Iron Man 2 (2010)

Iron Man 2 (2010)

  1. , ,
  2. 124 Minuten

DVD-Review: Die Russen sind da!

Komm zu Papa!
Komm zu Papa!

Der Millionär Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist "Iron Man". Das hat er bekanntgegeben und nun sollen ihm die Menschen gefälligst dankbar sein. Schliesslich ist er stets dort, wo's brennt, bringt Beruhigung in internationale Konflikte und ist omnipräsent. Heikel wird's dann, als Stark merkt, dass seine Energie langsam zu Ende geht, die Kontrollanzeige immer niedrigere Zahlen anzeigt und die "Batterien" immer schneller den Geist aufgeben. Und da ist da noch ein Herr aus Russland...

Ich mag Computer
Ich mag Computer

Der Russe Ivan Vanko (Mickey Rourke) werkelt nämlich fleissig an der Technologie, die Stark zum Helden gemacht hat. Die soll Stark auch noch grad dem Militär zur Verfügung stellen, was er natürlich verweigert. Da kommt Vanko grad richtig. Er passt Stark in Monaco beim Autorennen ab, versohlt ihm den Hintern und wird schon bald von Justin Hammer (Sam Rockwell) engagiert, um eine ganze Reihe von Iron-Man-Anzügen für den Staat zu basteln. Denn Hammer ist, im Gegensatz zu Stark, durchaus bereit, dem Militär Roboter mit der neuen Technologie zu liefern und sich eine goldene Nase daran zu verdienen.

Dass der Russe dabei seine eigenen Pläne verfolgt, Starks Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) zum CEO aufsteigt und Tonys bester Freund Rhodey (Don Cheadle) selber in einen Superheldenanzug steigen muss, hätte ja niemand ahnen können. Vor allem Tony Stark nicht, der sich anhand dieser Bedrohungen erneut dem Alkohol zuwendet...

Im April dieses Jahres wurde die Sommer-Blockbuster-Saison mit Iron Man 2 gestartet, und Einnahmen von über 300 Millionen Dollar in den USA alleine sprechen eine deutliche Sprache. Auch der zweite Auftritt von Tony Stark im eisernen Kostüm gefällt den Fans, auch wenn es für einmal ein bisschen mehr in die Psyche des Hauptcharakters geht und die grosse Action auch mal in den Hintergrund treten darf.

Dass der Anfang fetzt und auch zwischendurch die Kugeln fliegen ist zwar nett, und irgendwie muss das Budget von 200 Millionen Dollar ja auch sichtbar verwendet werden, aber seine Stärke hat Iron Man 2 überraschenderweise in den etwas stilleren Sequenzen. Da wird eine richtig interessante Geschichte erzählt, der "Superheld" charakterisiert, und Robert Downey Jr. verleiht ihm den nötigen Tiefgang. Überhaupt scheint es momentan keinen besseren Schauspieler zu geben als Downey Jr, der in jeder seiner Rollen überzeugen kann. Da werden Scarlett Johansson oder auch Mickey Rourke in die zweite Reihe verwiesen, obwohl letzterer für einen Comicbösewicht gar nicht so übel daherkommt.

Fazit: Iron Man 2 kommt nicht ganz an die schnelle Erstverfilmung von vor zwei Jahren heran. Der war eher für Actionfreunde, während die Fortsetzung schon mehr Fleisch am Knochen zu bieten hat. Das mag zwar nicht jedermann gefallen, aber wer seinen Kopf gerne braucht beim Filmgucken, dürfte hier Freude haben.

Die Single-DVD zu Iron Man 2 geizt mit Bonusmaterial. Zwar sind Trailers und Teasers en masse abrufbar, aber die kennt man zur Genüge. Dazu ist ein Audiokommentar vom Regisseur Jon Favreau abrufbar, der viele kleine Details liefert und sich für Fans des Eisernen definitiv lohnt. Wer das Musikvideo von AC/DC sehen will oder Lust auf Making-ofs oder Berichte hinter den Kulissen hat, muss sich die "Limited Edition" im Steelbook von Iron Man 2 kaufen.

Technisch ist jedoch auch die Single-Edition ihren Preis wert: klares Bild, starke Konturen und kräftige Farben werden geboten, und auch der Ton lässt keine Wünsche übrig und bringt lauten Sound in glasklarer Qualität in die gute Stube.

/ tam

Kommentare Total: 42

db

So, als Einstimmung für Avengers auch gesehen. Während Iron Man noch durchaus unterhaltsam war und vor allem durch den Humor und das Zusammenspiel zwischen Tony Stark und Pepper die lasche Handlung überdecken konnte, war Iron Man 2 nix. Vom ursprünglichen Humor findet man kaum noch etwas, die Szenen zwischen Tony und Pepper sind enttäuschend kurz und der Film besteht primär aus einer lustlosen Aneinanderreihung von Actionszenen, welche alle nicht wirklich mitreissen.

Handlungstechnisch muss man sich mit vielen neuen/nervenden/unglaubwürdigen/neu besetzten Charakteren herumschlagen, welche primär das gleiche Ziel verfolgen wie beim Vorgänger. "Ich will Iron Man nachbauen." Gääähn. Nur sind es diesmal statt ein grosser Gegner gleich zwanzig einzelne Gegner sind, die Iron Man ausschalten muss, welche alle vom verlebten und lustlosen Mickey Rourke kommandiert werden. Scarlett Johansson stielt Gwyneth Paltrow primär Screentime und steuert kaum etwas bei und wirkt als Profikillerin kaum glaubwürdig und muss primär nur schön für die Kamera aussehen.

Fazit: Iron Man 2 ist das typische Sequel, mit mehr Action, mehr Figuren und mehr Explosionen. Das Muster ist jedoch beinahe identisch und wirkt durchwegs überladen. Einzig die persönliche Entwicklung von Tony Stark von schwerkranken Chaot zum "erwachsenen" machen den Film sehenswert, alles andere ist mehr Schall und Rauch als etwas anders.

farossi

vorerst. ich liebe den ersten teil! iron man 2 hat meines erachtens leider in fast allen belangen das nachsehen. nach einem vielversprechenden anfang sackt das ganze ab und verstrickt sich in mehr oder weniger uninteressanten dialogen, unnötigen cliffhangern und einer zwar interessanten storyidee, die aber grösstenteils einfach verschenkt wird. schade.
trotzdem hat das sequel auch seine guten seiten: die beiden figuren whiplash und black widow, a**** hammer, der kurze auftritt von samuel l. jackson und die zwar kurze, aber wirklich toll inszenierte action.
für teil 3 bitte wieder mehr von teil 1...

tam

Filmkritik: Die Russen sind da!

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen