The Bounty Hunter (2010)

The Bounty Hunter (2010)

Der Kautions-Cop
  1. , ,
  2. 110 Minuten

Blu-ray-Review: Eine verrückte zweite Chance

Deckel zu und dann is Ruh'
Deckel zu und dann is Ruh'

Milo Boyd (Gerard Butler) war mal bei der Polizei, verdient sein Geld nun aber als Kautions-Cop, als sogenannter "Bounty Hunter". Immer, wenn ein Angeklagter nicht zu seinem Gerichtstermin erscheint, wird Milo auf ihn angesetzt, und wenn er den Flüchtigen schnappt, gibt's Kohle. Nur leider ist das in letzter Zeit nicht mehr ganz so häufig wie eigentlich geplant. Nun aber hat der Mann einen Job an der Angel, der perfekter nicht sein könnte.

Kommt da noch einer?
Kommt da noch einer?

Nicole Boyd (Jennifer Aniston) ist Journalistin und an einer heissen Geschichte dran. Dummerweise wurde sie verklagt und vor Gericht gezerrt. Den Termin hat sie sausen lassen und ist nun auf der Abschussliste ihres Ex-Gatten Milo, der nichts lieber macht, als seine ehemalige Gattin in den Knast zu bringen. Dass die Dame dabei aber recht zickig tut und ihr zusätzlich böse Buben an den Kragen wollen, macht die Arbeit nicht einfacher. Im Gegenteil, bald müssen Nicole und Milo wieder zusammenspannen, um den Verfolgern zu entkommen und den brisanten Fall zu lösen.

Gerard Butler ist ein Draufgänger, ein Macho, und dies zeigt er neuerdings auch gerne in etwas romantischeren Streifen, wie zuletzt in The Ugly Truth. Als Milo Boyd ist er nun wieder in seinem Element. Sein hämisches Lachen, seine sympathisch fiesen Kommentare und seine rauhe Art machen aus ihm den Mann, den wir im Heimkino sehen wollen.

Jennifer Aniston als zickige Journalistin fügt sich wunderbar in das Schema der starken Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, ein. Sie bietet genau das, was Frau und Mann sehen möchten. Mit ihren 41 Jahren sieht noch immer wunderbar aus und kann es nicht lassen, dem Grosskotz Butler die Stirn zu bieten. Tatsächlich funktioniert das Duo prächtig, ob sie sich zanken oder auch ganz romantisch zu Abend essen. Immer wieder gelingt es den beiden, dem Zuschauer ein Lachen aufs Gesicht zu zaubern. Mit Wortwitz und Charme punkten die Hauptdarsteller, und so geniesst der Zuschauer eine kurzweilige Geschichte über ein nie geahntes Wiedersehen.

Bis The Bounty Hunter etwas Schwung bekommt, vergeht schon mal die erste Viertelstunde, ziemlich eintönig werden die Charaktere vorgestellt. Erst als Milo die Aufgabe bekommt, seine Ex Gattin zu jagen, kommt der Film so richtig ins Rollen. Genau dort liegen die Stärken des Films, ob es nun Attacken mit Handschellen oder Elektroschocker sind, Fluchtversuche mit einer Rikscha oder einfach die beiden Protagonisten beim Streiten. Gegen Ende des Films wird auch noch etwas Kitsch serviert, was vor allem den männlichen Zuschauerpart stören könnte, trotzdem kann, vor allem dank dem machoartigen Getue des Hauptdarstellers, die Romantik in Grenzen gehalten werden.

Fazit: The Bounty Hunter ist ein sehr abwechslungsreicher Film: viele Lacher, eine gesunde Prise Action, ein wenig Romantik und ein ausserordentlich starkes Hauptdarstellerduo, das in allen Belangen beweist, wieso es zur Spitze von Hollywood gehört. Sogar diejenigen, die Gerard Butler lieber in knallharten Actionstreifen sehen, werden hier Gefallen an ihm finden.

Der Film hat einen sehr starken Soundtrack, der zum Gesamtbild beiträgt. Auch die Extras der Blu-ray können sich sehen lassen. Unbedingt sollte man sich das Making-of angucken. In technischer Hinsicht bietet die Disc ein eher durchschnittliches Bild für eine Blu-ray, in dieser Hinsicht reicht der Kauf der normalen DVD.

/ yan

Kommentare Total: 8

yan

Filmkritik: Eine verrückte zweite Chance

RandyMeeks

Seichte Unterhaltung mit diversen Logiklöchern.
Natürlich hänge ich das Telefon einfach auf, wenn ein Kollege mit gebrochenem Beim leidet.
Und wie praktisch ist doch, dass die Frauenzelle grad neben der Männerzelle ist 😉
Der Film ist einfaches Kino, tut niemandem weh und ist beim Abspann auch schon wieder vergessen.
Einen Extrastern für Jennifer Aniston *rrrrr*

lieBlingLing

Der Film ist einfach nur langweilig. Der Krimi-Plot ist undurchsichtig und schlicht nicht spannend. Wäre nah dran gewesen den Saal zu verlassen.

Einzig die Szenerie von Atlantic City kommt hübsch zur Geltung.

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