Another Year (2010)

Kuscheln im Alter.

Tom (Jim Broadbent) ist Geologe und seine Frau Gerri (Ruth Sheen) eine medizinische Beraterin. Sehr gücklich verheiratet verbringen sie viel Zeit miteinander auf ihrer Pünt. Ihre einzige Sorge gilt dem Sohn Joe (Oliver Maltman), der mit dreissig die Frau fürs Leben noch nicht gefunden hat. Sie kümmern sich aber auch rührend um Mary (Lesley Manville). Die Sekretärin aus dem Spital, wo Gerri arbeitet, ist fast etwas zu oft bei Tom und Gerri zu Besuch.


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4.5 Sterne 

» Filmkritik


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Film-Informationen

Drehort: Grossbritannien 2010
Genres: Komödie, Drama
Laufzeit: 129 Minuten

Kinostart: 06.01.2011
Verleih: Pathé Films

Regie: Mike Leigh
Drehbuch: Mike Leigh
Musik: Gary Yershon

Darsteller: Jim Broadbent, Ruth Sheen, Lesley Manville, Oliver Maltman, Peter Wight, David Bradley, Martin Savage, Karina Fernandez, Michele Austin, Philip Davis, Imelda Staunton, Stuart McQuarrie, Eileen Davies, Mary Jo Randle, Ben Roberts, David Hobbs, Badi Uzzaman, Meneka Das, Ralph Ineson, Edna Doré

» The Internet Movie database (IMDb)


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2 Kommentare

Ganz toller Film.

Das Drehbuch hat die Oscarnomination völlig verdient. Obwohl Another Year episodenhaft erzählt wird, funktioniert alles als Einheit, nicht zuletzt dank des Mike Leigh'schen Realismus, der auch hier wieder zum Tragen kommt. Wie im echten Leben kommen und gehen die Protagonisten ohne dass man - oder wenigstens Tom und Gerri - sich gross darüber Gedanken machen. Es gehört einfach zum Leben dazu. So gesehen muss man sich beim Titel des Films ein "Just" dazudenken, denn das ist im Grunde genommen, was Another Year ist: ein Jahr im Leben der Akteure. Manche Dinge ändern sich, manche bleiben so wie sie sind. Und das Leben geht immer weiter.
Gewürzt ist das Drehbuch zudem mit der herrlichen britischen Art, die wir uns von Mike Leigh ebenfalls gewohnt sind, und die vor allem in Form von Jim Broadbent präsentiert wird ("How are you coming along?" - "Inexorably!" :-D).

Überhaupt darf man die Schauspieler nicht vergessen: Broadbent und Ruth Sheen sind wunderbar als der ruhende Pol in einem eher unruhigen Umfeld. Lesley Manville ist stark als die zur Depression neigende Mary, David Bradley (bekannt als Argus Filch aus den Harry-Potter-Filmen) sagt nicht viel, hinterlässt aber einen bleibenden Eindruck, und auch Peter Wight überzeugt in der tragikomischen Rolle von Ken.
Natürlich tut Mike Leighs Charakterzeichnung ihren Teil. Die Figuren sind allesamt sehr vielschichtig und man hat keine Mühe, sich mit ihnen zu identifizieren.
Und last but not least: Grandiose Kameraarbeit von Dick Pope!

Fazit: Ein ruhiger Film über das Leben. Grosses kleines Kino.

5.5

» Filmkritik: Zu Besuch bei Tom und Gerri