Incendies (2010)

Die Frau die singt - Incendies

Jeanne und Simon erhalten die Briefe ihrer Mutter.

Nach dem Tod ihrer Mutter Nawal (Lubna Azabal) erwartet die Zwillinge Jeanne (Mélissa Désormeaux-Poulin) und Simon (Maxim Gaudette) bei der Eröffung des Testaments ein Schock: Der Notar Jean Lebel (Rémy Girard), ein Freund der Familie, händigt den beiden je einen Brief ihrer Mutter aus. Im Schreiben an Jeanne bittet Nawal ihre Tochter, ihren Vater zu suchen. Für die Zwillinge unerklärlich, hielten sie doch ihren Vater schon immer für tot. Im an Simon gerichteten Brief wird dieser aufgefordert, seinen Bruder ausfindig zu machen. Ein Bruder, dessen Existenz nie bekannt war.


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6.0 Sterne 

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Film-Informationen

Deutscher Titel: Die Frau die singt - Incendies

Drehorte: Kanada, Frankreich 2010
Genres: Drama, Mystery, Kriegsfilm
Laufzeit: 139 Minuten

Kinostart: 21.04.2011
Verleih: filmcoopi

Regie: Denis Villeneuve
Drehbuch: Valérie Beaugrand-Champagne, Wajdi Mouawad, Denis Villeneuve
Musik: Grégoire Hetzel

Darsteller: Mustafa Kamel, Hussein Sami, Rémy Girard, Mélissa Désormeaux-Poulin, Maxim Gaudette, Dominique Briand, Lubna Azabal, Frédéric Paquet, Hamed Najem, Ahmad Massad, Bader Alami, Majida Hussein, Asriah Nijres, John Dunn-Hill, Nadia Essadiqi, Chaouki Charbel, Axel Garbi, Amine Benzenine, Joyce Raie, Celine Soulier

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

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5 Kommentare

Villeneuve weiss echt, wie man Filme macht. Nachdem Sicario meinen positiven Eindruck Villeneuves - erst entstanden durch Prisoners und Enemy - zementierte, hab ich mal in seiner Filmografie gewühlt und wurde mit Incendies fündig.
Zwar dauerte es ein wenig, bis der Film mich vollends packte, am Schluss ist er dann aber doch sehr eingefahren und reiht sich von der Atmosphäre in die Kategorie von Sicario und Prisoners ein: Dreckig, realistisch, wüescht. Ich fand das Hin-und-Her-Wechseln der Timelines nicht immer gelungen, aber darüber schaue ich hinweg.
Ich hoffe, Villeneuves erster SciFi-Film 'Story of your Life', der dieses Jahr erscheinen soll, enttäuscht auch nicht. Ich bin da aber sehr zuversichtlich.

Ich mag Villeneuve immer mehr! Prisoners war grossartig und auch Enemy, den ich immer noch nicht ganz begriffen habe, war nicht schlecht.

Incendies ist ein Film, der besonders am Schluss richtig einfährt. Zuvor ist es ein fesselnder, spannender und kompromissloser Streifen, welcher jederzeit auf einem hohen Niveau ist.

Jetzt freu ich mich gleich noch mehr auf Sicario.:-]

Krasse Story, bedrückende Schauplätze, bemerkenswerte Schauspieler und optimales Pacing - aber irgendwie fand ich alles zu "konstruiert", zu sehr auf "Woah, krass!" gesetzt und nachdem man schon leer geschluckt hat, kommt noch einer obendrauf. Ein harter Brocken ist für mich dann erdrückend, wenn man ihm nicht ansieht, dass er inszeniert ist. Deshalb hat mich der Film irgendwie an vielen Stellen schlichtweg enttäuscht.

You and Whose Army?

Incendies ist ein unglaublich schmerzhafter Film, der einen nicht mehr so schnell loslässt. Stunden nach dem Film war ich noch immer wie paralysiert und konnte mich kaum davon abwenden. Stets hatte ich Radioheads You and Whose Army? in den Gehörgängen, die Story im Hinterkopf, die Bilder vor Augen. Was für ein Film?!
Eine Story, die einem die Augen öffnet und die Welt schonungslos darstellt. Schauspielerisch auf einem exzellenten Niveau, wenn auch nicht von allen Darstellern gleich herausragend. Die Thematik ist knallhart, emotional, traurig und zu jeder Zeit hochspannend. Kein Film für einen gemütlichen Abend und genauso wenig ein Film für den Zartbesaiteten. Ein Harten Brocken, der vor nichts zurückschreckt und uns Bilder liefert, die wir nicht einmal in unseren übelsten Albträume für möglich halten.

5.5

[Editiert von yan am 2013-01-03 10:57:25]

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