The A-Team (2010)

The A-Team (2010)

Oder: Tää-tätä-täää tätä-tää

"Nicht traurig sein. Ist doch nur Eile mit Weile."

"Nicht traurig sein. Ist doch nur Eile mit Weile."

Sie sind die Besten in dem, was sie tun. Sie sind in der US-Armee die Spezialisten für die unmöglichen Missionen. Sie sind das A-Team. Sie heissen Hannibal (Liam Neeson), Faceman (Bradley Cooper), Murdock (Sharlto Copley) und B. A. (Quinton 'Rampage' Jackson). Doch bei ihrem letzten Auftrag geht einiges schief: Als sie bei einer Mission Druckplatten, die zum Drucken von US-Dollars verwendet werden, beschaffen sollen, werden sie reingelegt. Ihre Vorgesetzten sehen dies anders, entlassen das Team unehrenhaft aus der Armee und bringen sie hinter Gitter.

Cool guys don't look at explosions.

Cool guys don't look at explosions.

Nach sechs Monaten Gefangenschaft brechen die vier aus, um die wahren Schuldigen zu finden und so ihre Westen rein zu waschen. Mithilfe des CIA-Mannes Lynch (Patrick Wilson) kommen sie der Wahrheit scheinbar immer näher. Zu spät erkennen sie, dass sie nur Schachfiguren sind in einem Spiel, bei dem es um weit mehr geht, als bloss um ihren guten Ruf. Jetzt kann nur noch ein genialer Plan helfen, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Dabei müssen sie aber auch immer aufpassen, dass sie nicht von den Gesetzeshütern unter der Leitung von Charisa Sosa (Jessica Biel) geschnappt werden.


Film-Rating

The A-Team war in den 80er-Jahren eine international sehr beliebte Fernsehserie über eine Elitetruppe, die jegliches Problem lösen konnte. Das Team war aber selbst immer auf der Flucht vor dem Gesetz, da man ihnen ein Verbrechen vorwarf, welches sie nicht begangen hatten. Dass ein Erfolg, sei er auch ein lange vergangener, irgendwann die grossen Studiobosse auf den Plan ruft, ist unvermeidlich. Und darum dürfen Hannibal, Faceman, Murdock und B. A. jetzt auch auf der Leinwand Gas geben. Leider lässt Regisseur Joe Carnahan sie dies nur mit angezogener Handbremse tun.

Die Trailer des Filmes versprachen einen Non-stop-Actioner ohne Sinn und Verstand. Carnahan löst dies mit seiner Adaption nur bedingt ein. Sein Ziel war es, zuerst das Team einzuführen, um sie den Neulingen vorzustellen. Das hat zur Folge, dass die Truppe zuerst zusammenfinden müssen. Wie dies geschieht, ist leider ziemlich lausig vorgetragen und absolut dämlich. Sobald dann die Hauptmission klar ist, zeigt der Film seine Stärken: Laute Action garniert mit dummen Sprüchen. District 9-Star Sharlto Copley hat dabei die meisten Lacher auf seiner Seite. Nach dieser rasanten Phase wird versucht, eine Verschwörungsgeschichte aufzubauen, bei der aber mindestens eine Partei zu viel mitmischt. Deshalb bremst der Film sich öfters selbst aus, und man wird das Gefühl nicht los, alles Sehenswerte bereits im Trailer gesehen zu haben. Die Hauptstory ist nicht der Rede wert und auch nicht wirklich spannend. Dies wäre ja noch zu verschmerzen, jedoch liegt der Fokus des Filmes auf dieser, anstatt alleine auf dem Team. Hätte man das Team ins Zentrum gestellt, wäre der Film um einiges cooler geworden. Das Team bleibt so leider ziemlich austauschbar.

Bei den gelungenen Darstellungen der Figuren müssen insbesondere der bereits erwähnte Copley und Hangover-Spezialist Bradley Cooper hervorgehoben werden. Die beiden passen hervorragend in ihre Rollen - etwas, das man von den anderen beiden Teammitgliedern nicht behaupten kann. Liam Neeson spielt verkrampft, was verständlich ist nach dem Tod seiner Frau Natasha Richardson. Ganz schwach ist B. A. Quinton 'Rampage' Jackson: Er ist öfters nur doof und kommt mit seiner Darstellung zu keiner Zeit an den kultigen Mr. T heran. Die Frau im Cast, Jessica Biel, kann man der Partei zuordnen, die es nicht gebraucht hätte, weshalb sie auch ein wenig verloren wirkt. Nite Owl II Patrick Wilson macht sich dagegen recht gut in der mysteriösen Rolle von Lynch. Aber auch er wird nicht lange im Gedächtnis bleiben.

Fazit: Wer bereit ist, sein Hirn während zwei Stunden abzuschalten und die Erwartungen etwas herunterschraubt, könnte am neuen A-Team seine Freude haben. Die Action und das Duo Copley/Cooper trösten ein wenig über die verpasste Chance, einen richtig glatten Film zu machen, hinweg. Schlussendlich kommt der Film nicht über das Mittelmass hinaus, was sehr schade ist. Fans der Originalserie werden des Öfteren den Kopf schütteln mit dem Wissen, dass früher eben doch alles besser war.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

20.06.2010 / crs

Community:

Bewertung: 3.5 (107 Bewertungen)

 

 

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