The Princess and the Frog (2009)

The Princess and the Frog (2009)

Küss den Frosch
  1. , ,
  2. 97 Minuten

DVD-Review: Tanzende Frösche sind glatt

Lets Swing!
Lets Swing!

Die junge Kellnerin Tiana hat es im New Orleans um die Jahrhundertwende schwer. Ihr Traum vom eigenen Restaurant übersteigt ihre finanziellen Mittel, ihre beiden Jobs bringen nicht genügend Geld, und ihre Freundin Charlotte nervt wegen ihrer Vorfreude auf einen Prinzen, der bald in ihr Leben treten soll. Und siehe da, eines Tages legt Prinz Naveen mit Gefolge am Hafen an, musiziert sich in die Herzen der Leute und hat vor, eine reiche Dame zu ehelichen. Denn auch seine Geldsorgen sind immens.

Der Schattenmann und Voodoozauberer Dr. Facilier schnappt sich den Prinzen und verwandelt ihn in einen Frosch, während der Diener stattdessen in Prinzengestalt auf Brautsuche geht. Als Frosch Naveen bei einem Maskenball auf die als Prinzessin verkleidete Tiana trifft, denkt er, dass mit einem Küsschen der Zauber gebrochen werden kann. Dummerweise verwandelt er sich da aber nicht in einen Menschen zurück, sondern Tiana wird zur Fröschin.

Das Licht am rechten Fleck
Das Licht am rechten Fleck

Naveen und Tiana müssen nun also als Frösche versuchen, den Zauber des bösen Hexendoktors umzuwandeln. Im Sumpf von New Orleans machen sie dabei die Bekanntschaft kurliger Figuren. Einmal wäre da der jazzliebende Alligator Louis, der gerne mal mit Menschen musizieren würde, ohne dass diese vor Panik davonrennen. Und natürlich das schwer verliebte Glühwürmchen Ray, das jede Nacht auf seine Liebste wartet. Das ungewöhnliche Team sieht sich der Verfolgung von Faciliers Schattenwesen ausgesetzt und muss schnellstmöglich zur durchgeknallten Mama Odie gelangen. Denn nur sie kennt einen Weg aus der Misere...

Seit Die Kühe sind los hat es keinen klassischen, von Hand animierten Zeichentrickfilm von Disney mehr gegeben. Das hat sich nun mit dem neuen Meisterwerk The Princess and the Frog glücklicherweise geändert. Hier wird wieder das geboten, was bei den am Computer enstandenen Filmen so arg gefehlt hat: Herz, Charme und die berühmte Prise Magie. Das Budget (über 100 Millionen Dollar) wurde wieder eingespielt, und die Zuschauer wurden für fast 100 Minuten in eine zauberhafte Geschichte entführt.

Angelegt in New Orleans, hat The Princess and the Frog den dort typischen Swingsound wieder ausgegraben und liefert schöne Musik, tanzende Figuren und immer auch den nötigen Schuss Humor. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Geschichte in den zweiten Gang schaltet, Menschen in Frösche verwandelt werden und eine Reise beginnt, die nicht nur witzig umgesetzt ist, sondern auch herrliche Nebenfiguren zu bieten hat. Allen voran natürlich Louis, den Alligatoren, der mit seiner Trompete für Stimmung sorgt. Aber auch das Glühwürmchen ist herzig.

Was The Princess and the Frog ebenfalls positiv erscheinen lässt, ist der Bösewicht. Hier wurde ein Voodoomeister animiert, der mit Schatten spricht und auch sonst einen gar grusligen Eindruck macht. Für kleine Besucher vielleicht sogar ein bisschen zu gruslig. Aber auch die wissen inzwischen, dass in einem Disneyfilm das Böse schlussendlich auf die Rübe kriegt. Genau so muss es doch sein, oder?

Fazit: Ob The Princess and the Frog ein richtiger Klassiker wird, der später in einem Zug mit Beauty and the Beast oder Lion King genannt wird, darf bezweifelt werden. Nichtsdestotrotz ist es toll, mal wieder einen solchen Film zu gucken, bei den Songs mitzusummen und ab den Figuren zu lachen. In dieser Art darf es ruhig weitergehen, ihr Herren von Disney.

Die Features waren auf den Disney-DVDs schon zahlreicher als hier. Allerdings ist es auch hier möglich, die (deutschen) Stimmen hinter den Figuren bei der Arbeit zu beobachten und beim (deutschen) Musikvideo mitzuwippen. Dazu sind zusätzliche Szenen und ein interessanter Audiokommentar abrufbar. Die Porträts der Disney-Prinzessinnen hätte man sich jedoch sparen können. Dafür wird The Princess and the Frog technisch in glänzender Qualität serviert. Ein satter Ton, der rauschfrei und hervorragend durch die Boxen düst und ein tolles, buntes und kräftiges Bild lassen den Film in diesen Sparten überzeugen.

/ tam

Kommentare Total: 15

VesperLynd89

Herausgekommen ist ein eher durchschnittlicher Disneyfilm, dem es irgendwie an Herz und Seele mangelt. Zunächst dauert es erstmal, bis es zu der eigentlichen Kuss-Szene kommt - die Figuren werden zu ausführlich erklärt. Als dann beide Frösche sind, prallen die unterschiedlichen Charaktere der Beiden (Freigeist - Workaholic) aufeinander, was gut umgesetzt ist. Die Gags sind aber eher mau - die Besten sind bereits im Trailer zu sehen. Die darin verwendete Musik ist leider wenig eingängig wie man das von anderen Filmen dieser Art gewohnt ist.

Netter Versuch, aber mehr auch nicht (2/6)

RandyMeeks

Sympathische Charaktere, klasse Sound, einen Hauch Drama und natürlich Humor - ein herziger Film.
Hat mir sehr gut gefallen. Gerne mehr klassische Disney Filme!

tam

DVD-Review: Tanzende Frösche sind glatt

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen