Space Tourists (2009)

Space Tourists (2009)

Amerikanische Millionäre fliegen zur Raumstation ISS, ein norwegischer Fotograf dokumentiert den Weltraumbahnhof Baikonur und Raketenschrottsammler suchen in der kasachischen Steppe nach ausgebrannten Raketenstufen. Dabei stellt sich die Frage nach Sinn und Unsinn der privaten Raumfahrt.

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
98 Minuten
Produktion
2009
Kinostart
, - Verleiher: Look Now!
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Trailer Englisch, mit deutschen Untertitel, 01:45

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Hinauf, hinauf!

Amerikanische Millionäre fliegen zur Raumstation ISS, ein norwegischer Fotograf dokumentiert den Weltraumbahnhof Baikonur und Raketenschrottsammler suchen in der kasachischen Steppe nach ausgebrannten Raketenstufen. Dabei stellt sich die Frage nach Sinn und Unsinn der privaten Raumfahrt.

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Kommentare Total: 2

fri

Space Tourists hat mich angenehm überrascht und angeregt, meine bisherige Meinung über den Weltraumtourismus zu revidieren. Gerade weil ich eher kritisch eingestellt war, gegenüber dem Hobby von ein paar Superreichen, um jeden Preis in den Weltraum zu fliegen, wenn sie doch auf der Erde selbst etwas Gutes tun könnten mit den Millionen, die sich beim Start "ihrer" Sojus-Rakete buchstäblich in Schall und Rauch auflösen.

Nun zeigt dieser Dokumentarfilm einmal eine andere Perspektive. Man erfährt etwas über die Motivation, welche die reichen Passagiere zu ihrem nicht risikolosen Unterfangen treibt, und wird neben in Monumente gegossenen Nationalstolz, wehmütigen Erinnerungen an bessere Zeiten und eifrigem Fortschrittsdenken auch an eine schmutzige Kehrseite der Weltraumflüge erinnert: den Abfall, den sie hinterlassen.

Tatsächlich scheint man direkt vor Ort zu sein. Unterwegs mit den Schrottsammlern in der Steppe beispielsweise muss man sich von Zeit zu Zeit wieder in Erinnerung rufen, dass das, was man sieht, die Wirklichkeit ist, auch wenn die Szenerie zeitweise wie aus einem Endzeitfilm entlehnt daherkommt. Dem Kameramann ein Kompliment.

Die laute Musik hat mich nur ganz selten gestört. Im Allgemeinen fand ich die Vertonung exzellent: bedrohliche Klänge beim Zusammenbau der Stufen und beim Rollout der Rakete zur Rampe beispielsweise. Dort sind auch die O-Töne hervorragend: man meint zu hören, dass sich die Waggons biegen unter dem Gewicht der Sojus FG mit ihren imposanten Triebwerken und ihrer Nutzlast.

Gegen Ende fordert Space Tourists aber wirklich Durchhaltevermögen. Allerdings weniger, als Anusheh Ansari zeigen musste, um ihren Traum zu verwirklichen, oder die Menschen brauchen, die sich um eine Verbesserung der erwähnten Abfallproblematik bemühen.

[Editiert von fri am 2009-10-20 16:11:02]

peb

Filmkritik: Hinauf, hinauf!

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