A Single Man (2009)

A Single Man (2009)

Oder: Love interrupted

MTV Cribs

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George Falconer (Colin Firth) erhält einen Anruf, der ihn erschaudern lässt: Sein Partner Jim (Matthew Goode) ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. George will zur Beerdigung, darf aber nicht gehen, da nur die Familie dabei sein darf. Und die hat offenbar ein Problem mit dem homosexuellen Dasein ihres verstorbenen Sohnes.

Alles, was ein Mann braucht...

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Ein harter Schlag für den 52-jährigen Professor, der über 16 Jahre mit Jim zusammen war. George sucht einen Sinn in seinem Dasein, einen plausiblen Grund, um sein Leben auch ohne Jim weiterzuführen. Trost findet er in seiner besten Freundin Charley (Julianne Moore). Aber ob die ihm auch wirklich über den tragischen Tod seiner grossen Liebe hinweghelfen kann? Schliesslich hat sie mit sich selber genug Probleme, die sie verarbeiten muss.


Film-Rating

Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Christopher Isherwood, präsentiert Tom Ford seinen Erstling A Single Man. Ford ist den meisten wahrscheinlich durch seine Arbeit in der Modebranche ein Begriff. Nun versucht sich der Designer in einem anderen Metier, nämlich demjenigen als Regisseur. Gemäss seiner Aussage sei dieser Film viel persönlicher und dauerhafter als die Mode, die er designt. Dennoch wirkt A Single Man minutiös durchgeplant, und Ford scheint nichts dem Zufall überlassen zu haben. Dadurch wirkt der Film ein wenig platt.

Um die innere Leblosigkeit im Gegensatz zur zwischendurch neu entflammenden Lebensfreude der Hauptfigur George sichtbar zu machen, arbeitet Ford mit Farben und Licht. So ist ein ganz klarer Kontrast zwischen den beiden Gefühlslagen auszumachen. Ist im deprimierten Gemütszustand alles schlicht in Braun, Grau und Weiss gehalten, wird in den positiven Momenten alles etwas farbiger, lebendiger. Dies kann mit der Zeit als nervig empfunden werden, denn besonders zu Beginn des Films hat man das Gefühl, dass vielleicht mit der Filmkopie etwas nicht stimmen könnte. Einige Rückblenden sind in Schwarzweiss und erinnern (ob unbeabsichtigt oder nicht) an eine frühere Campari-Werbung.

Vor allem die jüngeren Darsteller sehen allesamt wie Models aus und sind auch so gestylt, als würden sie für eine bestimmte Hosen- oder Haarspraymarke werben. Was aber nicht bedeuten soll, dass sie nicht glaubwürdig rüberkommen. Allen voran jedoch glänzt Colin Firth in der Rolle des homosexuellen Professors.

Fazit: Wer Colin Firth mag und sich mal ansehen will, was ein Modedesigner in seinem Erstling auf die Grossleinwand bringt, ist mit A Single Man gut bedient.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

11.09.2009 / faz

Community:

Bewertung: 4.5 (52 Bewertungen)

 

 

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