The Book of Eli (2010)

The Book of Eli (2010)

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  2. 118 Minuten

Filmkritik: Was zu lesen ist immer gut

Wo bleibt mein Bier?
Wo bleibt mein Bier? © Studio / Produzent

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Dreissig Jahre ist es nun her, seit der blaue Planet sich durch die Apokalypse in einen grossen, staubigen Flecken verwandelt hat. Ein einsamer Mann namens Eli (Denzel Washington) wandert durch das Land, das einst die Vereinigten Staaten von Amerika war. Jeden Feind besiegt er, jeglicher Gefahr kann er entkommen. Doch als er in einer kleinen Stadt ankommt, wird's problematisch. Der dortige Herrscher, ein Mann namens Carnegie (Gary Oldman), sucht nämlich jenes geheimnisvolle Buch, das ausgerechnet Eli mit sich herumträgt.

Carnegie fängt an einen perfiden Plan zu spinnen, der ihn in den Besitz des Buches bringen soll. Er, dessen Frau (Jennifer Beals) blind ist, setzt sogar seine eigene Tochter Solara (Mila Kunis) auf Eli an, damit sie ihn verführen und so ans Buch kommen soll. Leider ohne Erfolg, denn auch den menschlichen Gelüsten widersteht Eli. Am nächsten Morgen kann er entkommen, indem er jeglichen Attacken der Schergen Carnegies auf wundersame Art entgehen kann. Kugeln scheinen diesen Mann nicht zu verletzen und in Sachen Nahkampf kann ihm keiner das Wasser reichen. Was ist das bloss für ein Mann? Hat der einfach unglaubliches Glück oder steckt da mehr dahinter?

Auf wen schiesst du?
Auf wen schiesst du? © Studio / Produzent

Eine äusserst brutale und intensive Jagd beginnt, auf der Eli in der jungen Solara eine Verbündete gefunden hat. Zusammen treffen sie auf skurrile Figuren und immer wieder auf ihren Verfolger, Carnegie, der wie besessen ist von diesem Buch. Doch bevor dessen Geheimnis enthüllt wird und die Menschheit wieder einen Anfang nehmen kann, fliesst noch viel Blut und manche Gehilfen werden ins Gras beissen. Denn eins ist sicher: bevor Carnegie dieses Ding nicht in seinen Händen hat, wird die Jagd weitergehen.

Wenn die Erde am Rand des Abgrund steht, die Apokalypse überstanden ist und die Menschheit sich neu aufrüsten muss, dann packen die Filmemacher diese Themen gerne in gross angelegte und spannende Produktionen. Sei es Will Smith in I am Legend, die wilde Welt von Doomsday oder auch die Story um den Terminator (um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen), sie alle berichten von einer Welt, die nicht mehr viel mit der zu tun hat, die wir heute kennen. Nun kommt auch Denzel Washington, mit Bart und Nuschelstimme, mit einem solchen Film zu uns.

Die Story von The Book of Eli ist ziemlich mysteriös. Als Zuschauer wird man lange Zeit im Ungewissen gelassen, obwohl natürlich die hellen Köpfe bald mal darauf stossen, was es mit dem Buch wirklich auf sich hat. Washington spart dabei nicht mit Anspielungen und vermag in seiner Rolle als Einzelkämpfer durchaus zu gefallen. Auch wenn man ihm fast nicht mehr abnehmen mag, dass er alle Stunts selber gemacht haben soll. Diese Kämpfe sind nämlich ziemlich brutal und heftig geworden. So hat man Denzel Washington selten gesehen.

Überhaupt findet man im Cast einige bekannte Namen, die (fast) allesamt überzeugende Arbeit abliefern. Allen voran natürlich Gary Oldman, wobei er jedoch erst im Finale so richtig aufdreht. Auch Ray Stevenson (Punisher: War Zone) und die in Forgetting Sarah Marshall noch so wundervolle Mila Kunis tauchen auf, bleiben aber in ihren Rollen extrem oberflächlich und helfen der Story nicht wirklich. Dafür macht der Auftritt von Michael Gambon recht viel Spass.

Fazit: The Book of Eli ist ein Endzeitfilm, der in vielen Szenen an einen Western erinnert und gegen Ende eine etwas gar versöhnliche Richtung einschlägt, die auf den Unterhaltungswert drückt. Getragen von guten Darstellern, die allerdings erstaunlich viel plaudern und somit weniger Zeit für Action haben, passt das Gesamtpaket durchaus, jedoch sind ein paar Hänger nicht zu übersehen. Dafür lädt das Ende zum Nachdenken ein, was man nicht mehr von vielen Filmen behaupten kann.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 35

euros

naja zeugen jehovas in billich-game Ästhetik

daw

Der Film konnte mich nicht wirklich aus den Socken hauen. Vieles macht keinen Sinn und irgendwie sind halt doch zu viele Klischees vorhanden. Der Schluss regt zum Denken an? Naja, nicht wirklich. Oder ich hab den Schluss einfach nicht verstanden :-)

db

Bin nicht eingeschnappt, hab' zurzeit nur sehr viel um die Ohren und viele Pendenzen da bleibt mir einfach nicht die Zeit für lange Diskussionen - deshalb war ich so kurz angebunden, nichts persönliches. 😉

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