The Thaw (2009)

The Thaw (2009)

Oder: Klimaerwärmung in die Folgen

Es isch ämal ä Prinzässin gsii....

Es isch ämal ä Prinzässin gsii....

Wir wissen es ja schon lange, die Klimaerwärmung ist tödlich und wird unsere Erde eines Tages vernichten. Mit den steigenden Temperaturen fängt auch das ewige Eis an zu schmelzen, und so entdeckt ein Forscherteam rund um David Kruipen (Val Kilmer) die Überreste eines Mammuts. Als die Forscher einen Eisbären beim Verzehren des Kadavers beobachten und ihn dann erschiessen müssen, nehmen sie das Viech in die Forschungsstation, wo schon bald der Tod an die Türe klopft.

Evelyn (Martha MacIsaac) ist die Tochter von Kruipen und macht sich mit einer Gruppe Studenten auf den Weg, dem Team ihres Vaters einen Besuch abzustatten. Dessen Warnung, dass nichts und niemand zu ihnen kommen soll, geht ungehört verloren, und schon bald sitzen die jungen Leute im Helikopter auf dem Weg in ihr Verderben.

Neulich im heimischen OP

Neulich im heimischen OP

In der Einöde angekommen, machen Atom (Shawn Ashmore) und Kollgen eine grauslige Entdeckung. Nicht nur, dass die einzig verbleibende Wissenschaftlerin von Kruipens Team im Sterben liegt und ihr Würmchen aus den Augen krabbeln, auch die Wunden beim Eisbären entpuppen sich als Brutplätze von irgendwelchen Eiern und Maden, die auf einen offenbar uralten Parasiten hinweisen. Und schon bald gibt es mehr als einen Infizierten, die kleinen Viecher nehmen Überhand, und die jungen Wissenschaftler rennen um ihr Leben. Aber kann man dieser Bedrohung einfach so den Garaus machen?


DVD-Rating

Es ist schon eine Weile her, seit Val Kilmer richtig grosse und gute Kisten gedreht hat. The Doors, Kiss Kiss Bang Bang oder auch Heat sprechen klare Worte. Heuer ist der Mann fast ausschliesslich in Direct-to-DVD-Produktionen zu sehen, und zu allem Überfluss leiht er "KITT" im neuen Knight Rider auch noch seine Stimme. Auf dem DVD-Cover von Frozen ist sein Name gross geschrieben und er guckt uns verwegen entgegen. Ein gutes Zeichen?

Mitnichten, denn wer erwartet, dass Frozen ein Kilmer-Film ist, sieht sich bald einmal ernüchtert. Der gute Mann hat zwar die Anfangssequenzen im Griff, verschwindet dann aber praktisch für die ganze Filmdauer und überlässt die Bühne den Jungstars. Allen voran seiner Filmtochter Martha MacIsaac (Superbad), die damit aber nicht viel anfangen kann und darum eine recht durchschnittliche Leistung abliefert. Das gilt auch für Aaron Ashmore (Smallville), der seinem Bruder Shawn Ashmore (X-Men 2) noch ein bisschen hinterherhinkt.

Neben all dem Gekreische und Gerenne, das zeitweise eher an eine Episode der X-Files erinnert, geht die eigentliche Bedrohung fast ein bisschen unter. Der Organismus, der da aufgetaut wurde und sich in netter Manier unter die Haut frisst, wird als Bedrohung durch ein paar Würmchen dargestellt und in grossen Mengen zermantscht. Da hätte man auch mal ein bisschen mehr "Horror" zeigen dürfen, anstatt nur die Szene mit dem Arm. Die kommt dafür recht gut rüber...

Fazit: Frozen (oder The Thaw im Original) ist ein netter Gruselfilm geworden, der im DVD-Regal bestens aufgehoben ist. Nicht besonders spannend, mit ein paar ekligen Einsätzen und mit viel Potenzial, das leider nicht ausgenutzt wurde. Trotzdem kommt er natürlich nicht an The Thing heran.

Die Extras auf der DVD beschränkten sich auf einen kleinen Blick hinter die Kulissen, bei dem die Macher und Schauspieler ihren Senf zur Thematik und der Geschichte dazu geben dürfen. Qualitativ müssen wir uns aber mit einem recht körnigen Bild zufrieden geben, und auch die Abmischung des Tons scheint nicht optimal geklappt zu haben. Vor allem in der Lautstärke gibt es Schwankungen zu bemerken.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

07.11.2009 / muri

Community:

Bewertung: 3.3 (8 Bewertungen)

 

 

» Deine Wertung?

Kommentare:

1 Kommentar