. Die Rolle des Sennentuntschi ist viel zu flach ausgefallen und hat mehr von einem, "als Baby im Urwald verlorenen Mädchen aus reichem Hause, das dann von Ameisenbären aufgezogen wurde um dem sicheren Tod durch Giftschlangen zu entgehen und dann durch Zufall wieder in die Zivilisation gelangte", als von einem teuflischen Wesen, das auf Rache sinnt.
Die Szenen, die in der heutigen Zeit spielen finde ich überflüssig und verlängern den Film nur unnötig. Das Make Up ist stellenweise so offensichtlich aufgemalt, dass ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte und die Charakteren einiger Dorfbewohner sind mir zu plakativ und nicht zu Ende gedacht.
Soweit mal das Gemötzle. 😊 Natürlich möchte ich aber auch noch ein paar lobende Worte finden: Andrea Zogg als Erwin überzeugt mich vollumfänglich und rettet, was noch zu retten ist. Ausserdem haben mir die Aufnahmen der Alp mit dem aufkommenden Nebel sehr gefallen. So klischehaft diese Szenerie auch scheinen mag, hat dieses "Trickli" es doch geschafft, bei mir so etwas Ähnliches wie Spannung zu erzeugen. Die Zusammenfassung des Films im Zeitraffer wurde, meiner Meinung nach, sehr klever eingebaut. Es bietet den Zuschauern die Option noch einmal über das Gesehene nachzudenken und zu realisieren, dass die vermeintlichen zeitlichen Fehler eben doch keine sind 😉

chlungi

Also ich habe den Film recht gut gefunden, hat einige sehr gute Szenen drin. Ich habe ihn zweimal gesehen und mir sind dabei so einige Lichter aufgegangen. Ich war beim zweiten mal mit zwei Kolleginnen dort, die nicht so "Filmisch veranlagt" sind und für sie war der Film recht schwierig zum verstehen.

Das einzige was ich allerdings doch nicht ganz kapiert habe ist folgendes:

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Wieso erscheint Albert dem kleinen Mädchen beim Pilzesammeln?? Er müsste ja wirklich tot sein. Das am Ende es die drei Leichen ohne Haut waren die Reusch sieht, habe ich beim zweiten Mal gucken auch kapiert ;-) Aber das mit dem Albert ist mir noch nicht klar geworden- oder soll es einfach "der Geist" sein wovon die Mutter am Anfang spricht?

Ghost_Dog

die machart is echt geilo, die CH sachen schliessen langsam aber sicher auf zu den wirklich highclas sproductions, sauber! der film unterhält gut, ist aber zu langsam erzählt worden, er hat überlänge, zudem zig logiklöcher. wenn man sich aber damit abfinden kann, wird man gut unterhalten!

sj

Ich hatte nach 5 Minuten noch Hunger und wollte mir ein Joghurt aus dem Kühlschrank holen. Als der Film aus war kams wir wieder in den Sinn - so gefesselt sass ich die fast 2 Stunden vor der Leinwand. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich über den Filminhalt nicht informiert hatte und durch das durch und durch Überraschungen hatte.

Einzig die Auflösung am Ende habe ich nicht ganz kapiert welche Version ist jetzt die Richtige?

"Papaaa"... irgendwie kommt mir dieser Text bekannt vor...?

yan

Rape & Revenge mal anders......Steiner hat mit Sennentuntschi einen sehr guten Thriller abgeliefert. Für einen CH-Film alles andere als gewöhnlich, macht Steiner aus Sennentuntschi eine Art Tour de Force, die zwar nicht von Schockmomenten strotzt, aber doch einige für Schweizer Verhältnisse üble Szenen zu bieten hat. Als Fan kontroverser Filme ist Sennentuntschi ein Augenschmaus, für schlichte Horror oder Splatterjunkies ist er zu harmlos. Das Ende sorgt dafür, dass man sich den Film bestimmt noch einmal anschaut und genau das sollte ein Schluss doch ausmachen. Schauspielerisch wurde auch tolle Arbeit geleistet und vor allem das Sennentuntschi und Joel Basman haben mich richtig überzeugt. Da der Film neben dem interessanten Schluss auch zwei drei recht banale und durchsichtige Wendungen mitsichbringt und er durch die Sage halt von Anfang an erklärt ist, kann man keine Höchstnote verteilen. Trotzdem ist Sennentuntschi stark und setzt für CH-Filme neue Massstäbe. Bravo!

muri

Blu-ray-Review: Auf der Alm da gibts eigentlich koa Sünd...

RandyMeeks

Stimme dem Kritiker mehr oder weniger zu! Klasse Film, die Schweiz kann mehr als nur seichte Unterhaltung a la Lüthy & Blanc, Schweizermacher und Champions, etc...

Nur eines ist mir aufgefallen:

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"angedeutete" Vergewaltigung?!
Also auf meiner DVD ist das mehr als eindeutig! Die Szene mit Andrea Zogg und die Doppelvergewaltigung, da kann man ja nur schwer noch von "angedeutet" sprechen.

Mave

So, jetzt habe ich diesen Flm auch endlich gesehen. Unterhaltsam ist er, leidlich spannend auch und es gibt sogar gewisse Überraschungsmomente. Dafür respekt, auch für die handwerklich saubere Produktion. Aber machen wir uns nichts vor: leidlich spannende psychothriller mit einem Twist am Ende werden in den USA nun wirklich am laufmeter produziert, also macht diesen Film nicht zu etwas was er nicht ist, nur weil er aus der Schweiz kommt und auf einer Alp spielt...

Was für mich noch unklar ist:

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als der Polizist am Schluss die 3 Leichen findet - das sind die Jäger aus der jagdhütte, die der Pfarrer angezündet hat, korrekt? - läuft er nachher noch etwas weiter, sieht etwas schockierendes und erschiesst sich darauf. Was genau sieht er? Das abgestürzte und zerschmetterte "sennentuntschi" ? Falls ja, wieso schockiert ihn das so? Hat er angenommen, dass sie nach einem 50 Meter Sturz unverletzt daliegt??diese Handlung kann ich nicht nachvollziehen. Und: welches Skelett entdeckt das Mädchen ganz am Schluss in der felsspalte? Das sennentuntschi ( die Mutter) oder das sennentuntschi ( die Tochter) ?

Vielleicht kann mich ja jemand aufklären...

Gruss Mave

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