Clash of the Titans (2010)

Clash of the Titans (2010)

Kampf der Titanen
  1. , ,
  2. 106 Minuten

DVD-Review: Einmal Klassiker vermantschen, bitte

"Schau mir in die Augen, Kleiner".
"Schau mir in die Augen, Kleiner". © Warner Bros.

"So nicht", lässt Göttervater Zeus (Liam Neeson) verkünden. Er, der die Menschen erschaffen hat, verlangt von uns nicht viel mehr, als dass man ihn anbetet. Doch die Menschen haben genug von den Göttern, welche die Leben ihrer Liebsten nehmen, und wenden sich gegen sie. Das Fass zum Überlaufen bringt der Fall einer Götterstatue, die von den Bewohnern der Stadt Argos von einem Felsen ins Meer geworfen wird. Daraufhin taucht Hades (Ralph Fiennes), der Bruder von Zeus, auf, und verlangt ein Menschenopfer für ein erneut friedliches Zusammenleben zwischen Göttern und Menschen. Als Opfer wird von Hades die Prinzessin Andromeda (Alexa Davalos) verlangt.

"Aber Grosi, wieso hast du diese Schlangen aufm Kopf?"
"Aber Grosi, wieso hast du diese Schlangen aufm Kopf?" © Warner Bros.

Doch die Götter haben die Rechnung ohne Perseus (Sam Worthington) gemacht: Dieser Perseus ist halb Mensch, halb Gott, da sein Vater niemand geringeres ist als Zeus höchstpersönlich. Als Perseus' Ersatzfamilie getötet wird, schwört er Rache. Er macht sich mit einer Handvoll Soldaten auf, um den Göttern zu zeigen, wer die wahren Herrscher der Welt sind. Auf ihrer Reise treffen sie dabei auf Riesenskorpione, die Schlangenfrau Medusa und natürlich auf den mächtigen Kraken.

Natürlich kennen wir alles die herrliche Version von Clash of the Titans aus dem Jahre 1981. Als bekannt wurde, dass es ein Remake geben soll, rümpften drum die Fans des Originals die Nase. Und siehe da, sie behielten recht. Clash of the Titans, immerhin mit über 120 Millionen Budget ausgerüstet, holte sich in den USA nur knapp einen Gewinn ein und musste harte Kritik einstecken.

Und das durchaus verdient. Denn Clash of the Titans ist zwar ein spektakulärer Film mit vielen Spezialeffekten, Monstern und schrägen Kreaturen, aber die ganze Produktion wird so herzlos abgehandelt, dass es schlussendlich nicht nur den Fans des alten Films nicht gefällt, sondern auch denjenigen, die ein bisschen mehr als Action erwarten. Dass ist denn auch das einzige, was wirklich passt. Hauptdarsteller Sam Worthington (nach Avatar der "Mann der Stunde" in Hollywood) rennt, kämpft, springt und schreit, was das Zeugs hält. Nur leider interessierts mit zunehmender Filmdauer immer weniger.

Die ganze Produktion ist aufwändig. Riesige Skorpione und geheimnisvolle Dschinns treten an gegen einen recht peinlichen Ralph Fiennes als Hades und den gelangweilten Liam Neeson als Göttervater. Da hat ja sogar die schlecht animierte Medusa mehr zu bieten. Überhaupt, neben all den Effekten gehen die menschlichen Darsteller gnadenlos unter. Allerdings wehren sie sich auch nicht gross dagegen, sondern spulen ihr Programm emotionslos ab. Das gilt auch für Sam Worthington.

Fazit: Klar, Clash of the Titans hat fetzige Szenen, schöne Landschaften und nette Monster. Viel mehr bietet die Neufassung aber nicht. Herzlos, ohne Charme oder Intensität wird die Story von uninspirierten Darstellern vorgetragen. Nett zum einmal Gucken, aber für anhaltende Erinnerungen an die Story ist halt doch noch der alte Clash of the Titans zu empfehlen.

Die DVD zu Clash of the Titans bietet ausser ein paar nicht verwendeten Szenen keine Extras. Und auch die sind recht überflüssig, da sie vor allem aus Dialogen zwischen "Göttern" bestehen. Qualitativ wird hingegen tolle Arbeit abgeliefert. Starke Bilder, klarer Sound (der auch wirklich mal die Boxen im Wohnzimmer beansprucht), das alles passt recht gut. Zusätzlich ist auf der Blu-ray noch die 3D-Version erhältlich.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 38

farossi

2 sterne für ein paar wirklich gelungene (nebst massenhaft lausigen!) szenen und für kurzweiliges popcornkino. der rest ist nicht wirklich erwähnenswert...

ma

Die Mainstream-Gurke des Jahres für mich. Die Skorpione sind das einzige nur annähernd unterhaltsame hier.Gemma Arterton ist schrecklich als Plot-Lady und obwohl ihr Teint fast weiss ist, schafft es Worthington noch blasser zu sein.

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Spektakuläre Szenen und rasante Action sind hier der Pluspunkt. Leider fehlt aber dem Streifen, wie schon sehr gut in der Kritik geschrieben wird, dass das ganze herzlos abgespult wird. Der Auftritt von Calibos war eine Frechheit.

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