Crank: High Voltage (2009)

Crank 2 - High Voltage

Crank: High Voltage (2009) Crank 2 - High Voltage

Oder: Dem Herz auf der Spur

Ausgepowert!

Ausgepowert!

Chev Chelios (Jason Statham) ist zwar in Crank aus dem Helikopter gefallen und auf einem Auto aufgeprallt, aber tot ist der Kerl zur Verwunderung aller noch nicht. Denn kurz nach dem Aufschlag wird er (mittels Schaufel) vom Asphalt gekratzt und von der Triade weggeschafft. Man will den Mann als Ersatzteillager für einen alten Chef gebrauchen. Als es aber an das Schnippeln am Lümmel des Mannes geht, versteht der keinen Spass mehr und flüchtet.

In seiner Brust schlägt dummerweise nicht mehr sein eigenes Herz, sondern ein automatischer Apparat. Nun macht sich Chev Chelios gewohnt durchschlagskräftig auf die Suche nach seiner Pumpe. Er macht die Bekanntschaft der durchgeknallten Nutte Ria (Bai Ling), hat Sex auf der offenen Pferderennbahn mit seiner Flamme Eve (Amy Smart) und haut alles aus dem Weg, was sich ihm in den selbigen stellt.

Dr. House, bitte in den OP

Dr. House, bitte in den OP

Sein Konservenherz hat ausserdem die recht nervige Macke, dass es immer wieder elektrisch aufgeladen werden muss. Das heisst also für Chelios auch mal, direkt in den Stromkasten zu langen oder sich durch Reibung Elektrizität zu verschaffen. Die Jagd führt unseren Marathon-Mann über Stock und Stein, an gewichtigen Gegnern vorbei bis hin zum ultimativen Ziel. Doch auch dort erwartet ihn eine ungeahnte Überraschung.


Film-Rating

Er bietet sich an. Der Spruch, dass Crank krank war und Crank 2 noch kränker. Das hat aber leider nichts mit der Qualität und dem Unterhaltungswert des Sequels zu tun, sondern rein mit der Tatsache, dass uns die praktisch identische Geschichte des ersten Teils nochmals erzählt wird und Jason Statham ausser ein paar "Fucks" und "Shits" nicht viel von sich geben muss.

Wenn eine Story damit beginnt, dass ein Fall aus einem Helikopter (man spricht im Film von 100 Metern Höhe) überlebt wird und dann in den folgenden Minuten Herzoperationen gezeigt werden, sowie das Abhacken von Ellbogen und Brustwarzen, dann darf man sich schon mal fragen, was genau ein solches Ding im regulären Kinoprogramm zu suchen hat. War Crank neu, aufregend und schnell, hat sich bei Crank 2: High Voltage das Ganze in nervig verwackelte Bilder, einen "Godzilla"-Ausschnitt und eine Reihe von peinlichen Gastauftritten entwickelt.

Jason Statham gibt körperlich alles, bekommt aber keine glatten Sprüche mehr in den Mund gelegt. Amy Smart darf ihre Brüste zeigen und eine nette Sexszene auf der Pferderennbahn zeigen und Bai Ling nervt einfach nur von Anfang bis Ende. Dazu kommt ein fast unkenntlicher David Carradine (Kill Bill), das ehemalige Teen-Idol Corey Haim und sogar Sex-Guru Ron Jeremy darf seinen Schnauz in die Kamera halten.

Fazit: War der erste Teil noch innovativ und amüsant, ist Crank 2: High Voltage ein nervöser, aber recht langweiliger Abklatsch desselbigen geworden. Es wird zwar immer etwas geboten auf der Leinwand, aber spannend, witzig oder gar sensationell ist leider gar nichts mehr. Eigentlich ein schlechtes Zeichen für einen Film, wenn der bekannte Klingelton von Stathams Handy und ein Witz über den Transporter die grössten Lacher sind.


OutNow.CH:

Bewertung: 1.5

 

16.04.2009 / muri

Community:

Bewertung: 3.5 (102 Bewertungen)

 

 

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