Greenberg (2010)

Greenberg (2010)

Roger Greenberg ist ein sonderbarer, humorloser Kauz. Als er für ein paar Wochen das Haus seines Bruders in LA hütet, trifft er dessen Assistentin Florence, selbst so etwas wie eine verlorene Seele. Sie scheint die einzige zu sein, die ihn mag. Leicht macht er es ihr Roger aber nicht.

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
107 Minuten
Produktion
2010
Kinostart
- Verleiher: Elite
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IMDb, TMDb
Thema
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Trailer 2 Deutsch, 02:20

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Roger Greenberg ist ein sonderbarer, humorloser Kauz. Als er für ein paar Wochen das Haus seines Bruders in LA hütet, trifft er dessen Assistentin Florence, selbst so etwas wie eine verlorene Seele. Sie scheint die einzige zu sein, die ihn mag. Leicht macht er es ihr Roger aber nicht.

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Kommentare Total: 4

kingkhan

und das gruslige ding im pool...was war das wohl genau?

flying_penguin

Ganz genau! Super Kommentar, Danke.

El Chupanebrey

Zitat Peter Travers

Even when you laugh, like in the climactic party scene, it hurts.

Greenberg ist Geschmackssache, ganz klar. Wer einen Schenkelklopf-Stiller-Vehikel erwartet, wird sich hier an den Kopf fassen oder gar einschlafen. Doch Noah Baumbachs Film ist alles andere als schlecht. Im Gegenteil, Baumbach erweist sich sogar stellenweise als Meister der Beobachtung. Sein Drehbuch ist schmerzhaft nah am Leben, was den wenigen Figuren, auch wenn wir gar nicht allzu viel über sie wissen, sehr viel Tiefe verleiht. Ja, die Dramaturgie holpert extrem. Baumbach ist kein Woody Allen. Das Episodenhafte an Greenberg wirkt vielleicht nicht allzu harmonisch, aber letztendlich ist das gar nicht so schlimm. Auch das Leben selbst verläuft nicht linear. Und darauf will der Film meiner Meinung nach hinaus.

Mit bewundernswerter Sorgfalt wird an die Figur Roger Greenberg - mitsamt seiner misanthropischen Einstellung, seinen Neurosen, seine Vergangenheit und seine Sicht auf die Gegenwart - herangegangen und gleichzeitig eine ganze Generation untersucht. Doch das Ganze wirkt nicht formelhaft, sondern mündet in eine Selbstfindung der etwas anderen Art.

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Ich fand es ganz toll, wie die letzte Linie des Films (Florences "This is you" in Bezug auf ihre Sprachmitteilungen auf ihrem Handy) auf Rogers Frage in eben jener Nachricht ("Who am I?" - das Zitat aus Wall Street) antwortet.

Schauspielerisch sticht hier natürlich vor allem Ben Stiller heraus, den ich unbedingt häufiger in solchen Rollen sehen möchte. Wer immer sagt, der Mann könne nicht schauspielern, der wird in Greenberg Lügen gestraft. Die anderen Darsteller sind ebenfalls recht gut, vor allem Rhys Ifans, der ebenfalls das Glück hatte, einen wunderbar sorgsam konstruierten Charakter zugeteilt zu bekommen.

Fazit: Man merkt, dass Greenberg ein relatives Frühwerk eines Regisseurs ist. Der Film wirkt an einigen Stellen noch recht ungeschliffen und roh, überzeugt aber durch starke Darsteller (Ben Stiller!) und ein Drehbuch, das verdammt real wirkt. Und daran, dass diese Realität uns mal zum Lachen bringt, uns mal schmerzt, merkt man, dass Noah Baumbach sein Ziel erreicht hat.

4.5 Sterne

[Editiert von El Chupanebrey am 2010-04-13 14:23:28]

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