Inglourious Basterds (2009)

Inglourious Basterds (2009)

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  3. 153 Minuten

Kommentare Total: 85

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ebe

Filmkritik: Ich komm' vom Fusse des Piz Palü...

ebe

Zitat ebe (2009-05-21 11:31:00)

Ist Überlänge bei Filmen meistens eher eine Unsitte, ist sie bei Inglourious Basterds die grösste Stärke.

Gerüchten zufolge soll der Film nach der Premiere in Cannes für die Kinos übrigens noch geschnitten werden. Es ist nicht zu hoffen - das gäbe Abzug! 😉

ebe

Und noch ein interessantes Detail: Der "Film im Film" (Der Nazi-Propagandafilm, der in Shosannas Kino gezeigt wird) stammt von Co-Darsteller Eli Roth - seines Zeichens unter anderem Regisseur von Hostel...

goodspeed

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los dass, wenn nicht Tarantinos Stempel auf dem Film prangen würde, die Punktevergabe bedeutend ernüchternder ausgefallen wäre. Überlänge, häufiges Warten auf Actionszenen und (das schliesse ich draus) auf handlungsrelevante Szenen. Dazu Tarantins Hang zur Simplifikation. Die Outnow.ch Rezi deckt sich mit vielen anderen: Die Quentin Fans finden nach wie vor gefallen an der Art des Regisseurs und denen werden auch die Argumente nie ausgehen um seine Filme schön zu reden (was bei mir das letzte mal bei Jackie Brown gelang)..alle anderen verwenden die normalen Massstäbe auch bei Tarantinos Streifen und da hilft selbst eine rosarote Brille nichts mehr.

Bin mal gespannt, mir gefiel der kleine Videothekar der um seine Filme kämpfen musste und sein Herzblut reingesteckt hat wesentlich besser als der träge gewordene, sich mittlerweile alles erlaubende Egomane der am liebsten nur noch all seine Filme als Zweiteiler und fernab jeglicher Filmkonventionen sehen möchte.

pps

Zitat ebe (2009-05-21 11:31:00)

Daneben spielen naheliegenderweise eine ganze Reihe deutschsprachiger Mimen. Til Schweiger, Diane Kruger und Daniel Brühl sind die bekanntesten, doch die grösste Rolle hat sich mit dem Österreicher Christoph Waltz ein bislang eher unbekanntes Gesicht ergattert.

Ich würde dem gerne widersprechen und behaupten, dass der Herr sogar ein sehr bekanntes Gesicht hat, einfach vom Namen her noch nicht bekannt ist. Den hat man nämlich schon so ziemlich in jeder deutschen (Krimi-)Serie als Gaststar gesehen, meist als Bösewicht. So ein typischer Wo-hab-ich-denn-den-schon-mal-gesehen?-Schauspieler.

Find ich aber spannend, wenn so viele europäische Darsteller vorkommen, bei der Besetzung hat Tarantino ja doch amigs noch ein gutes Händchen bewiesen.

ebe

Zitat pps (2009-05-21 14:29:00)
Zitat ebe (2009-05-21 11:31:00)

Daneben spielen naheliegenderweise eine ganze Reihe deutschsprachiger Mimen. Til Schweiger, Diane Kruger und Daniel Brühl sind die bekanntesten, doch die grösste Rolle hat sich mit dem Österreicher Christoph Waltz ein bislang eher unbekanntes Gesicht ergattert.

Ich würde dem gerne widersprechen und behaupten, dass der Herr sogar ein sehr bekanntes Gesicht hat, einfach vom Namen her noch nicht bekannt ist. Den hat man nämlich schon so ziemlich in jeder deutschen (Krimi-)Serie als Gaststar gesehen, meist als Bösewicht. So ein typischer Wo-hab-ich-denn-den-schon-mal-gesehen?-Schauspieler.

Einverstanden... Da ich selbst relativ wenig bis gar nie TV-Krimiserien schaue, war mir sein Gesicht neu. Aber wenn man seine Filmographie anschaut, zeigt sich tatsächlich, dass er ein gefragter Mann im deutschsprachigen TV ist.

pps

Zitat ebe (2009-05-21 14:44:49)

Einverstanden... Da ich selbst relativ wenig bis gar nie TV-Krimiserien schaue, war mir sein Gesicht neu. Aber wenn man seine Filmographie anschaut, zeigt sich tatsächlich, dass der Mann ein gefragter Mann im deutschsprachigen TV ist.

Ich bin auch nicht so Krimi-Fan, bei mir zuhause hats aber gewisse Leute, die ständig Krimi-Kanal schauen müssen. Die Gesichter nimmt man dann einfach durch Osmose auf oder so. 😉

pz_mann

Zitat ebe (2009-05-21 11:31:00)

Gerade das ausgedehnte Warten auf die Action macht den Reiz dieses Films aus.

Das mag beim ersten Ansehen stimmen, bei weiteren Sichtungen aber nur noch langweilen. Nachdem ich jetzt mehrere Kritiken gelesen habe, würden ein paar Schnitte bei den Dialogszenen wohl nicht schaden.

ebe

Zitat pz_mann (2009-05-21 15:40:16)
Zitat ebe (2009-05-21 11:31:00)

Gerade das ausgedehnte Warten auf die Action macht den Reiz dieses Films aus.

Das mag beim ersten Ansehen stimmen, bei weiteren Sichtungen aber nur noch langweilen. Nachdem ich jetzt mehrere Kritiken gelesen habe, würden ein paar Schnitte bei den Dialogszenen wohl nicht schaden.

Ist sicherlich Ansichtssache. Aus meiner Sicht würde dadurch aber viel verloren gehen und den Film auf höchstens durchschnittliches Niveau senken.

Glaube auch nicht, dass der Film bei einer zweiten Sichtung langweilen würde. Auch wenn der Vergleich vielleicht etwas prätentiös erscheint, verweise ich nochmals auf Once Upon A Time in the West. Man stelle sich mal vor, der wäre auf 90 Minuten oder so zusammengeschnitten worden...

neh

Der Spiegel findet die Überlänge übrigens auch nicht besonders prickelnd. Nach dem letzten Gähnfilm verheisst das in meiner Erfahrung nichts Gutes. Aber ich lass mich gerne überraschen (tiefe Erwartungen sind bekanntlich die beste Voraussetzung für ein gutes Kinoerlebnis).

muri

Ich bin ja gespannt auf Mike Myers. Hat er die Clownrolle inne oder darf der gute Austin Powers auch mal ernst sein?

ebe

Zitat muri (2009-05-22 11:47:30)

Ich bin ja gespannt auf Mike Myers. Hat er die Clownrolle inne oder darf der gute Austin Powers auch mal ernst sein?

Er hat nur einen Kürzestauftritt. Obwohl zwar keine aussergewöhnlich lustige Szene, geht sein Auftritt doch eher in Richtung Clown...

Interessant ist übrigens in derselben Szene Rod Taylor als Winston Churchhill. Einer von der Kategorie "ach, der lebt auch noch?!"...

th

Inglourious Basterds in Cannes:

© Universal

db

Inglourious Basterds wird länger

Zurzeit ist es zwar noch recht schwammig und eine Meldung löst die andere ab, doch eines scheint sicher zu sein. Inglourious Basterds wird nicht kürzer, sondern länger! Der Final Cut soll um etwa 19 Minuten Filmmaterial erweitert werden, das Tarantino vor Cannes nicht mehr verwursten konnte. Vor dem offiziellen Release wird er ihn nochmals in Amerika zeigen um noch etwas Finetuning zu machen.

joblo.com

woc

Tarantino und Wursten - das passt perfekt 😉

HomerSimpson

Gestern hab ich leider die Vorpremière verpasst wegen ausverkauft, desshalb heute in der Spätvorstellung (welche für einen Wochentag immernoch anständig gefüllt war) den Film begutachtet.
Zuerst viel mir schon die ziehmlich niedrige Altersbeschränkung von 12+ auf, wodurch meine Erwartungen etwas sanken (was auch der Kritik hier zu danken ist). Sollte dies wirklich ein langweiliger, öder, action/spannungsloser Dialogfilm werden wie man schon ein paar Mal im Radio/Tv gehöhrt hat?
Die Antwort darauf is definitv NEIN! Inglourious Basterds ist für mich die neue Nummer 1 des Jahres 2009. Aber eben eins vorweg: Es gibt seeeeeeeeeehr viele Dialoge und verhältnismässig wenig Action. Doch gerade in den Dialogen liegt die Stärke des Films. Das fängt schon bei der Eröffnungsszene an. Ein Teil davon erinnerte mich ein klein wenig an Pirates of the Caribbean 3 ;)
Aber nicht nur die Dialoge sind super gelungen, sondern auch die kleinen aber feinen Anspielungen und Details. Z.B. Bei der Szene in Hitlers Büro sollte man mal ganz genau auf den Maler schauen 😄

Was ein kleiner Minuspunkt sein könnte, ist dass die Basterds sehr wenig Screentime haben, obwohl sie ja die Titelfigur sind. Aber der Rest des Cast fängt dieses kleine Manko super auf. Schön zu sehen wars ja auch, dass die Nazis sogar Deutsch sprechen können und nicht wie in Valkyre die ganze Zeit Englisch sprechen.
Ich finde jedenfalls das Tarantino einen super Witzigen/Interessanten/Kultigen Nazifilm gemacht hat, der sicherlich 6 Sterne verdient !

lutzefutz

Eins vorweg, Christoph Waltz ist ÜBERRAGEND! Brad Pitt verbreitet gute Laune und Mélanie Laurent wie Diane Kruger sind fantastisch!

Tarantino inszeniert seine (brutale) Geschichte derart mit Liebe und Feingefühl, dass man sich wünscht ihn als Grossvater zu haben, dem man endlos zuhören darf. Wie überaus ästhetisch er Mélanie Laurent präsentiert ist beneidenswert. Man wird geradezu ungeduldig um zu erfahren in was für eine kuriose Situation die verschiedenen Gruppen als nächstes geraten und bangt zugleich um das Leben einzelner Protagonisten mit ihrer jeweiligen schicksalbehafteten Vergangenheit.

NEGATIV: Til Schweiger ist mit Abstand der enttäuschendste Schauspieler im Film (lächerlich wie schlecht er spielt)

woc

Dass der Film definitiv unüberwindbare Längen aufweist, ist nur ein kritischer Teil des von Tarantino selbsternannten Masterpiece. Es hat einige Szenen drin, die vom audiovisuellen Aspekt her wirklich fetzig sind. Meiner Meinung nach wiederholt sich Tarantino aber und kopiert sich in seinem Narzissmus sogar selber.

Christoph Waltz ist super, ja - ein Charakter, der top besetzt und interessant geschrieben ist. Auch Brad Pitt macht Freude - da hat sich Tarantino zwar seinen alten Dialog-Mustern bedient, sie wirken aber hier nicht total überflüssig und langweilig. Mélanie Laurent ist ganz klar Tarantinos "Uma-Thurman-Figur". Daniel Brühl nervt ohne Pause.

Fraglich finde ich halt auch den ganzen historischen Hintergrund. Sobald man Hitler sah, wurde im Kino einfach mal losgelacht. Für mich war da die Grenze zum Pietätlosen schon fast überschritten, denn der Humor zeichnet sich nicht wirklich als solcher dar. Der Soundtrack ist zweifelsohne wie immer wunderbar auch wenn er hier sehr spärlich und ziemlich abgeschnitten daherkommt.

Ich bin kein Fan von Tarantino, das gebe ich offen zu aber ich bin ziemlich neutral an den Film herangegangen. Er hat mich unterm Strich nicht vom Hocker gehauen - schon nur wegen der Tatsache, dass sich Tarantino selbst feiert und sich mit Brad Pitts Satz am Ende des Filmes noch selber in Szene setzt und dem Narzissmus die Krone aufsetzt.

Man darfs wohl einfach nicht so ernst nehmen 😉

[Editiert von woc am 2009-08-22 14:48:59]

Le-Chiffre

Zitat lutzefutz (2009-08-22 09:02:56)

Eins vorweg, Christoph Waltz ist ÜBERRAGEND! Brad Pitt verbreitet gute Laune und Mélanie Laurent wie Diane Kruger sind fantastisch!

Da bin ich mit dir voll und ganz einverstanden. Für mich ist das der beste Film im Jahr 2009!! Der Film ist mehr eine Komödie als ein ernster Film.
Der Ablauf des Films ist total Tarantino, wie man es von ihm gewohnt ist. Auch an der Geschichte gibt es nichts auszusetzen. Dass man beim Sehen von Hitler lacht, würde mich im Normalfall auch stören, aber bei diesem Film hat es einfach gepasst.
Zudem hat mir die Leistung von Til Schweiger gefallen. Der totale Rambotyp, passte auch dieses Momentum!

muri

Der Film ist ja ein Schaulaufen bekannter Gesichter, die man erst auf den zweiten Blick erkennt und die einfach nur mal so hereinspazieren.
- Hat jemand Mike Myers ("Austin Powers") als britischer General erkannt? Tolle Szene mit Rod Taylor.
- Jacky Ido ("Die weisse Massai") anyone?
- Christian Berkel als Barman?
- Bond-Bankier Ludger Pistor als General?
- Samuel L. Jackson als Erzähler?

Erstaunlich (und sehr amüsant), wie wir immer wieder über diese Gesichter stolpern und somit auch dem längsten Dialog trotzen können.

Wie bereits mehrfach erwähnt, sind es nicht Til Schweiger oder Eli Roth, die herausstechen, auch wenn IMO beide einen sauberen Job abliefern. Schweiger kriegt ja sogar seine eigene Einführung und wird dann als Leutnant "Frankfurt" betitelt... Auch Gedeon Burkhard ("Kommissar Rex") weiss zu gefallen, wogegen Diane Krüger nicht so toll rüberkam. Auch Daniel Brühl war mir zu weich und konturenlos.

Sie alle stehen aber im Schatten zweier Personen, die verdientermassen den grössten Applaus kriegen.
Brad Pitt, als Ami durch und durch, der sein "Sooound good?" herrlich abliefert und in der Szene mit dem Italienischen Akzent ("Grrrazie") zum schiessen ist. Er ist irgendwie die Figur für den "normalen" Zuschauer, der gerne was zu lachen hat und sich über die Sprüche amüsieren kann. Ich find den Kerl klasse!

Christoph Waltz ist überragend. Ich find den Schauspieler seit "Die Entführung des Richard Oetker" (ein Geheimtip) sensationell und wegen ihm hab ich sogar "die Roy Black Story" von 1996 geguckt. Übrigens auch ein empfehlenswerter Film, der den bekannten Sänger zeigt, wie er an den Erwartungen der Fans zerbrochen ist.
Im neuen Tarantinofilm ist er genial, omnipräsent, bewundernswert mit seinen Sprachen und seiner feinen, aber halt doch direkten, Art. Ein Bösewicht, den man zwar nicht mag und somit verflucht, der aber Stil, Anstand und Etikette hat. Und genau das macht dieses Tier umso gefährlicher. Hervorragend!

Ghost_Dog

tarantino goes "kriegsfilm", mit dieser einstellung bin ich (und wohl auch viele andere) voller vorfreude ins kino gestürmt. der trailer machte entsprechend bock auf mehr!

dann leider die mehr als grosse ernüchterung! WTF?! der film lässt sich am besten durch "expectation gap" beschreiben. es hat ein paar wirklich geile einzelszenen, aber das grosse und ganze... viel lärm um nichts... viel zu wenig der action szenen, alle im treiler enthalten (frechheit...), und die dialogszenen enthalten leider zu einem grossen teil nur belangloses blabla, das wohl selbstzewck sein soll. geil ist sicher, dass der grossteil der amis dann wirklich das gefühl hat, das "die amis den krieg so gewonnen haben" 😉

einziger glanzpunkt: der film lässt ch. waltz ganz gross auftrumpfen, super gemacht! ansonsten nur verschwendetes potential, der abgang von stiglitz zum beispiel, omg so eine geile figur, und dann so wenig davon im film?! ne, das kanns nicht sein.

wenn der film nicht das tarantino-siegel drauf hätte, wäre er wohl sang und klanglos in den videotheken verschwunden. der gute alte tarantino ist reich, berühmt, fett und träge geworden, wie es scheint, sein zenith hat er jedenfalls anscheinend leider schon lange überschritten. zurück in die dreckige hinterhof-videothek und zu den anfängen, bitte 😒

HomerSimpson

@Ghost_Dog: Das war ja aber auch schon im Vorfeld bekannt dass der Film sehr wenig action enthält und was die Dialoge anbelangt, darüber lässt sich streiten. Mir hat das halt sehr gut gefallen ;)

woc

bin schon auch der meinung, dass wenn nicht das tarantino-siegel draufgeklebt wäre, man solche dialoge nicht ohne weiteres sensationell finden würde. aber die absolut grösste belanglosigkeit hat er sich schon bei death proof gegönnt.

HomerSimpson

@woc: Da ich ausser Death Proof noch keinen Tarantino Film gesehen habe und die dümmlichen Dialoge bei dem Film auch mir auf die nerven gegangen sind, kann man sagen dass nicht nur das Tarantino Siegel dazu beiträgt ;)

Ghost_Dog

Zitat HomerSimpson (2009-08-23 17:39:32)

@woc: Da ich ausser Death Proof noch keinen Tarantino Film gesehen habe ...

nix gegen dialoge! aber dann musses intellektuell oder sonstwie "knallen": guck dir mal pulp fiction, reservoir dogs oder from dusk till dawn an! DA wird dir tarantino geboten 😊 DAS sind geile dialoge.
du kannst dich aus diese filmchen freuen, da sieht man auch warum der typ so gehypt wird.

im basterds wurden diese einfach leider zur reinen selbstzelebration, es wird nur müll gestusst grösstenteils. und ich fand auch sehr wenig wirklich lustig, ich meine so seich à la "du dreckiger deutscher, du riechst nach bratwurst..." (z.b. aldo raine lässt solche sprüche ab), OMFG, ich war geradezu UNTERwältigt. unterstes pausenpletz-niveau, wenn das wirklich die tollen tarantino-dialoge des 21JH sind, dann lieber mehr action und gore, please 😠
und das halbe kino brüllte los, viele dieser "ach so hippen" alternativen typen im kino MUSSTEN das kultig finden, weils haltn tarantino ist...

ich habe ganz bewusst ausser dem trailer nix vom film gelesen im vorfeld, bei den tarantino streifen wird immer besonders viel gespoilert , und ich hasse das.

db

Inglourious Basterds - oder Death Proof Teil 2

Na was soll ich dazu sagen, irgendwie fällt mir da nur "wie üblich" ein. Zuerst einen riesen Hype drum machen und dann doch nur heisse Luft abliefern. Wie bei Death Proof beim Grindhouse-Projekt und genau so enttäuschend:

- Selbst wenn es ein gutes Konzept war, genutzt wurde es kaum.
- Enorm viel langweiliges und inhaltloses Bla, das weder den Film noch die Handlung weiterbringt.
- Der Film wurde als Söldnerfilm und Kriegsfilm angekündigt. Wie bei Death Proof kommen diese Aspekte höchstens in den letzten 10-15 Minuten wirklich zum Einsatz.
- Selbst wenn das ganze Atmosphärisch gut Umgesetzt ist, durch die schleppende Handlung wird jede aufkeimende Spannung bald wieder erdrückt, was dem Film regelmässig den Wind aus den segeln nimmt.

Was bleibt sind einige grossartige Schauspieler - Christoph Waltz und Brad Pitt - ein Regisseur der um einiges besser in dieser Rolle als in seinem Beruf überzeugt hat - Eli Roth - und einige nette Kils, welche mit etwas Szenenhumor und zwei drei guten Dialogen den Film doch erträglich machen. Aber insgesamt bin ich enttäuscht und vergebe auch eine entsprechende Note.

3.5

kiri

Der Plot ist absolute Scheisse, schon wieder so ein Nazi Film, der ausserdem noch extrem langfädig ist und immer dieses Abschlachten à la Tarantino... Und trotzdem hats mir super gefallen!

Super Schauspieler, super Inszenierungen, Kameraführung vom Feinsten, mit Nahaufnahmen, die einfach bedrückend genial sind, extrem viele gutgelungene kleine Details und Insiders, die man wohl nicht mal alle mitbekommt... So Scheisse der Plot auch scheint, nichts kommt so, wie man erwartet.

Und endlich mal ein Film wo die "Deutschen" im Film auch wirklich "Deutsch" und die "Franzosen" auch wirklich "Französisch" sprechen und nicht einfach irgendein grausames Kauderwelsch mit Englischem Akzent.
Und Brad Pitt bringt auch noch einen herrlichen Südstaatenakzent mit.

Absolut Seh- und Höhrenswert!
Jedenfalls in der Originalfassung...

[Editiert von kiri am 2009-08-24 00:55:09]

HomerSimpson

Gestern zum zweiten mal angeschaut und diesmal war der Film sogar noch besser. Viele Details die man beim ersten Mal noch nicht gesehen hat kommen zu vorschein und der Film war sogar noch witziger ;)

daw

Für mich ist dieser Film auch etwas zu lang geraten. Aber sonst ist er wirklich gut. Hätte nicht gedacht, dass der so witzig ist. Die Szene wo die Drei als Italiener vorgestellt werden ist genial!

Fazit: Wirklich nicht schlecht dieser Movie, wird aber (meiner Meinung nach) dem grossen Hype nicht ganz gerecht.

4*

pz_mann

Grossartiger Film, der dem Hype (welchem Hype überhaupt?) vollumfänglich gerecht wird. Grandios komponierte Szenen, die in einem genial inszenierten Finale enden, welches Tarantino in sener Liebe zum Kino noch einmal aus dem Vollen schöpfen lässt.

Sogar die langen Dialogpassagen können diesmal einem gewissen Unterhaltungswert nicht entbehren und sind zudem wichtiger Bestandteil des Spannungsaufbaus.

Über die internationale Cast braucht man eh keine Wort zu verlieren.
Eine zweite Sichtung ist fest einprogrammiert.

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Ich war eher skeptisch gegenüber Tarrantino's neustem Streich. Ein Film der über 2 1/2 Stunden dauert und grösstenteils nur aus Dialogen besteht. Mit Pulp Fiction konnte er das Gegenteil Beweisen, und auch hier zeigt Herr Quentin, dass er es immer noch drauf hat.

Inglourious Basterds trägt ganz klar die Handschrift von Quentin Tarrantino. Die grösste Stärke des Filmes, sind die authentischen Szenen. Es gibt nur dann Schnitte, wenn sie auch benötigt werden. Durch die viel langsamere Kameraführung, können die Schauspieler gut profitieren. Wie schon viele hier angesprochen haben, sind Christoph Waltz sowie Brad Pitt auf einem überragenden Schauspielniveau.

Den Storyaufbau finde ich höchst originell. Das ganze in fünf Kapitel einzuteilen, ist eine gute Idee. Jede Figur bekommt dadurch genug Screemtime, und fällt keineswegs in den Hintergrund. Der meist gennante Kritikpunkt wegen der Überlänge, lasse ich mal aus. Für mich war diese Überlänge im Film beabsichtigt.

Natürlich wird in Inglorious Basterds, wie auch in den anderen Tarrantino Filmen , sehr auf die explizite Gewalt geachtet. Die Schiessereien sind wie erwartet, sehr heftig und brutal. Ich hatte eigentlich nur mit der Szene Mühe als,

Spoiler zum Lesen Text markieren

Hans Landa in vollen Zügen die Bridget von Hammersmark erwürgt.

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Schlussendlich finde ich den Film sehr gelungen. Die Dialoge funktionieren wunderbar im authentischen Erzählungsstil, die Schauspieler sind grandios und falls es mal Kracht, dann geht die Post richtig ab. Für die volle Punktzahl hat es dennoch nicht gereicht. Ich habe mir etwas mehr vom Humor versprochen, dass dem Streifen die Krone aufsetzten würde.

Bellowulf

Ich erinnere mich. Nach dem Film No Country for Old Man fühlte ich mich ähnlich. Vergewaltigt und irgendwie schuldig. Vergewaltigt, weil der Regisseur mich zwingt, Gewalt exzessiv zu beobachten, was ich eigentlich gar nicht will, und schuldig, weil ich gewissermassen an dieser Gewalt teilnahm. Nach No Country for Old Man sagte ich mir, nie mehr einen Film anzusehen, in dem Gewalt nicht mehr eine Aussage unterstützt, sondern an und für sich zum Zweck der Unterhaltung (oder der Provokation oder was auch immer) eingesetzt wird. Heute Abend habe ich dieses Gelübde zum zweiten Mal abgelegt und ich hoffe, ich habe meine Lektion diesmal gelernt.

Ja, der Film ist "gut" gemacht, die Schauspieler sind top, Kamera, Spannung, Dialogue, alles super. Aber ehrlich jetzt: ist es normal, wenn der Film mit einer ultrabrutalen Szene aufhört und die Kinobesucher dann applaudieren? Bei "Mein Führer" stellte man sich noch die Frage, ob man über Hitler Witze machen darf. Da kann man ja geteilter Meinung sein. Aber dieser Film stellt sich dieser Frage schon gar nicht mehr. Mit welcher Gleichgültigkeit gegenüber der Geschichte und den Schicksalen hier die Judenverfolgung als Vorlage für einen Spaghetti-Western missbraucht wird, ist das eine. Dann aber eine Racheorgie zu zelebrieren, die in der Massenexekution versammelter Nazis endet mit dem Spruch, dass dies das Gesicht der jüdischen Rache sei, das ist dann schon schwer verdaulich.

Aber es ist halt ein Tarrantino. Der darf das. Da darf man auch nicht so kleingeistig mäkeln. Ist ja nur ein Film. Ist ja auch nicht so schlimm, da die Bösen eins auf den Sack kriegen. Sind ja nur Nazis. Funktioniert nicht genauso Propaganda? Der Film ist ja nicht ernst gemeint. Nur Unterhaltung. Was genau unterhaltend ist dabei zuzusehen, wie jemand skalpiert, erwürgt oder ein Hakenkreuz in die Stirn geschnitten bekommt, will mir nicht ganz einleuchten.

Also wer leiseste Zweifel hat, ob er sich diese Gewalt antun will. Geh nicht hin. Auch wenn Tarrantino Kult ist. Und Kunst alles zu rechtfertigen scheint. Dieser Film ist nur zynisch und menschenverachtend.

gargamel

mein lieber bello... da gehst du in einen tarantino-streifen und bist überrascht, wenn's blutig zu und her geht???

selber schuld, muss ich da sagen... 😴

db

Zitat gargamel (2009-08-26 08:54:13)

mein lieber bello... da gehst du in einen tarantino-streifen und bist überrascht, wenn's blutig zu und her geht???

selber schuld, muss ich da sagen... 😴

joo bleib lieber bei Disney, Pixar, die Animationsfilme von Dreamworks sowie die garantiert unblutigen Teeniekomödien. Da bist du sicherer aufgehoben als in einem Kriegsfilm...

Abgesehen davon erhielt Inside in Cannes Standing Ovation und der ist bedeutend härter als der harmlose Bastard.

muri

Zitat db (2009-08-26 09:30:39)
Zitat gargamel (2009-08-26 08:54:13)

mein lieber bello... da gehst du in einen tarantino-streifen und bist überrascht, wenn's blutig zu und her geht???

selber schuld, muss ich da sagen... 😴

joo bleib lieber bei Disney, Pixar, die Animationsfilme von Dreamworks sowie die garantiert unblutigen Teeniekomödien. Da bist du sicherer aufgehoben als in einem Kriegsfilm...

Würd ein bisschen aufpassen mit solchen Vergleichen.... Einfach mal so als Tip. 😉

gargamel

Zitat db (2009-08-26 09:30:39)
Zitat gargamel (2009-08-26 08:54:13)

mein lieber bello... da gehst du in einen tarantino-streifen und bist überrascht, wenn's blutig zu und her geht???

selber schuld, muss ich da sagen... 😴

joo bleib lieber bei Disney, Pixar, die Animationsfilme von Dreamworks sowie die garantiert unblutigen Teeniekomödien. Da bist du sicherer aufgehoben als in einem Kriegsfilm...

das wollte ich keineswegs sagen, ich kann auch verstehen, wenn man ein problem mit exzessiver gewaltdarstellung hat (ich habe auch meine grenzen, ich ziehe sie einfach an einem anderen ort).

was ich nicht so ganz verstehe: wer auch nur ein bisschen ahnung von kino hat, den sollte überdrehte gewalt nicht überraschen, wenn er sich denn einen tarantino ankuckt.

Bellowulf

Zitat db (2009-08-26 09:30:39)
Zitat gargamel (2009-08-26 08:54:13)

mein lieber bello... da gehst du in einen tarantino-streifen und bist überrascht, wenn's blutig zu und her geht???

selber schuld, muss ich da sagen... 😴

joo bleib lieber bei Disney, Pixar, die Animationsfilme von Dreamworks sowie die garantiert unblutigen Teeniekomödien. Da bist du sicherer aufgehoben als in einem Kriegsfilm...

Abgesehen davon erhielt Inside in Cannes Standing Ovation und der ist bedeutend härter als der harmlose Bastard.

Gargamel, db, der Punkt ist nicht, dass ich überrascht war (das war deine überhebliche Interpretation). Ich war es nicht. Und glaub mir, ich habe etwas Ahnung von Filmen. Und ich bin auch kein Teenie mehr. Ich wollte lediglich eine Aussage darüber machen, dass dieser Film meine Grenzen bezüglich Gewaltdarstellung überschritten hat.

Denjenigen unter den Kinobesuchern, die noch einen Rest von Empathie haben, die Steigerung von Gewalt in Filmen nicht a priori als Qualitätskriterium ansehen, und denen Gewalt als Unterhaltung ein flaues Gefühl vermitteln, wollte ich einfach sagen, passt auf.

Der (aus meiner Sicht) perverse Reiz und die Neugier hat bei mir überwiegt als ich in den Film reinging. Ich mag es ja auch, wenn es knallt, aber nach dem Film musste ich mir eingestehen, dass dies mir zu weit geht und ich konsequenterweise solche Filme meiden sollte.

Wenn es bei Inside standing ovations gab, dann nehm ich das mal zur Kenntnis. Ich nehme an, das war bei Gladiatorenkämpfen im alten Rom auch nicht ganz anders. Aber das beantwortet doch die Frage nicht, ob man das selber für gut befindet oder nicht.

Ich kann mich noch erinnern an Zeiten, als ich es selbst als Mutprobe empfand, einen Horrorstreifen anzusehen. Gewonnen hatte, wer möglichst wenig Angst zeigte. Das war wohl ein Zeichen von Männlichkeit. Aber Gratulation, toughe Jungs, ihr habt gewonnen. 😉

db

Ja klar, das ganze war etwas auf die Spitze getrieben und ob jetzt Gewaltdarstellung gut ist und in welchem Mass, ist ein endloses Diskusionsthema. Doch wenn es im Kontext stimmt, finde ich es ganz ok und einen Kriegsfilm zieht solche Szenen bekanntlich mit - auch wenn Tarantino es lang nicht so zelebriert hat, wie bei Kill Bill. Daher die etwas verwunderte Reaktion.

Aber ob jetzt Mutprobe oder Neugier, ist es nicht genau das, was den Reiz ausmacht? So wird etwas spannend und wie auch bei einer Achterbahn, hat man so ein bleibendes Erlebnis. 😉

Klar ist das OK mit deinem Gelübte und so, doch im ernst, wirst du wirklich nein sagen, wenn wieder so ein Film im Kino anläuft, der schon im Vorfeld so gehypt wird und doch sehr vielversprechend aussieht 😉

Bellowulf

Zitat db (2009-08-26 10:53:12)

Ja klar, das ganze war etwas auf die Spitze getrieben und ob jetzt Gewaltdarstellung gut ist und in welchem Mass, ist ein endloses Diskusionsthema. Doch wenn es im Kontext stimmt, finde ich es ganz ok und einen Kriegsfilm zieht solche Szenen bekanntlich mit - auch wenn Tarantino es lang nicht so zelebriert hat, wie bei Kill Bill. Daher die etwas verwunderte Reaktion.

Aber ob jetzt Mutprobe oder Neugier, ist es nicht genau das, was den Reiz ausmacht? So wird etwas spannend und wie auch bei einer Achterbahn, hat man so ein bleibendes Erlebnis. 😉

Klar ist das OK mit deinem Gelübte und so, doch im ernst, wirst du wirklich nein sagen, wenn wieder so ein Film im Kino anläuft, der schon im Vorfeld so gehypt wird und doch sehr vielversprechend aussieht 😉

Jetzt hast du den Finger auf den Punkt gelegt. Es ist ein Dilemma zwischen den cinephilen Aspekten des Films und der Gewalt und dem Zynismus. Nur leider bekomme ich das eine nicht ohne das andere. Und darum heisst es jetzt zu verzichten, den Kopf zu scherern und ein Gelübde abzulegen. Aber du hast Recht, das ist hart, gerade weil die Filme an sich ein Genuss sind (dito: Coehn et al) . 😊

Chemic

Klarer Fall von falscher FIlmwahl. Man geht doch auch nichts ans Slayer-Konzert und stört sich an den Pentagrammen, den vielen "Fucks" etc.

Zitat Bellowulf (2009-08-26 10:28:52)

Denjenigen unter den Kinobesuchern, die noch einen Rest von Empathie haben, die Steigerung von Gewalt in Filmen nicht a priori als Qualitätskriterium ansehen, und denen Gewalt als Unterhaltung ein flaues Gefühl vermitteln, wollte ich einfach sagen, passt auf.

Dies ist aber sicher kein Kriterium für QT! Seine Filme waren schon immer hart und für ihn gehört das einfach dazu wenn es darum geht einen kompromisslosen Film zu machen. QT hat dafür den grossen Namen und da lassen ihm die Weinsteins eher was durchgehen als bei anderen Regiesseuren.

Neugierig machen Filme von QT immer, eine Mutprobe sind sie aber ganz bestimmt nicht! Dafür sind sie nämlich, ganz ehrlich, zu zahm. Überhaupt ist das "Mutprobe-Ding" eh vorbei seit es die ganzen Videoportale mit teils heftigem Shit im Netz gibt. Aber es ist schon so, aus mir unerklärlichen Gründen provoziert bildliche Gewalt. QT sagt selber, das bildliche Gewalt wie ein Berg sei den viele nicht besteigen können.

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